Dienstag, 28 September 2021 11:27

Campingplätze auf Usedom

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Von Naturcamping, über Dünencamping bis zur Ferienwohnung

Übernachten mitten in der Natur oder Wellnessprogramm im Hotel? Welcher Urlaubstyp bist du?

Während das Hotel- und Gaststättengewerbe stark unter dem monatelangen Lockdown gelitten hat, hat die Camping-Branche tatsächlich von der Corona-Krise profitiert. Aber warum ist Camping eigentlich so beliebt? Ob im Wohnmobil, Wohnwagen, Campingbus oder im Zelt – es ist wahrscheinlich einfach das Gefühl von Freiheit. Ein Wort, welches aufgrund vieler Einschränkungen in der Corona-Pandemie wohl noch mehr an Bedeutung gewonnen hat. Nun bin ich tatsächlich nicht so der Camping-Typ, jedenfalls nicht im Zelt, aber so eine kleine Tour mit einem Campingbus könnte ich mir schon sehr gut vorstellen! Usedom mit Marika´s Inselbus entdecken! Das sollte ich wohl mal in Angriff nehmen!

 

Natur Camping Usedom in Lütow auf der Halbinsel Gnitz – Natur pur!

Ich fahre in den Inselnorden auf die Halbinsel Gnitz – ich liebe diese Ecke von Usedom! Abseits vom Trubel der Promenaden, ruhig, idyllisch und es duftet hier einfach nur nach Wald, Wiesen und Wasser. Herrlich! Beim Natur Camping Usedom angekommen, wirkt es hier schon sehr verlassen und teilweise ein wenig abgewohnt – das Saisonende naht. Aber ein paar Dauercamper und Surfer haben es sich hier immer noch sehr gemütlich gemacht. Der Campingplatz ist hier ideal für Familien, besonders für Kinder. In der Hauptsaison wird hier viel Animation angeboten. Es wird gemalt, gebastelt, gespielt, gewandert oder Stockbrot am Lagerfeuer genascht. Auf drei Abenteuer-Spielplätzen und in der Spielbude können die Lütten sich hier richtig austoben. Für Sportbegeisterte lädt hier das Team vom Wassersport Usedom zum Windsurfing und zu Segelkursen ein. An der Verleihstation von Usedom-Rad kannst du Räder ausleihen und die Insel erkunden oder einfach mal wandern gehen. Entdecke die stillen Ecken, die kleinen Fischerdörfer und mit etwas Glück kannst du sogar den Seeadler beim Jagen beobachten. Selbst der Familienhund wird sich hier richtig wohlfühlen. Mein kleiner Fritz kam aus dem Schnuppern gar nicht mehr heraus und wollte auch nicht mehr nach Hause. Natur Camping Usedom auf der Halbinsel Gnitz bedeutet für mich echt den Alltag hinter sich zulassen und bei den grandiosen Sonnenuntergängen die Seele baumeln zu lassen - direkt an der Steilküste zur Krumminer Wiek. Die Aussicht ist einfach atemberaubend! Das Gelände ist ca. 18 Hektar groß, zum Teil unparzelliert und für Zelte, Caravans, Wohnmobile, Blockhütten, Ferienhäuser sowie Großraumzelte von Ostern bis Oktober mietbar. Diesen Ort musst du unbedingt entdecken:

www.natur-camping-usedom.com


5***** DÜNENCAMP KARLSHAGEN – Ideal für Traditionscamper & junge Camperfamilien!

Von der Halbinsel Gnitz mache ich mich auf den Weg über Krummin und Mölschow auf nach Karlshagen. Hier campst du tatsächlich inmitten der Natur! Umgeben von hohen Kiefern und direkt am Ostseestrand. Der Urlaub mit der ganzen Familie wird in diesem 5-Sterne-Dünencamp zu einem ganz besonderen Erlebnis. Der Campingplatz erstreckt sich ca. einen Kilometer entlang der Ostseeküste, unmittelbar hinter den Dünen. Das Dünencamp Karlshagen befindet sich im Norden Usedoms, dem bis heute unberührtesten Teil der Ostseeinsel. Tatsächlich bin auch ich großer Fan von diesem Teil der Insel Usedom. Die Orte hier sind nicht so überlaufen und du triffst auf viele junge Familien. Erkunde von hier aus auch unbedingt den Peenemünder Haken mit seiner historischen Geschichte, seinen Museen und die Pflanzen- und Tierwelt. Am Strand von Peenmünde kannst du im Übrigen richtig gut Bernsteine sammeln.

www.duenencamp.de


CAMPINGPLATZ "OSTSEEBLICK" in Trassenheide – viel Spaß für Kinder & vor allem Wassersportler!

Über die Zeltplatzstraße geht es weiter in Richtung Trassenheide. Direkt hinter der Düne im schönen Kiefernwald gelegen, gelangst du mit nur wenigen Schritten an den weißen, feinsandigen Ostseestrand. Familien mit Kindern schätzen hier insbesondere den Flachwasserbereich, in dem nach Lust und Laune getobt werden kann. Das Ostseebad Trassenheide ist durch das Land Mecklenburg-Vorpommern als familienfreundliche Gemeinde ausgezeichnet und bietet zahlreiche Angebote, die speziell auf Familien ausgerichtet sind. Der nahe gelegene Sportstrand lädt nicht nur Kinder, sondern auch Sportbegeisterte jeden Alters ein, verschiedene Wassersportarten kennen zu lernen, wie z.B. Windsurfern oder das Stand Up Paddeling. In Trassenheide kann ich dir wärmstens die Sport- und Strandbar Surfbox Trassenheide empfehlen. Ob Windsurfen, Kanu oder SUP - mit oder ohne Kurs - das Leihmaterial findest du direkt an der Surfbox. Und bei einem leckeren Cocktail kannst du hier gleich den Tag ausklingen lassen.

www.campingplatz-ostseeblick.de


Familien-Campingplatz POMMERNLAND – mitten im Ostseebad Zinnowitz!

