Usedoms Sanddorn: Die gesunden Früchte der Küste

08.12.2020, von Konstanze Eichner

Sanddorn aus Usedom: Nicht nur zur Weihnachtszeit beliebt

Der Sanddorn ist auch als die „Zitrone des Nordens“ oder als Dünendorn bekannt. Die Beeren sind klein, schmecken fruchtig-säuerlich und gelten als sehr gesund. In den Beeren stecken viele gesunde Inhaltsstoffe und ihre Wirkung wird in der Medizin und in Kosmetikprodukten geschätzt. Auch auf Usedom ist Sanddorn zu finden. Denn eine weitere Besonderheit dieser Pflanze ist, dass sie sogar auf Dünen wächst. Schon von Weitem sind die Sträucher an den orangefarbenen Sanddornbeeren erkennbar. Damit ist es nicht verwunderlich, dass der Sanddorn Usedoms in vielen Produkten, von Sanddornsaft über Sanddorn-Likör bis hin zu Sanddorn-Ölen zu finden ist.

Woher kommt der Sanddorn?

Sanddorn kommt ursprünglich aus Nepal. Von dort aus hat sich die Pflanze langsam nach China, Russland und auch nach Kanada verbreitet. In der heutigen Zeit wächst Sanddorn in vielen Ländern der Erde. China, Frankreich und Deutschland zählen mittlerweile zu den größten Produzenten. In Deutschland wächst Sanddorn vor allen Dingen in den Küstenregionen. An der Nord- und Ostsee ist das Gewächs weit verbreitet. Die sommergrünen Sträucher werden bis zu sechs Meter hoch und tragen je nach Sorte von Anfang August bis in den Dezember viele kleine Früchte. Diese sind in reifem Zustand orangegelb bis orangerot gefärbt und wachsen in großer Anzahl an den Zweigen. Und auch in immer mehr Gärten ist der pflegeleichte Strauch zu finden.

Die lateinische Bezeichnung des Sanddorns lautet „hippophae rhamnoides“. Das lässt sich mit den Worten „glänzendes Pferd kreuzdornartig“ übersetzen und weist auf die frühere Verwendung sowie die kräftigen Dornen des Strauches hin. Bereits im Altertum wurde Sanddorn aufgrund der wertvollen Inhaltsstoffe geschätzt und den Pferden unter das Futter gemischt. Durch diesen Zusatz sollten sie ein glänzendes Fell erhalten.

Warum wächst Sanddorn auf Usedom so gut?

Die hohen und breit wachsenden Sträucher bevorzugen sonnenreiche Standorte mit viel Platz. Im Schatten wächst Sanddorn nicht, sondern geht ein. Jedoch stellt Sanddorn ansonsten keine hohen Ansprüche an seine Umgebung. Als sogenannte Pionierpflanze ist Sanddorn besonders anpassungsfähig und wächst auch in nährstoffarmen Böden. Selbst Trockenzeiten übersteht das robuste Gewächs. Deshalb ist es auch im Gebirge auf alpinen Schotterflächen, in den sandigen Böden der Küstenregionen sowie an grobsandigen Flussufern zu finden. Feste und lehmige Böden mag die Pflanze nicht. Deshalb bietet Usedom mit seinen Küstenregionen und den vielen sonnenreichen Tagen für den Sanddorn die idealen Bedingungen zum Gedeihen.

Dank der Fähigkeit, selbst in den sandigen Dünen zu wachsen, wurde Sanddorn auf Usedom gezielt zum Küstenschutz eingesetzt. Denn in dem feinen Sand der Dünen können nur wenige Pflanzen wachsen. Doch die Bepflanzung der Dünen ist elementar für den Küstenschutz. Der Sanddorn hält mit seinen tiefen Wurzeln den Sand fest und trägt damit zum Erhalt der Landschaft bei.

Warum sind die Sanddornbeeren so wertvoll?

Die Früchte des Strauches sind besonders reich an Vitamin C. Sie enthalten sogar mehr dieses Vitamins als Zitronen, wodurch bereits zwölf der kleinen Beeren ausreichen, um den täglichen Bedarf an Vitamin C zu decken. Denn in 100 Gramm Sanddorn sollen rund 450 Milligramm Vitamin C stecken. Bei Zitronen liegt dieser Gehalt bei etwa 60 Milligramm je 100 Gramm und ist dementsprechend geringer. Darüber hinaus enthält Sanddorn noch viele weitere wertvolle Inhaltsstoffe. Zu diesen zählen unter anderem:

  • Provitamin A
  • Vitamin B12
  • Vitamin E
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Mineralstoffe
  • Carotinoide
  • Flavonoide

Aufgrund der Inhaltsstoffe gelten die kleinen Beeren sie als wahre Powerfrüchte, die pur vom Strauch, aber auch verarbeitet ihre Wirkung entfalten. Aus dem Fruchtfleisch wird Öl gewonnen, welches reich an ungesättigten Fettsäuren ist. Durch den hohen Gehalt an Vitamin B12 ist Sanddorn zudem interessant für Vegetarier und Veganer. Denn für sie gibt es nur wenige Lebensmittel, die dieses Vitamin enthalten.

Wie wirkt Sanddorn auf den Körper?

Aufgrund der vielen wertvollen Inhaltsstoffe kommt Sanddorn gerne in Kosmetika sowie in der Medizin zum Einsatz. Von innen heraus sollen Vitamin C und die anderen Inhaltsstoffe das Immunsystem stärken und vor Erkältungen schützen. Damit ist Sanddorn insbesondere in der kalten Herbst- und Winterzeit beliebt.

