Adventszeit, Weihnachten und Jahreswechsel auf Usedom - Mein Jahresrückblick als Inselbloggerin

04.01.2022, von Marika Borowski

Moin, Ahoi und ein gesundes neues Jahr wünsche ich dir! Auch, wenn das neue Jahr nun schon begonnen hat, lass uns zunächst zusammen noch in den Dezember reisen:

Adventszeit und die neuen Regeln

Es ist Adventszeit, die Tage werden immer kürzer und es wird früh dunkel. Dennoch liebe ich diese Jahreszeit! Alles ist so schön weihnachtlich geschmückt, es leuchtet und funkelt überall. Nur kaum ein Mensch ist zu sehen, der diesen Anblick genießen kann. Die noch immer anhaltende Corona-Pandemie und die 2G+ Regel hat dann doch einige Urlauber abgehalten oder auch gehindert, seinen Winterurlaub auf Usedom zu verbringen. Gefühlt täglich kam eine neue Regel hinzu oder wurde wieder geändert. Erst hieß es, dass Hotelgäste sich täglich testen müssen, dann wieder nur alle drei Tage, dann aber doch wieder täglich, wenn du frühstücken oder eben auch im Restaurant zu Abend essen möchtest. Dann mussten auch teilweise noch die Wellnessbereiche geschlossen werden und eine Stornierung folgte nach der anderen. Viele Cafés, Restaurants und sogar einige Hotels haben sich dazu entschieden, kurzfristig zu schließen. Einige Urlauber ließen sich davon aber nicht beirren, dann testen wir uns eben täglich – Sicherheit geht vor.

Weihnachten auf Usedom – vom Weihnachtsstress keine Spur

Pünktlich in der Nacht zum Heiligabend fielen die ersten Schneeflocken und es war ziemlich frostig. Die Sonne kämpfte sich immer wieder durch und dick eingepackt konnten die wenigen Weihnachtsurlauber die knackige Ostseeluft richtig gut genießen. Wer jetzt seinen Kurzurlaub auf Usedom verbracht hat, den erwartete eine ganz besondere Zeit: Besinnliche Ruhe und weihnachtliche Stimmung. Selbst das sonst so belebte Erdbeerdorf war regelrecht leergefegt und ich hatte mal richtig Zeit und Platz zum Stöbern. Es duftet nach frisch gebackenen Plätzchen und alles ist wieder so zauberhaft weihnachtlich geschmückt. Vom Weihnachtsstress keine Spur.

2G+ hinderte mich persönlich nicht daran, an den Festtagen das ein oder andere Café und Restaurant zu besuchen. Am Heiligabend gab es noch traditionell Würstchen mit Kartoffelsalat in den heimischen vier Wänden bzw. in unserer gemieteten Strandwohnung, welche sich aber schon wie ein zweites zu Hause anfühlt. Ja, auch ich als Einheimische verbringe meinen Urlaub auf dem Eiland. Am ersten Feiertag gingen wir abends essen und ließen uns mit einem 4-Gang-Menü im Hotel & Restaurant Weißes Schloß in Heringsdorf verwöhnen. Geräucherte Entenbrust, geschmorte Gänsekeule und Mohnkaiserschmarrn – was für ein Gaumenschmaus, dafür hätten wir wohl den ganzen Tag in der Küche stehen müssen. Da nutze ich doch lieber die Zeit für einen ausgiebigen Strandspaziergang oder für einen Bummel durch die Kaiserbäder - mit Zwischenstopp beim Kaffeeklaus versteht sich. Auf dem Weg zum Abendessen wird sich eben schnell getestet, dauert direkt drei Minuten. Termin vorreservieren, einchecken, testen und auf dem Weg zum Restaurant bekommst du auch schon nach fünfzehn Minuten dein Ergebnis auf dein Smartphone geschickt. Nur negativ sollte der Test dann sein, sonst kann das Weihnachtsfest auch mal schnell ins Wasser fallen. Ein mulmiges Gefühl hat man dann irgendwie doch. Vielleicht entscheiden sich auch deswegen einige, lieber zu Hause zu bleiben. Spontan über die Feiertage einen Tisch zu reservieren - was sonst schon Monate im Voraus geplant werden muss, war in diesem Jahr gar kein Problem. Die Hotelrestaurants waren relativ gut gefüllt. So sah es aber tatsächlich nicht in jedem Restaurant aus und man blickte auch in viele traurigen Augen der Besitzer.