Von Karlshagen und Trassenheide gelangst du über die Zeltplatzstraße direkt nach Zinnowitz. Eine richtige gute Anbindung, um die Orte mit dem Rad zu erkunden. Hier grenzt ein Campingplatz an den anderen. Besonders mag ich diese kleinen Hütten direkt im Wald und ganz nah am Strand, an denen du auf dem Weg nach Zinnowitz unmittelbar vorbeigelangst.
Der Familiencampingplatz Pommernland mit einer Gesamtfläche von 7,5 ha liegt landschaftlich reizvoll am westlichen Ortsrand des Ostseebades Zinnowitz, eingebettet in die sanften Hügel des Küstenschutzwaldes. Dieser Campingplatz bietet Stellplätze für Wohnwagen, Wohnmobile, Kleinbusse und Zelte. Verschiedene Mietobjekte sind Blockhäuser, Mobilheime, Mietwohnwagen, Schäferhütten, Campingfässer & Übernachtungshütten. Den Gästen stehen außerdem drei moderne Waschhäuser, zwei Kleinkinderwaschhäuser; Waschmaschinenräume und Behindertensanitärraum sowie zwei Spielplätze, Fahrradverleih, Tischtennisplatten zur Verfügung. Spiel und Spaß also für die gesamte Familie, egal ob groß oder klein. Campen direkt in einem Ostseebad – hier wird es auf jeden Fall schon mal nicht langweilig.

www.camping-zinnowitz.de


Camping & Freizeitpark AM DÜNENGELÄNDE in Zempin – ganz nah am Meer!

Wenn du mit dem Fahrrad von Zinnowitz nach Zempin radelst, kommst du direkt hier vorbei. Dieser Campingplatz liegt genau zwischen den beiden Ostseebädern, direkt hinter der Düne und bietet genug Platz für Wohnmobil, Wohnwagen sowie Zelte. Die Stellplätze sind durch Hecken parzelliert, was das Ganze sehr ruhig und idyllisch wirken lässt. Darüber hinaus kannst du sogar ein Wohnwagen mit Vorzelt mieten, wenn du keinen eigenen hast oder du machst es dir in einem der tollen Strand- und Finnhütten oder gar in einem Campingfass oder Pod gemütlich. Köstlich verpflegt wirst du direkt vor Ort in der Spelunke, mit unmittelbaren Strandzugang. Die Nähe zum Meer ist auch hier wieder grandios.

www.camping-zempin.de


Campingplatz AM SANDFELD im Ostseebad Koserow – ein echter Geheimtipp!

Weiter geht´s nach Koserow und mit einem, ich würde fast sagen - Geheimtipp für Camper! Der Campingplatz am Sandfeld hat mittlerweile sogar die begehrten vier Sterne. Er ist klein und fein: 175 Plätze für insgesamt 500 Personen werden auf diesem privat betriebenen Areal vorgehalten. Darunter sind einige wenige Dauercamper sowie Stellplätze für Wohnwagen und ein heimeliger Zeltwald. Seit über 20 Jahren wird der Campingplatz Am Sandfeld als Familienunternehmen geführt. Von 1991 an haben zunächst die Familie Feest den Campingplatz modernisiert und aufgebaut. (Vor der Wende wurde er bereits in viel größerem Ausmaß von der Gemeinde bewirtschaftet.) Im Jahr 2006 war es dann Zeit für die nächste Generation und so führen nun die Kinder der Familie Feest, die Familie Rosenzweig, das kleine Familienunternehmen weiter. Dabei ist das kleine Team stets mit Leidenschaft und Schaffenskraft bemüht, den Gästen einen angenehmen und erholsamen Urlaub hier auf Usedom zu bereiten. Beide haben noch viele Ideen, wie zum Beispiel der Bau einer Sauna, ebenso die Sanierung der Sanitäranlagen. Die Wünsche der Gäste haben für die Betreiber oberste Priorität. Hier findest du also Ruhe und Erholung fernab von Animation und großen Events.
Zusammengefasst: 150 Stellplätze, vom 1. April bis 30. September geöffnet. Strand und Koserower Steilküste etwa zehn Gehminuten entfernt. Alle Stellplätze verfügen über Strom- und TV-Anschlüsse.

www.amsandfeld.de


CAMPINGPLATZ STUBBENFELDE – Idylle pur!

Von Koserow aus mache ich mich auf den Weg nach Stubbenfelde. Camping direkt am Meer! Ob mit Zelt, Caravan, Wohnmobil oder Urlaub mit dem Wohnwagen, ob unter „freiem Himmel“ oder in einem festen Quartier. Es gibt viele gute Gründe, warum du deinen Urlaub in Stubbenfelde verbringen solltest: Dieser Campingplatz ist ein Familienbetrieb mit 270 Stellplätzen für Wohnwagen, Wohnmobile und Zelte sowie Blockhäuser, Ferienwohnungen und Bungalows liegt inmitten des Naturparks Insel Usedom, abseits der Hektik, mit 200 Jahre alten Buchen und Eichen, direktem Strandabgang zum kilometerlangen, breiten, weißen Sandstrand in unmittelbarer Nähe des Kölpinsees, einem Angelparadies sowie Biotop mit Brutplätzen vieler Vögel. Stubbenfelde ist genauso super zentral gelegen – von hier aus kannst du Usedom in allen Richtungen entdecken. Ich mag hier die Ruhe, da der Campingplatz nicht zu groß ist und die Nähe zum Strand sehr. Idylle pur:

www.stubbenfelde.de


NATURCAMPINGPLATZ "AM STRAND" in Ückeritz – mein zweites Zuhause!

Mit diesem Campingplatz hege ich eine ganz besondere Verbindung. Aber dazu gleich mehr. Auf der schmalen Landenge der Insel Usedom zwischen Ostsee und Achterwasser liegt das Ostseebad Ückeritz, eines der vier Usedomer Bernsteinbäder. Es ist das waldreichste Seebad der Insel und bietet seinen Gästen ein fantastisches Naturparadies. Die rohrgedeckten Häuser in der Nähe des Achterwassers erzählen vom Ursprung des Ostseebades als kleines Fischer- und Bauerndorf, das sich erst allmählich, mit Zunahme der Zahl der Badegäste, in Richtung Ostsee ausbreitete. In dieser Idylle befindet sich einer der größten und landschaftlich schönsten Campingplätze der Insel. Zwischen Ückeritz und Bansin parallel zum Strand liegt der Naturcampingplatz Ückeritz und die 700 Stellplätze bieten viel Platz für Zelte, Wohnwagen und –mobile. Und dies nur wenige Meter vom Ostseestrand entfernt. Du findest Einkaufs- und Kochmöglichkeiten, kleine Gaststätten, Waschmaschinen, Trockner, WLAN (im Rezeptionsbereich) und vieles mehr für einen schönen Campingurlaub. Nur wenige Meter vom fast unberührten Strand entfernt hörst du bereits das Rauschen des Meeres. Weit weg vom hektischen Alltag erlebst du hier Entspannung, atmest die gesunde Meeresluft und schöpfst wieder Kraft. Und genau dies tue ich hier mittlerweile ziemlich oft und sehr gerne. Während des zweiten Lockdowns habe ich hier fast sieben Monate lang in einer Strandwohnung leben dürfen. Schließlich standen diese leer und mussten bewacht werden. Ein Traumjob, würde ich sagen. Da der Strand tatsächlich nur wenige Meter entfernt ist, bin ich jeden Morgen im Dunkeln dorthin gelaufen, habe auf den Sonnenaufgang gewartet und gefühlt hunderte Fotos geschossen. Und jedes Mal hatte der Himmel eine andere Farbe. Ich liebe es, an der Ostsee entlang bis zum „Utkiek“ zu laufen und über die Strandstraße wieder zurück. An jeder Ecke gibt es was zum Schlemmen, eine Minigolfanlage und sogar eine Beachbar direkt am Meer. In der Kurmuschel finden während der Saison Veranstaltungen statt, sofern es die Bestimmungen wieder zulassen. Der Campingplatz ist so zentral gelegen und so gut an das Fahrradwegenetz angebunden, dass ich von hier aus fast alle Ecken von Usedom erkundet habe.

www.campingplatz-ueckeritz.de


NANDALEE Camping Usedom – mein absolutes Highlight!

