Gelungene Urlaubsfotos: Die wichtigsten Tipps und Tricks

19.11.2019, von Susanne Haupt

Stimmungsvolle Urlaubsfotos als wertvolle Erinnerung

Urlaubsfotos zählen zu den wohl beliebtesten Souvenirs. Mit gelungenen Urlaubsfotos bleibt die längst zurückliegende Reise noch lange in Erinnerung. Das schöne am Fotografieren ist, dass dazu nicht viel benötigt wird. Das Smartphone und eine Foto-App reichen eigentlich schon aus. Doch auch richtig fotografieren will gelernt sein. Insbesondere in der dunklen Jahreszeit gestaltet es sich häufig schwierig, scharfe Aufnahmen zu erzeugen. Einige Tipps helfen, gelungene Urlaubsfotos zu erstellen, welche die besondere Stimmung unabhängig der vorhandenen Lichtverhältnisse einfangen und damit eine gelungene Urlaubserinnerung bieten.

Tipps für schöne Urlaubsfotos

Fotos sind in der heutigen Zeit sehr weit verbreitet. Jeder kann sie mit dem Handy oder der Digitalkamera erzeugen. Doch bevor gute Fotos von der Reise erstellt werden, sollten einige Tipps beachtet werden:

  • Ausrüstung: Für professionelle Urlaubsfotos ist eine System- oder Spiegelreflexkamera von Vorteil. Private Reisefotos lassen sich auch mit einer guten Digitalkamera oder dem Smartphone bzw. Tablet erzeugen. Zusätzlich wird ein Stativ für wackelfreie Aufnahmen benötigt. Das ist insbesondere für Aufnahmen von Menschen wichtig, damit der richtige Moment in aller Ruhe abgepasst werden kann. Soll der Fotograf mit auf das Foto, dann haben sich Hilfsmittel wie Funk- oder Fernauslöser bewährt.
  • Lichtverhältnisse: Mit dem richtigen Licht lassen sich gute Aufnahmen erstellen. Das Morgenlicht, etwa eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang, bietet die idealen Bedingungen für einen Schnappschuss. Aber auch kurze Zeit vor dem Sonnenuntergang sind die Bedingungen vergleichbar.
  • ISO: Sind die Lichtverhältnisse nicht ideal, wie es in den dunklen Jahreszeiten häufig der Fall ist, dann hilft die richtige ISO Einstellung. Sie regelt die Filmempfindlichkeit. Ist wenig Licht vorhanden, muss sie besonders empfindlich eingestellt werden. Für Laien ist die ISO Automatik häufig ausreichend.
  • Maßstab: Er entscheidet über die Wirkung des Motivs. Wird eine Person neben einem imposanten Gebäude fotografiert, erscheint sie klein. Auch andersherum lässt sich dieser Effekt nutzen.
  • Perspektivenwechsel: Außergewöhnliche Fotos lassen sich produzieren, indem der Fotograf die Perspektive wechselt. Von unten nach oben hin fotografiert erlangen Menschen mehr Größe und Präsenz.
  • Belichtungskorrektur: Sie sorgt dafür, dass die Fotos heller oder dunkler aufgenommen werden. Das bietet sich bei Porträtaufnahmen an, wodurch die Gesichtshaut heller und ebenmäßiger erscheint.
  • Autofokus: Erfahrene Fotografen fokussieren gerne selbst. Dem ungeübten Auge können jedoch Details entgehen, welche der Autofokus wahrnimmt.

Wer gerne fotografiert, sollte auf jeden Fall den Speicherplatz vorab prüfen und einen zweiten Akku zur Hand haben. Das erspart lästige Wartezeiten beim Aufladen.