Für Kosmetikprodukte, wie Cremes oder Lotionen, wird das Öl des Sanddorns aufgrund seiner regenerierenden, schützenden und beruhigenden Wirkung geschätzt. Das Öl wird aus dem Fruchtfleisch gewonnen und soll die natürliche Hautbarriere schützen, einem Flüssigkeitsverlust und Falten entgegenwirken. Zugleich wird dem Sanddorn-Öl eine entzündungshemmende und wundheilungsfördernde Wirkung nachgesagt, weshalb es gerne bei trockener, strapazierter Haut sowie Hautschäden und Allergien angewandt wird. Außerdem ist Sanddorn ein wichtiger Bestandteil in der traditionellen chinesischen Medizin und wird in der Naturheilkunde präventiv gegen die unterschiedlichsten Krankheiten eingesetzt.

Welche Produkte aus Sanddorn gibt es?

Die Ernte der Sanddornbeeren ist aufgrund der langen und kräftigen Dornen des Strauchs oft mühsam und erfordert etwas Erfahrung. Doch der Aufwand lohnt sich, denn Sanddorn lässt sich auf vielfältige Weise verarbeiten. Besonders beliebt für den täglichen Frühstückstisch sind Produkte wie Sanddorn-Saft, Honig, Marmelade und Tee. Der Tee wird aus den getrockneten Sanddornbeeren hergestellt. In Kombination mit anderen Wildfrüchten ergibt sich ein schmackhafter und wohltuender Tee. Aber auch als Punsch, Sanddorn-Likör, gebacken in Plätzchen oder als Bestandteil von gehaltvollen Smoothies kommt Sanddorn zum Einsatz. Die Zutaten dafür können in vielen Shops im Internet bestellt werden oder sie sind direkt vor Ort auf Usedom erhältlich. In den Geschäften, Wochenmärkten und Hofläden Usedoms ist die Auswahl an frischen Produkten mit Sanddorn groß. Sogar Sanddorn-Bonbons zum Lutschen oder Wein aus Sanddornbeeren stehen zur Auswahl.

Der Sanddorn Usedoms als Geschenk mit Urlaubs-Feeling

Wer sich das Usedom-Feeling aus dem Urlaub mit nach Hause nehmen möchte kann sich die Produkte direkt auf Usedom kaufen oder online bestellen. Auf der Insel gibt es viele Anbieter, die selbst fruchtige Marmeladen mit Sanddorn, in Kombination mit anderen Früchten oder Kräutern anbieten. Eine besondere Spezialität in diesem Zusammenhang ist der Sanddorn-Senf oder das Sanddorn-Salz, mit welchem viele Speisen eine besondere Note erhalten.

Die orange-leuchtenden Sanddornbeeren erinnern viele an die Urlaubszeit auf Usedom. Damit ist es nicht verwunderlich, dass Geschenke aus Sanddorn im Winter auch zum Bestellen für zu Hause beliebt sind. Geschenke, die aus dem Sanddorn Usedoms hergestellt wurden, sind beispielsweise Seife, Sanddorn-Likör, die wertvollen Öle sowie der fruchtig-säuerliche Sanddorn-Saft, der sehr gesund ist.

Sanddorn: Gesund und aromatisch in der Weihnachtszeit

Wer Sanddorn lieber selbst verarbeiten möchte, kann diesen außer auf dem Markt oder im Hofladen auf Usedom am ehesten tiefgekühlt in russischen Supermärkten kaufen. Da sich die Erntezeit bis in den November und mitunter den Dezember hinein erstreckt, kann der Sanddorn auch die Herbst- und Winterküche ergänzen. Beispielsweise mit selbstgemachter frischer Marmelade oder die kleinen Beeren werden pur in das morgendliche Müsli gegeben. Aber auch Sanddorn-Plätzchen lassen sich einfach selbst backen.

Passend zum aromatischen Gebäck für die Weihnachtszeit kann beispielsweise Sanddorn-Punsch oder Tee aus dem getrocknetem Sanddorn Usedoms hergestellt werden. Dieses Getränk wärmt an kalten Tagen von innen heraus und stärkt zugleich das Immunsystem durch den hohen Gehalt an Vitamin C. Eine Alternative zur Verarbeitung der frischen Beeren ist beispielsweise Sanddorn-Sirup. Aus diesem kann sich jeder sein ganz individuelles Getränk herstellen und damit auch fernab der Insel eines der fruchtigen Heiß- oder Kaltgetränke genießen.

Der Sanddorn Usedoms: Wohltuend für Geist und Körper

Der Sanddorn Usedoms ist an den Stränden der Insel allgegenwärtig und schützt die Küste. Vielerorts wird der Sanddorn angeboten und ist bereits zu Beginn des Tages eine gesunde Bereicherung für den Frühstückstisch. Wer sich das Usedom-Feeling aus dem Urlaub nach Hause holen möchte, kann die Produkte im Internet kaufen oder tiefgekühlte oder getrocknete Sanddornbeeren weiterverarbeiten. Selbstgemachter Sanddorn-Likör oder Sanddornsaft für die ganze Familie stärken die Abwehrkräfte und wirken wohltuend. Insbesondere im Winter kommen die vielen positiven Eigenschaften des Sanddorns zum Tragen und helfen, gesund und vital durch die kalte Jahreszeit zu kommen.