Usedomer Architektur

Bauwerke

Ob Kirchen, Schlösser oder wilhelminische Bäderarchitektur, auf der
Insel Usedom ist für jeden etwas dabei. Nicht nur die zahlreichen Kirchen und Häfen ziehen jährlich tausende Besucher an - Nein. Auch die Seebrücken entlang der Usedomer Küste in Ahlbeck, Heringsdorf, Bansin, Koserow und Zinnowitz zeugen von der beeindruckenden architektonischen Vergangenheit und Gegenwart unserer Insel. Flanieren Sie entlang der längsten Promenade Deutschlands und bestaunen Sie die vielen Bädervillen die seit der Wende zu neuem Glanz erstrahlten.

Wir haben uns den bedeutendsten Bauwerken Usedoms auf einigen Seiten gewidmet. Einfach runter scrollen und durchklicken!

Usedomer Architektur

Die Seebrücken der Insel

Wer hat die älteste, eleganteste oder längste?

Auf insgesamt 1649m laufen Sie auf Usedom über das Wasser der Ostsee. Die kürzeste Seebrücke der Insel ragt in Koserow in die Ostsee. 261m misst die 1993 errichtete hölzerne Brücke. Was viele von Ihnen bestimmt noch nicht wussten: Koserow hatte schon vor dem zweiten Weltkrieg eine Seebrücke, die 1941/42 Schnee und Eis zum Opfer fiel.

Nur 19m länger, aber dafür fast 100 Jahre älter ist die Seebrücke in Ahlbeck. Usedoms „Alte Dame“ zählte 2013 schon 115 Lenze und erstrahlt noch immer in zeitloser Schönheit. Mit den vier Hütchen auf dem Dach ihres Restaurants über den Wellen imponierte sie schon einen der größten deutschen Humoristen. Vicco von Bülow alias Loriot machte die Seebrücke in Ahlbeck 1991 zur Kulisse für „Mutters 80. Geburtstag“ in seinem Film „Pappa ante portas“. Insider werden merken: Damals hatte die Brücke, die das Festland mit dem Restaurant über der Ostsee verband, noch keinen Seesteg, dafür einen strahlend weißen Anstrich. Das Weiß ist etwas gewichen, dafür kamen in den 90er Jahren der Steg und der Schiffsanleger hinzu, über den es sich wunderbar gen Horizont flanieren lässt.

Von schlichter Eleganz, ganz ohne Land- und Brückengebäude, Restaurant und Geschäfte, zeugt die Bansiner Seebrücke. Das 285m lange Bauwerk schmückt den Strandbereich des kleinsten Kaiserbades seit 1994. Von hier starten Sie – wie von allen anderen Seebrücken auch – zu Schiffstouren ins benachbarte Polen oder zu den anderen Ostseeinseln.

Urlauber und Einheimische kennen sie auch als „Vineta-Brücke“ – die Seebrücke im Ostseebad Zinnowitz ist mit einer Gesamtlänge von 315m die zweitlängste der fünf Usedomer Seebrücken. Auf ihr spazieren Sie seit 1993 nicht nur über die Wellen, sondern Sie tauchen von dort aus auch hinab in die Ostsee: Am Seebrückenkopf fährt die Tauchgondel mit Ihnen an Bord hinab in die Meereswelt.

Eine wahre Flaniermeile ist die Seebrücke in Heringsdorf: Mit 508m ist sie die längste Seebrücke Deutschlands. Und das war sie schon immer: Bereits der Vorgänger der heutigen Brücke, die nach dem Kaiser benannte Kaiser-Wilhelm-Brücke aus dem Jahr 1891, war ihrerzeit die größte Brücke Deutschlands. 1957 wurde sie durch Brandstiftung zerstört. Heute erinnern nur noch einige Holzstümpfe an den hölzernen Bau. Seit 1995 können Sie über die neue Seebrücke flanieren. Ein Prachtexemplar und für Shoppingfans genauso einladend wie für Genießer: Während Sie an Ihrem Fuße durch einige Bekleidungs-, Tee- und Souvenirgeschäfte bummeln, können Sie 500m weiter im Restaurant mit Panoramablick auf die Küste, den polnischen Hafen und natürlich den Horizont einen Cappuccino oder eine Pizza genießen. Wer beim Shopping auf dem Landgebäude noch nichts gefunden hat, hat auf der Mittelplattform der Brücke noch gute Chancen für ein Urlaubsmitbringsel.

