Bernstein aus Usedom – Die besten Tipps zum sammeln & kaufen

07.12.2018, von Lisa Willenberg

Viele Urlauber träumen davon einen Bernstein auf Usedom zu finden, denn die Gegend rund um die Orte Ückeritz, Loddin, Koserow und Zempin gilt als einer der besten Fundorte. Deswegen werden sie auch Bernsteinbäder genannt. Mit etwas Glück können Sie die schimmernden Bernsteine an den Usedomer Küsten entdecken. Besonders in der rauen Winterzeit werden viele an die Strände gespült.

Wie ist Bernstein entstanden?

Bernstein ist eigentlich kein richtiger Stein, sondern ein fossiles, versteinertes Baumharz. In den großen Waldgebieten Finnlands und Schweden flossen vor etwa 50 Millionen Jahren Harze aus verschiedenen Nadelbäumen. Als diese Harz-Flüssigkeiten auf dem Boden aufkamen, trockneten sie sehr schnell an der Luft.

Bedingt durch den Klimawandel stieg der Meeresspiegel im Laufe der Zeit an und überschwemmte viele Wälder. Dadurch wurde das noch nicht versteinerte Harz aus den Baumstämmen gespült. Starker Wellengang beförderte die Harz-Klumpen über Jahre hinweg zu verschiedenen Buchten.

Schmuck und Heilkraft - Als was kann der Bernstein verwendet werden?

Bernsteine aus Usedom werden heute oft zu Armbändern, Ketten und Ohrringen verarbeitet.

Bei esoterisch veranlagte Menschen ist der Bernstein ein beliebter Heilstein. Er soll vor allem bei Magen-/Darmproblemen, Blasen-/Nierenirritationen und Gallenbeschwerden helfen. Die im versteinerten Harz enthaltene Säure soll zudem das Immunsystem langfristig stärken. Ebenso wird Bernstein eine positive Wirkung bei psychischen Problemen nachgesagt.

Bernstein auf Usedom sammeln - Die besten Tipps

Die Chancen stehen sehr gut, Bernstein auf Usedom zu finden. Für die Bernstein-Jagd sollten Sie frühstmöglich losziehen, damit Ihnen niemand zuvor kommt. Denn bei Nacht spülen hohe Wellen viele Bernsteine an die Küsten. Bei Sonnenaufgang ist es einfacher beim Bernstein sammeln erfolgreich zu sein, da sich das strahlende Sonnenlicht auf den funkelnden Bernsteinen bricht.

Die Zeit von Herbst bis Frühling ist die beste Zeit, um Bernstein auf Usedom zu sammeln. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten stürmt es und das nordische Meer bildet hohe Wellen. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Bernsteine an die Usedomer Küste gespült werden, erhöht. Im Sommer bei stabilem Wetter sind die Chancen dagegen geringer.

Bernsteine werden wegen ihrer geringfügig höheren Dichte als Wasser auf dem Meer mitgetrieben. Durch den Salzgehalt bekommen Bernsteine in der Ostsee zusätzlichen Auftrieb. In den Wintermonaten kühlt die Ostsee ab, was die Wasserdichte weiter ansteigen lässt. Ab einer Temperatur von 4 Grad Celsius hat Wasser die höchste Dichte. Bei dieser Temperatur beginnt der Bernstein sogar zu schwimmen.

Wo kann man Bernstein auf Usedom kaufen?

Bei Bernstein Elster im Haupthafen von Penemünde können Sie in den Monaten April bis Oktober verschiedene Schmuckgegenstände erwerben. Neben einem Angebot an Keramik, Silber- und Modeschmuck finden Sie dort auch eine Auswahl an Bernsteinen aus Usedom. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Karlshagener Usedomfisch Shop - Neben Souvenirs finden Sie hier eine Auswahl an Bernsteinschmuck. Im Usedomfisch Shop können Sie verschiedene Anhänger und Ketten, sowie Usedomer Bernstein kaufen. Weitere Informationen, sowie die Adresse können Sie auf der Website des Betreibers einholen.

Workshop zum Bernsteinschleifen in Zinnowitz

Möchten Sie mehr über die Bearbeitung von Bernstein auf Usedom erfahren? Dann bietet es sich an, einen Workshop in der Bernstein-Werkstatt zu besuchen. Im eineinhalbstündigen Kurs erfahren Sie, welche Schritte der Bernstein vom Fund bis zur Bearbeitung durchläuft.

Die Besucher können in der Werkstatt ihren eigenen Bernstein auf Usedom bearbeiten und anschließend als Unikat mit nach Hause nehmen. Gegen ein kleines Entgelt sind Sie eingeladen, am Workshop teilzunehmen. Weiterführende Informationen zum Veranstalter gibt es auf dieser Homepage.

Bernstein auf Usedom - Verwechslungsgefahr mit Phosphor

Immer wieder werden anstelle von Bernstein kleine Phosphor-Teilchen angespült.

Phosphor-Anspülungen sehen dem echten Bernstein ähnlich und es kommt immer wieder zu Verwechslungen. Da Phosphor im trockenen Zustand die Eigenschaft hat, sich zu entzünden, ist beim Transportieren in der Hosentasche Vorsicht geboten. Sie sollten ihr Fundstück beim Sammeln am besten in einem separaten Beutel oder Einmachglas transportieren.