Schon beim Betreten des kleinen Campingplatzes tauchst du in eine komplett andere Welt. Die Musik, die Atmosphäre, der Stil – es erinnert ein wenig an die Hippie-Zeit. Einfach magisch!
Eingebettet in die idyllische Hügellandschaft der „Usedomer Schweiz“ besticht dieser Campingplatz durch seine direkte Lage am Schmollensee und seine Nähe zu den „Drei Kaiserbädern“ Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck. Das Seebad Bansin ist nur drei Kilometer entfernt. Dorthin führt ein Waldweg am See, der sehr beliebt ist bei Wanderern und Radfahrern. Ansonsten unberührte Natur soweit das Auge reicht! Dieser familiäre Campingplatz verfügt über eine Kapazität von nur ca. 70 Stellplätzen für Wohnwagen, Wohnmobile und Zelte und genau das macht es für mich aus. Sanitäre Einrichtungen, Wasser- und Stromanschluss sind in ausreichendem Maße vorhanden und mit so viel Liebe und Leidenschaft gestaltet. Die Lounge mit Bistro und Biergarten bietet dir einen grandiosen Blick auf den Schmollensee und lädt nicht nur zum gemütlichen Verweilen ein, sondern ist auch eine Begegnungsstätte für Menschen mit guter Laune. Auch das ist mir sehr wichtig!

Was ist Nandalee?

… ein Ort, wo

Unvollkommenheit, vollkommen ist

Langsamkeit, Bewegung erzeugt

Stillstand, Wachstum hervorbringt

aus Traurigkeit, Freude erwächst

Fremde, zu Freunden werden

… das ist Nandalee – ein Campingplatz, wo der Zauber des Augenblicks Erinnerung wird!

www.nandalee-camping.de


Peenecamp Wolgast

Auch Wolgast wollen wir nicht vergessen zu erwähnen! Der ruhige und gemütliche Campingplatz direkt am Peenestrom in Wolgast verfügt neben ca. 30 Stellplätzen für Wohnmobile und Wohnwagen auch über Bootsliegeplätze und einem eigenen Wasserzugang für kleinere Boote. Fernab vom ganzen Trubel findest du auf dem von großen Bäumen umfriedeten Campingplatz absolute Ruhe. Hier kannst du dem Alltagsstress komplett entkommen und direkt am Peenestrom die Seele baumeln lassen. Die Kaikante ist ideal zum Angeln. Du kannst auch dein eigenes Boot / Kanu / Kajak o.ä. mitbringen und vor Ort zu Wasser lassen, um von dort deine eigene Wasserwanderung zu starten. Für mich als SUP-Liebhaberin ein wundervoller Ort, um nicht nur am, sondern auch auf dem Wasser zu entspannen.

www.peenecamp-wolgast.de

Nach dem ich nun Ende komme, muss ich sagen, dass mich beim Recherchieren, Schreiben und Beschreiben der Campingplätze nun doch das Campingfieber packt. Vielleicht im nächsten Jahr! Und vielleicht ja mit Marika´s Inselbus. Nandalee ich komme!

 

Das bin ich: Usedoms Inselbloggerin

Mein vollständiger Name ist Marika Borowski, ich bin 37 Jahre jung und komme gebürtig vom Festland aus dem Lassaner Winkel. Vom Lassaner Hafen aus hatte ich schon immer freie Sicht auf den Lieper Winkel und auf die Halbinsel Gnitz und war somit meiner Wahlheimat Usedom schon immer sehr nahe verbunden. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie meine Eltern mit mir zum Strand nach Trassenheide oder zum Zelten auf den Gnitz gefahren sind oder wir unsere Verwandten in der Stadt Usedom besucht haben. Für mich war es immer ein tolles Ereignis, meinen Schulfreunden zu erzählen, dass ich Verwandte habe, die auf einer Insel leben. Nun lebe ich selbst bereits seit über 20 Jahren auf Usedom und darf mich schon als ein kleines Inselkind bezeichnen. Ich habe hier den Beruf zunächst zur Hotelfachfrau und anschließend zur Hotelkauffrau erlernt und diesen zu meiner Berufung gemacht. Um unseren Usedom-Besuchern viel mehr über die Insel berichten zu können, habe ich mich selbst auf Entdeckungstour begeben und halte seit gut zwei Jahren alle meine Erlebnisse und Entdeckungen auf der Insel Usedom in meinem Blog fest:

www.marikas-inselblog.de

Montag, 06 September 2021 14:39

Entspannt vor Anker gehen im Naturhafen Krummin

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Seit zehn Jahren betreibt Frank Schmidt mit seinem Team den beschaulichen Naturhafen Krummin. Segler schätzen die idyllische Lage im Schilfgürtel, die moderne Ausstattung und den Rundum-Service. Urlauber und Insulaner lieben die entspannte Atmosphäre und die Geselligkeit auf der Hafenterrasse.

 

Herr Schmidt, als Geschäftsführer des Naturhafens Krummin haben Sie einen beneidenswert schönen Arbeitsplatz. Der Blick auf die Krumminer Wiek ist traumhaft. Nehmen Sie diese Schönheit im Alltag noch wahr?

Tatsächlich muss ich mich zwischendurch immer mal zwingen, innezuhalten und richtig hinzugucken. Neulich war ich einen Tag in Berlin, danach hatte ich den Blick wieder frei. Von den Gästen werde ich permanent darauf angesprochen. Ich versuche sowieso so oft wie möglich die Perspektive des Gastes einzunehmen.

Wie sieht für Sie ein typischer Arbeitstag während der Saison aus?