Die Seebrücken der Insel
Die Seebrücken der Insel
Die Seebrücken der Insel

Der Vineta Seesteg

Zinnowitzer Seebrücke

Die Seebrücke wurde 1993 erbaut (die alte Seebrücke ist 1942 durch damals starken Eisgang größtenteils zerstört worden, die Überreste wurden in den 50er Jahren entfernt). Die Seebrücke ist 315 m lang und hat eine Zwischen- und eine Endplattform (hier befindet sich als besondere Attraktion eine Tauchgondel, mit dieser können 24 Besucher ganz langsam viereinhalb Meter unter die Wasseroberfläche in die Ostsee abtauchen und die Geheimnisse der Usedomer Küste erleben. Neben der einheimischen Unterwasser-Welt werden den Gästen mit 3-D-Kinofilmen tiefere Einblicke ins Meer und das Leben seiner Bewohner gewährt.

Zinnowitzer Seebrücke

Der älteste Seesteg

Die Ahlbecker Seebrücke

Sie ist das Wahrzeichen der Insel Usedom. Die historische Seebrücke in Ahlbeck ist die älteste Deutschlands. Dort wo 1882 eine einfache Aussichtsplattform mit hölzernen Aufbauten für ein Restaurant und eine Bühne errichtet wurde, eröffnete man 1898 eine Seebrücke mit einem 170m langen Seesteg. Die beiden Aufbauten wurden kurz nach der Jahrhundertwende miteinander verbunden und ab 1926 mit einem Segeltuch überdacht. 1930 bekam die Seebrücke ein Holzdach und damit ihre heutige Gestalt. Den größten Teil des letzten Jahrhunderts jedoch fehlte der Seesteg, der im Winter 1941/42 von Eismassen zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde.
Während der DDR-Zeit war die Brücke komplett in brauner Farbe gestrichen. 1970 bis 1973 tauschte man die hölzernen Träger gegen die noch heute vorhandenen Stahlträger aus und sicherte so den Erhalt der Brücke. Kurz nach der Wende lies Loriot die Ahlbecker Seebrücke in ihren ursprünglichen Farben streichen und machte sie zur Kulisse für seinen Film „Papa ante portas“. Seitdem erstrahlt sie in weiß mit rotem Dach und grünen Türmen. Wie zu Anfangszeiten befindet sich hier heute ein Restaurant. Der Seesteg wurde 1993/94 neu errichtet und ist 280m lang.

Der älteste Seesteg
Die Ahlbecker Seebrücke

Seebrücke Koserow

Der Koserower Seesteg

Die Koserower Seebrücke wurde 1993 neu erbaut. Sie ist 261 m lang und 2,50m breit. Markant ist der kupferne Rettungsschwimmerwachturm am Beginn des Brückensteges. In der Saison, von April bis Oktober, verkehren regelmäßig Fahrgastschiffe von der Seebrücke entlang der Usedomer Ostseeküste. Vor dem Zweiten Weltkrieg besaß der Ort eine eigene Seebrücke. Diese wurde jedoch durch einen heftigen Wintersturm zu Kriegszeiten zerstört. Die Schönheit der Küste von Koserow, so zum Beispiel die Steilküste des Streckelsberges, die allmählich in die Flachküste ausläuft, kann so auch von See aus betrachtet werden.