Der Jahreswechsel und seine Ostseefans

Spätestens zum Jahreswechsel sollte sich dies dann aber schlagartig ändern. Es kommen von Tag zu Tag immer mehr Menschen, Urlauber wie auch Tagesgäste auf die Insel. Zum Glück sind noch einige Glühweinstände und Bratwurstbuden aufgebaut, die wohl das Geschäft ihres Lebens machten. Denn viel bieten kann Usedom seinen Silvestergästen sonst in diesem Jahr nicht wirklich. Keine Tanzveranstaltungen, kein Feuerwerk, keine Freizeitangebote. Täglich wurde ich gefragt, was man denn Silvester auf Usedom machen könnte – meine Antwort lautete immer wieder: Am Strand spazieren… Über das verbotene Feuerwerk bin ich persönlich nicht wirklich traurig. So bleibt der Strand und die Ostsee auch in diesem Jahr wieder sauber und klar. Zumindest haben Urlauber aber wieder die Möglichkeit, nach Usedom zu reisen und die frische Ostseeluft zu genießen. Selbst am Neujahrsmorgen zog es die wahren Ostseefans bei Regen und Seenebel an den Strand. Menschenmassen zogen von Seebrücke zu Seebrücke und wieder bildeten sich lange Schlange an den Glühweinständen. Ein mittlerweile ungewohntes Bild und auch schon einen Tag später sollte sich dieses auch wieder ändern. Die Strände und Promenaden sind wieder menschenleer, die Silvestergäste abgereist. Wer jetzt die Möglichkeit hat, nach Usedom zu reisen, dem kann ich dies nur sehr empfehlen. Kräfte sammeln, Ostseeluft tanken und die Ruhe genießen.

Mein Jahresrückblick

Dezember 2021, schon wieder ist ein ganzes Jahr vergangen. Auch mein Jahr als offizielle Inselbloggerin von Usedom – zumindest die Zusammenarbeit mit der Usedom Tourismus GmbH, aber ich mache natürlich weiter. Mit neuen Ideen und vielen Inspirationen, welche ich auch aus der Kooperation mit der UTG dazugewonnen und einiges gelernt habe. Mein Jahr endet nun also mit einem weinenden sowie mit einem lachenden Auge, aber ich bin sehr dankbar und glücklich.


Ich erinnere mich, dass mein Jahr als Inselbloggerin mitten im Lockdown begonnen hat. Eine große Herausforderung über die Insel zu berichten, wenn alles geschlossen ist. Gut, dass wir einen atemberaubenden Winter hatten, mit einer dicken Schneeschicht und großen Eisschollen, die einem die Sicht auf die Ostsee versperrten. Jeden Tag konnte ich dich mit an den Strand nehmen und dich neben dem Winterwonderland auch mit grandiosen Sonnenaufgängen faszinieren. Ich erinnere mich so gern an diese außergewöhnlich Zeit zurück, aus einer ganz anderen Perspektive.


Mein schönstes Erlebnis war dann im März, als ich bei eisiger Kälte und dennoch schönstem Wetter dem Fischer Uwe Krüger und seine Crew einen Tag begleiten durfte. So schöne Bilder sind entstanden mit einer traditionsreichen Geschichte und so viele liebe Menschen habe ich kennenlernen dürfen. Auch, wenn die Küstenfischerei aktuell sehr umstritten ist, bin ich persönlich sehr traurig über diese Entwicklung und über das Fischersterben. 


Im April wurde es dann so langsam etwas wärmer und ich entdeckte die Insel mit dem Fahrrad für dich. Ich muss tatsächlich zugeben, es lässt sich ziemlich entspannter Radfahren, wenn es nicht so überfüllt ist und ich hatte somit viel Zeit, jede Ecke von Usedom für dich zu erkunden. Ich freue mich auch jedes Mal sehr, über das Feedback und die Bilder, welche mir dann von euren Touren zugesandt werden. Ab Mai sollte es dann auch allmählich wieder losgehen. Sicherheitskonzepte wurden geschrieben und die Insulaner freuten sich nach sieben Monate Lockdown auf seine ersten Gäste.

Die Läden, Hotels, Restaurants und Cafés öffneten wieder und schon im Juni durfte ich für dich all die schönen Gartencafés auf Usedom entdecken und durchprobieren. An Usedom fasziniert mich besonders, dass die Insel so facettenreich ist. Du hast auf der einen Seite die Ostsee und die Promenaden, wo sich die Hotels, Restaurants und Eiscafés nur so aneinander reihen und auf der anderen Seite das idyllische Hinterland mit verträumten Dörfern und kleinen Gartencafés. Dieser Blogbeitrag kam bei euch sehr gut an, denn viele kannten manch kleines Café noch gar nicht.


Im Juli war ich dann wieder sehr aktiv! Ich habe viele großartige Freizeitangebote wahrgenommen. Sei es eine Inselsafari, ein Törn mit der Weißen Düne oder eine Kanufahrt in den Sonnenuntergang. Jedes Erlebnis davon war so individuell und grandios und ich habe Ecken kennengelernt, da wäre ich in meinem ganzen Leben nicht hingefunden. Ich habe also noch einiges zu tun! 