Morgens mache ich als erstes einen Rundgang am Hafen, um nach dem Rechten zu sehen. Danach geht’s ins Büro. Mittags stehen Marina-Aufgaben an, da ist mein Seglerwissen gefragt. Um 12.45 Uhr ist in Wolgast Brückenzug. Ca. anderthalb Stunden später haben wir hier Hochbetrieb. Dann laufen bis zu zehn Boote auf einmal ein. Große und kleine Boote, routinierte Skipper und unerfahrene Segler mit ihren gecharterten Booten steuern alle gleichzeitig einen Liegeplatz an. Da muss man ganz schön jonglieren, häufig übernehme ich kurzerhand selbst das Steuer. Oft ist Diplomatie und Feingefühl gefragt. Zum Beispiel, wenn ich Segler auffordern muss, ihr Boot nochmal zu verholen, weil sie mit ihrem kleinen Boot eine große Box blockieren. In der Hochsaison ist das ein richtiges Puzzle bis schließlich alles passt. Abends warte ich noch den Nachmittags-Brückenzug ab. Wenn dann alle ihren Liegeplatz gefunden haben, unterstütze ich die Kollegen in der Gastronomie. Ich fasse dann überall dort an, wo es gebraucht wird. Es ist sowieso unser Prinzip, dass wir uns alle gegenseitig unterstützen. Abends steht noch die Kassenabrechnung an. Naja, und gegen Mitternacht bin ich dann zu Hause.

Was gibt es außerhalb der Saison zu tun? Womit beschäftigen Sie sich im Winter?

Wir kümmern uns um die Hausgäste. Die Floating Houses und die Ferienwohnungen im Gutshaus sind auch im Winter belegt. Ansonsten Büro, Backoffice, Bilanz – also die typischen Geschäftsführeraufgaben. Wir planen die Veranstaltungen oder besprechen die Speisekarte. Im Winter bauen wir die Überstunden ab, die wir während der Saison angehäuft haben. 80 Prozent unseres Teams ist ganzjährig beschäftigt. Unter normalen Umständen fahre ich im Winter auf die Messen. Ganz wichtig für‘s Netzwerken sind die ITB und die boot Düsseldorf. Außerdem werden Baumaßnahmen am Hafen durchgeführt. Die Steganlagen sind aus Holz und müssen instandgehalten werden. In den vergangenen Jahren haben wir neue Sanitäranlagen oder die neue Terrasse gebaut. Dieses Jahr wollen wir einen neuen Frühstücksraum schaffen, der das Zelt ersetzen soll. Bevor die Saison wieder losgeht, geht’s für mich immer auf Segeltörn auf dem Mittelmeer. Da kennt mich in den Häfen niemand, und ich kann den Sommer schon etwas vorwegnehmen. Das ist Erholung pur.

Der Naturhafen ist einerseits ein sehr naturbelassener und ursprünglicher Ort. Andererseits bietet er mit den stylischen Floating Houses und den hochwertigen sanitären Anlagen einiges an Qualität, Komfort und erstklassigem Design. Welche Klientel möchten Sie mit dem Angebot ansprechen?

Wir laden jeden herzlich ein, der sich hier wohl fühlt. Das sind Urlauber, die Ruhe, das Bodenständige und das Naturbelassene schätzen. Auf jeden Fall wollen wir im Naturhafen Krummin kein Schickimicki. Die Preisstruktur zieht eine Klientel an, die ein hohes Maß an Qualität schätzt. Die überzeugt offenbar, denn wir haben kaum Preisdiskussionen.

Der Naturhafen Krummin ist als 4 Sterne-Marina zertifiziert. Mit welchen Kriterien hat sich der Naturhafen Krummin für das internationale Blue Star-Marina-Gütesiegel ausgezeichnet?

Die Kriterien für die Zertifizierung sind vielschichtig. Das Angebot der Liegeplätze allein reicht nicht. Ähnlich wie bei den Hotels geht es um Qualität, Service und Dienstleistung. Es werden z.B. die Infrastruktur, die Öffnungszeiten, die Erreichbarkeit des Hafenmeisters und der Service bewertet. Es ist eine große Auszeichnung, dass unsere Anstrengungen honoriert werden. Zum fünften Stern fehlte uns lediglich der Hubschrauberlandeplatz!

Auf der Hafenterrasse begegnen sich die Feriengäste der Floating Houses, Segler, Insulaner und Urlauber im Restaurant. Das ist eine interessante Mischung, die für jede Menge Gesprächsstoff sorgt?

Der Hafen hat sich tatsächlich zu einem richtig schönen Begegnungspunkt entwickelt. Es war von Anfang an klar, dass wir auch den landseitigen Tourismus berücksichtigen wollen. Jetzt sitzen hier Segler, Hausgäste und Urlauber, die mit dem Fahrrad von überall auf der Insel herkommen, beim Bier zusammen und plaudern. Auch Einheimische, die Krumminer Dorfbewohner, setzen sich dazu. Das ist ein bunt zusammen gewürfeltes Trüppchen.

Bevor Sie 2011 mit Ihrem Geschäftspartner den Naturhafen Krummin übernommen haben, haben Sie gemeinsam ein erfolgreiches IT-Unternehmen geführt. Was hat Sie an diesem Neuanfang gereizt und wie haben Sie den Hafen damals vorgefunden?

Ich war damals Mitte vierzig und hatte bereits 25 Jahre Berufserfahrung als selbständiger Unternehmer. Ich saß hauptsächlich im Büro, war ständig von Termin zu Termin im Auto unterwegs. Allmählich beschlichen mich Zweifel, ob ich das noch weitere 25 Jahre genauso weitermachen will. Spaß an der Arbeit ist für mich das Wichtigste. Unsere Firma war auf Tourismus ausgerichtet. Wir haben unsere Kunden aus der Tourismusbranche beim Marketing und Vertrieb mit IT-Lösungen unterstützt. Ich wusste also, dass ich es theoretisch beherrsche. Jetzt hatte ich Lust, meine Kenntnisse praktisch umzusetzen. Ich bin Segler und kenne die Bedürfnisse der Gäste. Ich bin seit Jahren als Unternehmer erfolgreich. Warum also nicht einen Hafen betreiben? Als der Naturhafen zum Verkauf stand, habe ich die Gelegenheit kurzerhand beim Schopfe gepackt.

Ich kannte den Hafen natürlich aus der Seglerperspektive. Mir war klar, welches Potenzial hier schlummerte. Damals war der Hafen ziemlich heruntergekommen, er war 20 Jahre lediglich verwaltet worden. Es fehlte die Investitionsbereitschaft, die Präsenz und das Herzblut eines Inhabers.

Mit Ihrem Konzept versuchen Sie, die Balance zwischen Authentizität und Tourismus zu wahren. Entsprechend spielt das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle. Wie und in welchen Bereichen setzen Sie Nachhaltigkeit konkret um?