Die richtigen Einstellungen für verschiedene Urlaubsfotos

Porträts oder Gruppenfotos vor einer beeindruckenden Kulisse sind beliebt. Wackelfrei werden sie durch die Verwendung von Stativen. Die richtigen Einstellungen von Licht, Blende und Tiefenschärfe geben den Aufnahmen die richtige Wirkung. Mit größeren Blendzahlen werden höhere Schärfetiefen erzielt. Wird die Belichtungszeit zeitgleich verlängert, lassen sich selbst größeren Gruppen bis in die hintersten Reihen scharf ablichten. Je höher die Belichtungszeit gewählt wird, desto größer ist jedoch auch die Gefahr, dass kleinste Bewegungen für Verzerrungen sorgen. Ebenso sind die ISO-Werte entsprechend anzupassen. Zu hohe Einstellungen sorgen an dieser Stelle für unerwünschtes Bildrauschen.

Tipp:
Insbesondere bei Gruppenfotos kann es dauern, den richtigen Moment zum Fotografieren abzupassen. Die Serienbildfunktion kann an dieser Stelle Abhilfe schaffen. Damit lassen sich innerhalb kurzer Zeit viele Fotos erzeugen und man kann anschließend das schönste auswählen.

Besonderheiten bei schwierigen Lichtverhältnissen

Im Herbst und Winter ist es häufig dunkel, wodurch zusätzliche Beleuchtung notwendig wird. Sollen die Aufnahmen bei künstlichem Licht im Innenraum erzeugt werden, sind Einstellungen der Farbtemperatur hilfreich. Sie verhindern unschöne Farbstiche. Eine besondere Herausforderung sind neben Aufnahmen von Menschen Schnappschüsse bei schwierigen Lichtverhältnissen, beispielsweise von einem Feuerwerk. Mit der richtigen Einstellung gelingen auch diese Aufnahmen. Bewährt haben sich eine geringe ISO-Zahl gegen das Bildrauschen, lange Belichtungszeiten von 10 bis 30 Sekunden, ein großer Blendwert und möglichst viele Aufnahmen. Der sonst so beliebte Autofokus ist bei schwierigen Lichtverhältnissen nicht immer ideal. Die Dunkelheit ist an dieser Stelle Teil der Aufnahme. Probeaufnahmen vor dem eigentlichen Feuerwerk helfen, die richtige Schärfe für die Dunkelheit und die Umgebung zu ermitteln.

Foto-Apps zur Fotooptimierung

Foto-Apps zählen mit zur Ausrüstung. Wer häufig Fotos mit dem Smartphone oder Tablet erstellt, wird bereits eine passende Foto-App benutzt haben. Mit diesen lassen sich die erstellten Aufnahmen optimieren und kleine Fehler beseitigen. Für Laien ist es jedoch oftmals schwer, aus der schier unendlichen Auswahl an Foto-Apps die passende auszuwählen. Bewertungen anderer Nutzer und Foto-App-Tests bieten eine gute Entscheidungshilfe.

Zu den bekannten Foto-Apps zählen Adobe Photoshop, PicsArt, PhotoDirector und andere. Sie enthalten Tools zur nachträglichen Bildoptimierung. Filter und Effekte verleihen den Urlaubsbildern den besonderen Schliff. Fotos lassen sich aufwerten oder künstlerisch gestalten. Kontrast, Sättigung, Helligkeit und Farbton werden automatisch aufgepeppt, wodurch manuelle Korrekturen überflüssig werden.

Richtig Fotografieren mit Hilfe von Tipps und Tools

Urlaubsfotos sind in der heutigen Zeit Bestandteil einer jeden Reise. Teure Kameras liefern besonders gute Ergebnisse. Mit günstigen Digitalkameras und Smartphones lassen sich auch gute Urlaubsfotos erzeugen. Wer einige Tipps und Hilfestellungen befolgt, erhält die Möglichkeit, die Stimmungen der Reise anhand der selbst erzeugten Aufnahmen einzufangen. Eine nachträgliche Bearbeitung ist dank Foto-Apps möglich. Aber letztendlich gilt auch auf dem Weg zum richtigen Fotografieren, dass die Übung den Meister macht. Der Umgang mit der Kamera sollte bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen erprobt werden. Dann steht gelungenen Urlaubserinnerungen nichts im Wege.