Selbst mit der Herzogstadt Wolgast habe ich mich mal ganz intensiv auseinandersetzen können. Wolgast ist nämlich ziemlich facettenreich und ich bin noch immer absolut begeistert von dieser kleinen Stadt, durch diese ich doch sonst nur mit dem Auto durchfahre, um auf die Insel rauf oder runter zukommen.
Dabei hast du von Wolgast bzw. vom Turm der St.-Petri-Kirche doch die schönste Aussicht auf Usedom. Das und so viel mehr musst du unbedingt erleben! Die Gertrudenkapelle, das Rungehaus, die Kaffeemühle, das historische Rathaus, den Stadthafen und den kleinen aber sehr feinen Wolgaster Tierpark.


Im September neigte sich die Saison nun langsam dem Ende, zumindest auf den Campingplätzen von Usedom. Von Nord bis Süd und auch im Hinterland habe ich diese für dich entdecken dürfen. Noch immer ist mir die Nandalee Camping Idylle am Schmollensee in so schöner Erinnerung, dass ich mir wirklich mal einen Inselblog-Bus anschaffen muss, um das Campingfeeling für mich neu zu entdecken und um die Insel noch mehr erkunden zu können. Was meinst du?


Im Oktober standen Familienaktivitäten auf den Plan und es gibt tatsächlich keine schönere Jahreszeit dafür, als im Herbst. Es gibt so viel für Groß und Klein auf unserem Eiland zu entdecken! Und damit meine ich keine kunterbunten Hüpfburgen und Parks mit ausgestopften Tieren oder einen völlig überfüllten Freizeitpark. Zum Glück durfte ich auch viele Familien in der Ferienzeit Pilze sammeln sehen oder beim Drachensteigen zuschauen. Einfach die Natur auf Usedom genießen und das Kind ein Kind sein lassen. Fast jedes Seebad veranstaltete ein Drachenfest, die Bäume bzw. die Blätter auf dem Baumwipfelpfad leuchteten in den schönsten Herbstfarben und auch der Lichtzauberwald in Ückeritz mit seiner atemberaubenden Lasershow fand in diesem Jahr wieder statt. Überall leuchtet es in allen Farben und es wirkt richtig mystisch, wenn sich der Nebel auf den Boden legt. Die Lasertechnik bzw. die Lasershow, untermalt mir richtig guter Musik, beamen dich in eine völlig andere Welt. Ich war echt komplett beeindruckt.


Winterzeit ist Wellnesszeit! Dies erleben zu können auf meiner Heimatinsel – das wohl schönste Erlebnis für mich im ganzen Jahr. Wellness bedeutet aber auch für mich, nicht nur tolle Anwendungen genießen zu dürfen, sondern auch die reine Ostseeluft, der weiße endlos lange Strand und das magische Licht, wenn die Sonne auf- und untergeht. Nun hat Usedom einige großartige Wellnesshotels und Kosmetikstudios zu bieten und ein paar davon durfte ich besuchen und mich rundum verwöhnen lassen. Hast auch du den Blog gelesen und dich bereits verwöhnen lassen?


Ich werde mich auf jeden Fall weiter verwöhnen lassen – auch, um dich verwöhnen zu können! Hab einen ganz tollen Start ins neue Jahr und bleib vor allem schön gesund! Wir hören, lesen und schreiben uns! Auf Facebook, Twitter, TikTok, Instagram und auf meinem Blog:

www.marikas-inselblog.de

Moin & Ahoi sagt Marika – deine Inselbloggerin.


Das bin ich: Usedoms Inselbloggerin

Mein vollständiger Name ist Marika Borowski, ich bin 38 Jahre jung und komme gebürtig vom Festland aus dem Lassaner Winkel. Vom Lassaner Hafen aus hatte ich schon immer freie Sicht auf den Lieper Winkel und auf die Halbinsel Gnitz und war somit meiner Wahlheimat Usedom schon immer sehr nahe verbunden. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie meine Eltern mit mir zum Strand nach Trassenheide oder zum Zelten auf den Gnitz gefahren sind oder wir unsere Verwandten in der Stadt Usedom besucht haben. Für mich war es immer ein tolles Ereignis, meinen Schulfreunden zu erzählen, dass ich Verwandte habe, die auf einer Insel leben. Nun lebe ich selbst bereits seit über 20 Jahren auf Usedom und darf mich schon als ein kleines Inselkind bezeichnen. Ich habe hier den Beruf zunächst zur Hotelfachfrau und anschließend zur Hotelkauffrau erlernt und diesen zu meiner Berufung gemacht. Um unseren Usedom-Besuchern viel mehr über die Insel berichten zu können, habe ich mich selbst auf Entdeckungstour begeben und halte seit gut zwei Jahren alle meine Erlebnisse und Entdeckungen auf der Insel Usedom in meinem Blog fest.