Die Balance zwischen Tourismus und Authentizität ist ein Drahtseilakt. Das Wichtigste sind authentische Produkte – die Küste, die Natur. Erfundene Produkte zur Bespaßung der Gäste gibt es überall. Diesen billigen Touri-Kommerz wollten wir auf keinen Fall. Deshalb vernetzen wir uns mit Anbietern, die für naturnahe und nachhaltige Erlebnisse und Produkte stehen. Im Naturhafen bekommen die Urlauber Freizeit- und Wassersportangebote wie geführte Kanutouren, Segelkurse oder Segeltörns mit dem historischen Zeesenboot. Dazu haben wir den neuen Flyer „Usedom pur“ aufgelegt, der diese Angebote bündelt. Auch in der Gastronomie legen wir großen Wert auf Nachhaltigkeit. Wir beziehen unsere Lebensmittel größtenteils von Produzenten aus der Region. Den Fisch beziehen wir vom lokalen Fischer, den Käse aus Züssow, das Wild aus Neeberg, den Tee aus Lassan, das Eis aus Kemnitz, das Bier aus Stralsund, und die Kekse lassen wir von einem Bäcker in Zinnowitz backen. Langjährige Partnerschaften mit lokalen Anbietern und Handwerksunternehmen ziehen sich wie ein roter Faden durch unser Unternehmen. Wir sind hier verwurzelt.

Der Naturhafen Krummin hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt. Welche Pläne haben Sie für die kommenden Jahre in der Pipeline?

Nach zehn Jahren Naturhafen Krummin ist es unser Ziel, weiterhin zeitgemäß zu bleiben. Wir arbeiten ständig an der Weiterentwickelung unseres Konzepts. Dabei geht es nicht um Baumaßnahmen, sondern um Regionalität, Nachhaltigkeit und die Verbesserung der Qualität. In der Küche sind wir z.B. ständig auf der Suche nach neuen Ideen, neuen regionalen Produkten. Unsere Köchin wird den Winter nutzen, um Neues auszuprobieren. Neulich hat sie mit einer Lachspraline experimentiert – die hat super geschmeckt.

Viele haben durch Corona Wassersport für sich neu entdeckt. Für manche wird das vielleicht eine Eintagsfliege sein, aber viele werden dabeibleiben. Wir werden beobachten, wie sich die Struktur der Gäste in Zukunft verändert. Ich schätze, dass wir neben den älteren gestandenen Freizeitkapitänen häufiger jüngere unerfahrene Wassersportler zu Gast haben werden. Auf diese unterschiedlichen Bedürfnisse möchten wir uns optimal einstellen.

Haben Sie einen Lieblingsort auf der Insel?

Ja, ganz klar Krummin.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Karina Schulz für usedom.de am 17.08.2021.

 

 

Tatsächlich habe ich ganz vergessen, wie schön Wolgast eigentlich ist. Seit Jahren fahre ich hier nur noch durch, wenn ich die Insel mal verlasse. Dabei ist Wolgast so facettenreich und genau das durfte ich bei der Wolgaster Kulturnacht erleben bzw. wieder in meine Erinnerung bringen. Schon allein, als ich die Gassen Richtung Altstadt lief, erinnerte ich mich wieder, wie ich oft mit meinen Eltern hier zum Shoppen entlang bummelte. Viele Einkaufsläden sind nun leider geschlossen – es wirkt etwas ausgestorben. Auf dem Marktplatz sieht es zum Glück anders aus. Hier haben sich neben dem Rathaus noch ein paar kleine Läden und Cafés durchgesetzt. Und auch kulturell hat Wolgast einiges zu bieten. Während der Kulturnacht erfuhr ich an historischen Orten viel Wissenswertes aus der Zeit des 18. Jahrhunderts. In romantischer und lauschiger Atmosphäre konnte ich Geschichten aus vergangenen Zeiten hören und mich von Musik inspirieren lassen. Eröffnet wurde die Wolgaster Kulturnacht durch die Turmbläser auf der St. Petri Kirche. Und genau hier starte ich. Denn auch ohne Kulturnacht kannst du alle Attraktionen und die Sehenswürdigkeiten in Wolgast erleben.

 

 

Die St.-Petri-Kirche Wolgast

Die St.-Petri-Kirche Wolgast ist eine dem Apostel Petrus geweihte evangelische Kirche. Schon beim Betreten erlebte ich ein kleines Déjà-vus, da ich als Kind sehr oft mit meiner Oma die Kirche in Lassan besuchte. Die Atmosphäre in Kirchen mag ich auch heute noch. Das Gemäuer und die wunderbaren Deckenmalereien der St. Petri Kirche in Wolgast haben so viel Geschichte zu erzählen. Die Totentanzbilder sind beeindruckend und lassen dich etwas nachdenklich werden. Ich empfehle dir unbedingt den Kirchturm zu besteigen – die Aussicht über die ganze Stadt und auf den Hafen bis hin zu nahegelegenen Ortschaften ist einfach atemberaubend. Der Aufstieg ist ein pures Erlebnis! Es ist eng, steil und die Decken sind sehr niedrig, aber die Anstrengungen lohnen sich definitiv. Von ganz oben solltest du anschließend auch bis ganz nach unten steigen. In der Gruft der Herzöge von Pommer-Wolgast befinden sich deren Sarkophage – ziemlich faszinierend und spooky. Ein sehenswertes Kleinod ist die Synodalbibliothek in der St. Petri Kirche. Hier befinden sich zahlreiche alte Bücher, die Auskunft über Wolgast und ihre Kirche geben.

 

Die Gertrudenkapelle

Ein Stückchen weiter in Richtung Chausseestraße findest du die Gertrudenkapelle in Wolgast. Bauhistorisch ist diese ein einzigartiges Bauwerk und hat mich echt gefesselt. Die Kapelle ist ein zwölfseitiger Zentralbau mit Mittelsäule und wunderschönem Sterngewölbe. Die Mitglieder des Fördervereins St. Gertrud erzählen dir Interessantes aus der Geschichte der Kapelle. Auf dem Friedhof findest du außerdem Grabstätten einiger historischer Persönlichkeiten, die sich für die Entwicklung der Stadt besonders engagiert haben.

 

 

 

Das Rungehaus

Eine ganz besondere Persönlichkeit in unserer Region ist für mich der Maler und Vertreter der deutschen Romantik Philipp Otto Runge. Das Haus in dem Runge 1777 das Licht der Welt erblickte, ist heute eine moderne museale Begegnungsstätte zu seiner Lebenswelt. Von ganzheitlichen Ideen beseelt, widmete sich Runge auch der Farbenlehre, entwarf Spielkarten und schrieb pommersche Märchen nieder, unter anderem „Vom Fischer und seiner Frau“. Nimm dir also unbedingt die Zeit, die Ausstellung und das Geburtshaus in Wolgast zu erkunden und entdecke interaktiv die Kunst der Romantik und Philipp Otto Runge. Im Hof des Hauses kannst du Platz nehmen und das Leben und Werk von Runge Revue passieren lassen.