Adresse:
Am Strande 1
Koserow - 17459

Seebrücke Koserow

Karniner Eisenbahnhubbrücke

Ein Denkmal schreibt Geschichte

„Drei und eine halbe Stunde Bahnfahrt und man findet ein schönes, bequemes Hotel- und Villenviertel gleich an der See. Mit dem Auto macht es fünf Stunden.“ – So schwärmte Heinrich Mann in einem Essay über den „Berliner Vorort Heringsdorf“ im Jahr 1923 von der komfortablen Nonstop-Bahnverbindung von Berlin nach Usedom.

Bahn frei! Seit 1876 fuhren vor allem die Berliner Gäste über die Karniner Brücke in ihre „Berliner Badewanne“, wie Usedom seit jeher liebevoll genannt wird. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts genügte die Brücke den gestiegenen Verkehrsanforderungen nicht mehr und wurde 1933 modernisiert und in eine Hubbrücke verwandelt – eine für die damalige Zeit herausragende technische Leistung. Dank der dem Funktionsprinzip eines Fahrstuhls entsprechenden neuen Hubtechnik konnten die Gleise binnen maximal drei Minuten gehoben und wieder gesenkt werden. So blieb der Peenestrom auch für große Frachtschiffe befahrbar. In der Mitte der 30er Jahre brausten täglich 52 Züge über die 350m lange Brücke – darunter auch 12 Schnellzüge. Auf dem  Rückzug vor den russischen Truppen sprengte die Deutsche Wehrmacht die Karniner Brücke und mit ihr die Bahnverbindung zum Festland für die nächsten 50 Jahre.

Was übrig blieb, war der Hubteil der Karniner Brücke. 1990 wollte die Reichsbahn dieses Zeugnis deutscher Eisenbahngeschichte abreißen. Eine Bürgerinitiative entstand. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass das technische Denkmal unter Schutz gestellt wurde und noch heute im Peenestrom aus dem Wasser ragt.

Seit einigen Jahren setzt sich ein Aktionsbündnis für den Wiederaufbau der Brücke und die Wiederherstellung der früheren Bahnstrecke ein. Der Verein „Usedomer Eisenbahnfreunde“ hat indes 1998 den vom Verfall bedrohten Karniner Bahnhof gekauft. Umgebaut und restauriert, befinden sich heute ein Restaurant und ein kleines Museum darin.

Karniner Eisenbahnhubbrücke
Karniner Eisenbahnhubbrücke

Brückenöffnungszeiten

Die Tore zur Insel

Endlich - nach langer Fahrt haben Sie die Insel Usedom nun fast erreicht. Doch plötzlich heißt es: Stopp!
Eine der beiden Brücken in Zecherin bzw. Wolgast ist geöffnet und Sie können nicht passieren und müssen warten? Denn bis zu sechs Mal pro Tag werden beide Brücken jeweils für ca. 20 bis 30 min für den Schiffsverkehr geöffnet. Um dies zu umgehen, haben wir hier für Sie die Brückenöffnungszeiten aufgelistet.
Sollten Sie es doch vergessen - nicht ärgern, denn dieses Erlebnis ist immer ein Foto wert.

Peenebrücke Wolgast (Im Zuge der B111)

05.45 - 06.15 Uhr
07.45 - 08.15 Uhr (Mitte März bis Anfang Oktober)
12.45 - 13.15 Uhr
17.45 - 18.15 Uhr
20.45 - 21.15 Uhr
23:45 - 00.10 Uhr (ab April bedarfsweise für Berufsschifffahrt)


Brücke Zecherin (B109/110 aus Anklam kommend)

05.45 – 06.00 Uhr (nur Sommer)
08.45 – 08.55 Uhr
12.45 – 13.00 Uhr
16.45 – 17.00 Uhr
20.45 – 21.00 Uhr (nur Sommer)

Die Tore zur Insel
Brücke Zecherin

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