Forstamt Neu Pudagla 

Forstamt Neu Pudagla

Direkt von der Bundesstraße (B 111) führt eine Allee mit zum Teil 160 Jahre alten Bäumen und Kopfsteinpflaster zum Forstamt Neu Pudagla. Der Forsthof hält mit dem Waldkabinett und Usedomer Gesteinsgarten einige spannende Entdeckungen für Sie bereit. Sitzgarnituren aus Holz sowie ein überdachter Pavillon laden zum Verweilen ein. Im auf dem Forsthof befindlichen Wald- und Wildladen gibt es zudem warme Speisen und Getränke. Ein Hingucker ist unser Insektenhotel und der Schwalbenbaum.

Waldkabinett

Auf dem historischen Gebäudekomplex präsentiert sich das Waldkabinett mit einer sehenswerten Ausstellung auf zwei Etagen. Es verspricht überraschende Sichtweisen auf den scheinbar so vertrauten Wald. Auf rund 160 Quadratmetern haben wir aus dem Lebensraum Wald ausgewählte Pflanzen und Tiere exponiert. Beim Naturquiz haben Sie die Möglichkeit, Namen von Pflanzen und Tieren des Waldes zu erraten. Teile von Ihnen verbergen sich in der kleinen Fühlbox. Intermedial präsentieren wir Ihnen die Aufgaben eines Försters oder den Weg vom Baum zum Brett in der von der Landesforst erstellten Präsentation. Wissen Sie, wieviel Wasser unter einem Laubwald versickert und als Trinkwasser zur Verfügung steht? Fasziniert blicken unsere Besucher auf die jahrhundertealten Baumscheiben. In der Ausstellung „400 Millionen Jahre Wald“ sind zudem fossile Zeitzeugen aus dem Devon bis zur Gegenwart zu bewundern. Die Exponate stammen von Usedom, aus Vorpommern, Europa und aus der ganzen Welt, beispielsweise aus Südamerika (Brasilien, Argentinien), Afrika (Simbabwe, Kongo, Madagaskar) und Asien (Indonesien). Eine Auswahl an heimischen Singvogelnestern und einige Greifvögel ganz aus der Nähe betrachtet, soll Sie zu eigenen Entdeckungstouren anregen. Am äußeren Giebel des Waldkabinetts ziehen im Sommer mehr als einhundert Mückenfledermäuse ihre Jungen in sogenannten Wochenstuben groß. Deren Ausflug können Sie dann in der Dämmerung beobachten.

Gesteinsgarten

Die hinter dem Waldkabinett gelegene Freiluftausstellung gibt Ihnen einen Einblick in die geologische Vergangenheit der Vorpommerschen Landschaft. Der Usedomer Gesteinsgarten verspricht eine historische Reise durch Raum und Zeit. Die Reise führt etwa 13.000 Jahre zurück bis an das Ende der letzten Eiszeit. Die Gletscher waren hier bis zu 1.000 Meter mächtig. Als sie abtauten, hinterließen sie Schluff, Geröll und Steine verschiedenster Größe. Der älteste Stein unserer Sammlung ist etwa 2 Milliarden Jahre alt und der Schwerste wiegt rund 11,4 Tonnen. Auf den beschrifteten Infotafeln erfahren Sie, woher die über 160 Exponate stammen und zu welchem Ursprungsgebirge sie gehörten. Dadurch wird der Weg der Gletscher nachvollziehbar. Die Herkunftsgebiete befinden sich mitunter 1.000 km von der Insel Usedom entfernt. So führt der 300 m lange Rundweg von Bornholm über Südschweden bis nach Finnland und über den bottnischen Meerbusen und die Ostsee über Rügen zurück nach Usedom. Auf Grund seiner Komplexität und wissenschaftlich fundierten Basis zählt der Usedomer Gesteinsgarten zu den bedeutendsten Geschiebesammlungen im europäischen Raum. Der Usedomer Gesteinsgarten entstand in Kooperation des Instituts für Geographie und Geologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und dem Forstamt Neu Pudagla.

Bildquelle: Forstamt Neu Pudagla

Kontakt

Forstamt Neu Pudagla, 17459 Seebad Ückeritz,Tel. 038375 2911-0 oder -36,
neupudagla@lfoa-mv.de, www.wald-mv.de/Waldbesucher