 

 

Das Postel

Die Straße etwas höher Richtung Kreuzung findest du das Postel bzw. Die Alte Post. Das 130 Jahre alte Postgebäude hast du bei deiner Fahrt durch Wolgast mit Sicherheit schon entdeckt. Es gehört zu den Gebäuden aus der Gründerzeit, zu denen auch das Amtsgericht in der Homeystraße und das Schulgebäude am Unterwall gehören. In diesem ehemaligen Postgebäude befindet sich heute ein liebevoll eingerichtetes Hostel, das mit seinem Ambiente an die alten Postzeiten erinnert. Ein großartiges Projekt und Konzept, wie ich finde. Du kannst in einem Brieftaubennest wohnen, in einer Rohrpost duschen, Fußball in einer Fernsprechstation kicken, unter Dachsparren frühstücken und am Abend zwischen alten Heizkesseln entspannt ein Bier trinken. Wer im Postel eincheckt, findet ein Quartier voller Überraschungen. Und? Findet dein nächster Urlaub vielleicht gar nicht auf der Insel statt, sondern mal kurz davor in der Stadt Wolgast?

 

 

Die Kaffeemühle

Zurück zum Rathausplatz finde ich an der Ecke die „Kaffeemühle“ in Wolgast. Der 300 Jahre alte Fachwerkspeicher verdankt seinen Namen seiner eigenwilligen Form. Auf vier Etagen präsentiert hier das Stadtmuseum die Entwicklung der Stadt Wolgast von der pommerschen Residenzstadt zu einem modernen Schiffsbaustandort. Die Industrie-, Handels- und Handwerksgeschichte findet hier durch zahlreiche Exponate veranschaulicht ihren Platz. Wieder völlig faszinierend für mich, zu sehen und erleben, wie sich die Zeiten ändern und wie eine Stadt sich bisher so entwickelt hat.

Das historische Rathaus

Zurück zum Marktplatz und zum Rathaus. Hier befindet sich im Übrigen auch die Stadtinformation von Wolgast, in der du dich über weitere Angebote, Ausflugstipps und Veranstaltungen informieren kannst. Sowie auch das Kaminzimmer. Wo einst die Wolgaster Bürgermeister residierten und regierten, befindet sich heute ein kleiner repräsentativer Veranstaltungsraum. Der Rathausplatz oder auch Marktplatz genannt, ist mittlerweile Treffpunkt für vielerlei Anlässe, wie Markttage, Hochzeiten, Konzerte und Stadtfeste. Ringsherum sowie in den kleinen Gassen findest du auch noch kleine Läden, wie zum Beispiel die Buchhandlung Wolgast, den Eine-Welt-Laden, das Musikcafé und das Restaurant „Onkel Ben´s“.

„Onkel Ben´s“

Wenn du richtig toll frühstücken oder auch Mittag essen gehen möchtest, dann empfehle ich dir in Wolgast in jedem Fall das kleine und sehr gemütlich eingerichtete Restaurant am Marktplatz „Onkel Ben´s“. Schon beim Betreten wurde ich allerliebst empfangen und sofort liebevoll umsorgt. Ich liebe diese authentische, symphytische Herzlichkeit – nicht aufgesetzt und gezwungen – du spürst sofort die Leidenschaft, die dahinter steckt. Und es ist so gemütlich! Ob auf der Terrasse direkt am Rathaus oder im Innenbereich oder hinten auf dem Hof. Die Liebe zum Detail siehst und erkennst du sofort! Und das Essen ist grandios! Aber davon überzeugst du dich am besten selbst!

Stadthafen Wolgast

Vom Marktpatz aus mache ich mich auf dem Weg zum kleinen Stadthafen von Wolgast. Er verbreitet sofort ein eindrucksvolles maritimes Flair, idyllisch, gepflegt und einfach nur wunderschön anzusehen. Der Stadthafen Wolgast ist im Übrigen auch der Abfahrtsort für die klassischen Hafenrundfahrten, Schiffsfahrten auf dem Achterwasser oder dem Peene-Strom. Hier liegen auch die Freizeitkapitäne mit ihren Hausbooten und Segelyachten. Rings herum findest du auch ein paar Restaurants, wie zum Beispiel den Speicher und auch kleine Cafés sowie Fischrestaurants. Es ist an der Zeit, mich auch mal wieder mehr in Wolgast zu bewegen, zu erkunden und zu vor allem all die Köstlichkeiten zu genießen. Und? Habe ich auch dir nun einen Anreiz geben können, Wolgast in seiner ganzen Pracht entdecken zu wollen? Ich denke schon. Und eine Attraktion darfst du in keinem Fall verpassen:

Der Familientierpark Wolgast

Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich diesen Tierpark das letzte Mal besucht habe. Wahrscheinlich im Kindheitsalter. Erst 1960 entstand durch den unermüdlichen Einsatz der Wolgaster Bürger der Wolgaster Tierpark aus einem natürlichen Waldstück heraus. Der Tierpark hat durchaus Parkcharakter. Er ist von Bäumen umrahmt und in einer einzigartigen Ruhe kannst du die Tiere und all die Pflanzen bewundern. Die Haltung der Tiere erfolgt sehr naturnah, was dir als Besucher die Chance gibt, die Tiere in ihrem natürlichen Verhalten beobachten zu können. Ein absolut entspannender Spaziergang durch die Natur, zum Teil auch in begehbaren Gehegen. Ich muss sagen, dass ich begeistert bin. Eine wahre Freude für die ganze Familie.

 

 

Das bin ich: Usedoms Inselbloggerin

Mein vollständiger Name ist Marika Borowski, ich bin 37 Jahre jung und komme gebürtig vom Festland aus dem Lassaner Winkel. Vom Lassaner Hafen aus hatte ich schon immer freie Sicht auf den Lieper Winkel und auf die Halbinsel Gnitz und war somit meiner Wahlheimat Usedom schon immer sehr nahe verbunden. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie meine Eltern mit mir zum Strand nach Trassenheide oder zum Zelten auf den Gnitz gefahren sind oder wir unsere Verwandten in der Stadt Usedom besucht haben. Für mich war es immer ein tolles Ereignis, meinen Schulfreunden zu erzählen, dass ich Verwandte habe, die auf einer Insel leben. Nun lebe ich selbst bereits seit über 20 Jahren auf Usedom und darf mich schon als ein kleines Inselkind bezeichnen. Ich habe hier den Beruf zunächst zur Hotelfachfrau und anschließend zur Hotelkauffrau erlernt und diesen zu meiner Berufung gemacht. Um unseren Usedom-Besuchern viel mehr über die Insel berichten zu können, habe ich mich selbst auf Entdeckungstour begeben und halte seit gut zwei Jahren alle meine Erlebnisse und Entdeckungen auf der Insel Usedom in meinem Blog fest:

www.marikas-inselblog.de

 

Donnerstag, 29 Juli 2021 09:25

Freizeitangebote auf Usedom

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Es ist Sommer, die Sonne scheint – das perfekte Strandwetter! Tatsächlich gehe ich in den Sommermonaten nur sehr selten an den Strand, da es mich eher in das ruhige Hinterland zieht. Denn Usedom hat neben einem ultimativen Strandtag noch viel mehr Freizeitaktivitäten zu bieten.

 

Starten wir auf dem Wasser.

 

Abendtörn mit dem Segelschoner 

Auf dem Wasser an Bord der Weißen Düne! Das bedeutet Romantik pur unter Segeln auf den Gewässern Usedoms. Ich entschied mich für den Abendtörn. Einfach Einsteigen und aus dem Alltag aussteigen. Hier genießt du die einmalige Landschaft der Insel bis zur Abenddämmerung von der Wasserseite aus! Die Kapitänin Jane Bothe sowie ihr Mann Detlef begrüßen dich ganz herzlich an Bord. Seit 2011 führen Sie gemeinsam den Betrieb und haben ihren gemeinsamen Traum verwirklicht, auf den Gewässern Vorpommerns zu segeln. Ihre Liebe zur segelnden Binnenschifffahrt ist schon viele Jahre ihr Antrieb für immer wieder neue Lebensabenteuer. Und das spürst du sofort! Mit einem Willkommensdrink stechen wir auch schon in See. Beim Segelsetzen darfst du die Crew auch gerne unterstützen. Ich kam mir vor, wie in einer großen Familie - eine ganz tolle Crew, die immer zusammenhält. Es macht wahnsinnig viel Spaß. Während des Segelns kommen Jane und Detlef auf dich zu und erklären dir alles rund um die 100-jährige Geschichte der Weißen Düne sowie über die Karten- und Knotenkunde. Natürlich nur, wenn du Lust hast! Du kannst auch einfach den Alltag hinter dir lassen und das pure Segelvergnügen entspannt genießen. Auf der Tour wirst du selbstverständlich auch verpflegt. Du hast die Wahl zwischen liebevoll angerichteten Platten, entweder mit Räucherfisch, Wurst und Käse oder einer vegetarischen Platte. Ich entschied mich selbstverständlich für die Räucherfischplatte! Auch heiße und kalte Getränke kannst du an Bord erwerben. Der Törn dauert etwa drei bis vier Stunden, und die Zeit vergeht viel zu schnell. Nach dem Anlegen willst du eigentlich gleich wieder in See stechen...

Bleiben wir auf dem Wasser…

Kanutour in den Sonnenuntergang 

Schon allein die Überschrift klingt einfach nur romantisch, oder? Aber du musst auch was dafür tun! Das Abenteuer Wasser beginnt mit einer ausführlichen Einweisung ins Paddeln vom Kanuten Thomas Heller persönlich. In Sichtweite des Naturhafen Krummin paddeln wir mit den Kanus und mit sicherem Abstand zum Schilfgürtel los. Mit Ferngläsern beobachten wir die Vogelvielfalt, die in der Krumminer Wiek beheimatet ist. Thomas erklärt uns einiges zur Flora und Fauna über, auf und unter dem Wasser. Wieder ein sehr lehrreicher Tag für mich. Während die tiefliegenden Sonnenstrahlen bereits durch die Wolken und die Schilfkante blinzeln, paddeln wir einmal auf die andere Seite des Naturhafens in Richtung Neuendorf. An diesem Abend ist es ziemlich lau. Es weht kein Lüftchen und das Achterwasser ist spiegelglatt. Perfekte Bedingungen für eine entspannte Kanutour. Die Sonne ließ anfangs tatsächlich auf sich warten und versteckte sich hinter den Wolken, aber dann hat sie uns doch noch mit einem spektakulären Farbenspiel fast den Atem geraubt. Wahnsinn! So eine Tour kann ich dir absolut empfehlen. Den Abend ließen wir bei einem Gläschen Wein am Naturhafen ausklingen.

Thomas bietet zudem geführte Fahrradtouren an. Wenn du aber lieber selbst mit dem Rad unterwegs bist und noch einen fachkundigen Fahrradverleih suchst, dann habe ich eine weitere tolle Empfehlung für dich:

Große Auswahl beim Fahrradverleih

Von der 3-7-Gang-Schaltung, auch gefedert, über Mountainbike, Cross- oder Trekkingbike, Tandem, Elektrorad bin hin zu Kinderrädern – du hast die Wahl! Und die ist manchmal gar nicht so leicht, oder? Warum empfehle ich dir den Fahrradverleih Kruggel? Weil ich mir dort schon oft ein Rad ausgeliehen habe! Du wirst sehr freundlich und kompetent beraten, sodass ich mir nun sogar vom Fahrradverleih Kruggel ein eigenes E-Bike zugelegt habe. Ein paar Fahrradrouten habe ich bereits für dich erkundet.

Weitere besondere Freizeitangebote

Zahlreiche dieser Freizeitangebote kannst du auch schnell und bequem online buchen. Die Auswahl ist groß. Alle Angebote konnte ich noch nicht ausprobieren, aber ein paar Angebote reizen mich schon noch.

Zum Beispiel bin ich seit einigen Wochen frisch gebackene Hundemama und muss meinen kleinen Fritz auf solche Touren erstmal vorbereiten. Auch Hundebesitzer können sich über die buchbaren Freizeitangebote gern bei der Zughundeschule-NORD anmelden.

Wenn ihre eure Urlaubserinnerungen mit perfekten Fotos festhalten möchtet, dann könnt ihr auf dem Portal auch Fotokurse online buchen.

Und für neue Blickwinkel sorgt außerdem eine Usedom-Safari. Da kannst du Natur, Geschichte und Gegenwart auf Usedom einmal ganz anders erleben. Da ich in Lassan aufgewachsen bin, interessiert mich die Lassaner-Winkel-Tour mit dem Unternehmen Natur auch sehr. Die meisten Urlauber zieht es oft an die Küsten der Ostsee, aber hinter der Insel Usedom gibt es auch einen Lebensraum voller zauberhafter Seen, einzigartiger Naturreservate und imposanter Zeugnisse vergangener Epochen zu erkunden. Und auch wenn ich im Lassaner Winkel groß geworden bin, wird es auch für mich wieder einiges Neues zu entdecken und zu Lernen geben.

 

All diese tollen Freizeitangebote findest du hier!

 

Übrigens: Bisher habe ich echt geglaubt, ich kenne schon viele Ecken von Usedom. Aber als ich bereits vor einiger Zeit bei einer anderen Insel-Safari auf Usedom mitgemacht habe, war ich erstaunt, was es hier noch alles zu entdecken gibt. 

Mit dem Land Rover Defender geht es durch Wald und Wiesen, über Stock und Stein. Wenn du willst, darfst du auch auf das Dach des Land Rovers steigen und die Aussicht von oben genießen. Unterwegs zwischen dem Achterwasser, dem Stettiner Haff und dem Peenestrom gibt es Naturschätze rund um die großen Seen, wie den Gothensee und den Schmollensee zu entdecken. Die Etappen mit dem Land Rover dauern eigentlich nicht länger als 15 Minuten. Zwischendrin geht es auch zu Fuß raus in die Natur, und der Tourguide zeigt und erklärt dir die schönsten Ecken von Usedom. Eine feste Route ist nicht vorgegeben. Du kannst mitentscheiden, wohin der Weg dich führt. Meine Tour führte von Koserow aus in Richtung Loddin, mit kurzem Stopp beim Restaurant „Waterblick“, wo es den besten Blick auf das Loddiner Höft und das Achterwasser gibt. Dann durfte auch ich auf das Dach, als es über Landwege in Richtung Ückeritz zum Café Knatter ging. Dort verbrachten wir am Wasser eine Getränkepause. Die Tourguides haben nämlich immer alles an Bord: Kaffee, Tee, Wasser, Saft, Bier, Grappa und alles, was du zum Überleben brauchst. Der Weg führte mit einem kurzem Zwischenstopp und Fußmarsch durch den Wald weiter zum Gesteinsgarten und dem Forstamt Neu Pudagla. Anschließend ging es zum Gothensee und zu abseitslegenen Orten. Traumhaft schön - kann ich dir sagen - ich mag mein Usedom tatsächlich immer mehr. Nach einem sensationellen Picknick mitten in der Natur mit verschiedenen Brotsorten und Brötchen, Schinken, Salami, Käse, Kocheier, hausgemachtem Frischkäse, selbstgemachten Marmeladen und Honig vom Imker sowie Obst und Gemüse ging es gestärkt über naturreiche Umwege um den Wolgastsee herum, entlang der polnischen Grenze bis hin zum Krebssee. Denk hierbei an dein Anti-Mückenspray! Ansonsten brauchst du nämlich gar nichts weiter mitzunehmen. Der Rückweg führte über das Wasserschloss Mellenthin nach über sechs Stunden Erlebnis pur wieder zurück nach Hause.

Dieses und weitere Ausflugziele findest du im Übrigen hier!

 

Und jetzt wünsche ich dir eine tolle Zeit auf Usedom! Beim Erleben, beim Entdecken und beim Genießen! Deine Marika.


Das bin ich: Usedoms Inselbloggerin

Mein vollständiger Name ist Marika Borowski, ich bin 37 Jahre jung und komme gebürtig vom Festland aus dem Lassaner Winkel. Vom Lassaner Hafen aus hatte ich schon immer freie Sicht auf den Lieper Winkel und auf die Halbinsel Gnitz und war somit meiner Wahlheimat Usedom schon immer sehr nahe verbunden. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie meine Eltern mit mir zum Strand nach Trassenheide oder zum Zelten auf den Gnitz gefahren sind oder wir unsere Verwandten in der Stadt Usedom besucht haben. Für mich war es immer ein tolles Ereignis, meinen Schulfreunden zu erzählen, dass ich Verwandte habe, die auf einer Insel leben. Nun lebe ich selbst bereits seit über 20 Jahren auf Usedom und darf mich schon als ein kleines Inselkind bezeichnen. Ich habe hier den Beruf zunächst zur Hotelfachfrau und anschließend zur Hotelkauffrau erlernt und diesen zu meiner Berufung gemacht. Um unseren Usedom-Besuchern viel mehr über die Insel berichten zu können, habe ich mich selbst auf Entdeckungstour begeben und halte seit gut zwei Jahren alle meine Erlebnisse und Entdeckungen auf der Insel Usedom in meinem Blog fest:

www.marikas-inselblog.de

 

An Usedom fasziniert mich besonders, dass die Insel so facettenreich ist: einerseits die Ostsee und die Promenaden, an denen sich die Hotels, Restaurants und Eiscafés nur so aneinanderreihen und andererseits das idyllische Hinterland mit verträumten Dörfern und kleinen Gartencafés. Da es auch für mich noch einiges zu entdecken gibt, nehme ich dich heute mit auf meiner kleinen Reise durch das Achterland mit wunderbaren Köstlichkeiten.

 

 

Hofcafé „Tante Wally“

„Habt ihr alle kein zu Hause?“ Ich liebe diesen pommerschen Humor! Mit einem Schmunzeln im Gesicht begrüßt uns liebevoll die Familie Kestermann.
Es ist kurz vor 14 Uhr, ich warte in einer sich bereits gebildeten Schlange vor dem Hofcafé „Tante Wally“ in Neppermin. Die Türen sind noch verriegelt. Das Café öffnet Punkt 14 Uhr. Seit April 2011 existiert bereits dieses kleine romantische Hofcafé und ist mittlerweile ein beliebter Inseltipp, wenn es um kleine versteckte Gartencafés auf Usedom geht. Du siehst sofort, wieviel Zeit, Mühe und Liebe in den Aufbau von Haus, Hof und Garten gesteckt wurde. Seither wurden bereits zahlreiche Gäste mit selbstgebackenen Kuchen und Torten, leckeren Eiskreationen sowie warmen Speisen, wie zum Beispiel mit köstlichen Flammkuchen, verwöhnt. Ich suche mir ein nettes Plätzchen, bestelle mir einen Französischen Eismokka und ein Stück „Faule Weiber“. Welcher Kuchen sich hinter diesem Namen versteckt, musst du schon selbst herausfinden. Ich empfehle dir also unbedingt eine kleine Fahrradtour ins Hinterland, in Richtung Neppermin mit Zwischenstopp bei „Tante Wally“! Bei nicht ganz so gutem Wetter öffnet auch die kleine und gemütliche Kaminstube auf dem Hof. Ein wirklich sehr schnuckeliges Fleckchen Erde.

„vergiss Dein nicht“

Weiter versteckt im Hinterland befindet sich das „vergiss Dein nicht“ – das etwas andere Café, wie es sich selbst betitelt. Hier kannst du in jedem Fall zur Ruhe kommen und deine Seele baumeln lassen, dich entspannen und sehr leckeren, selbst gebackenen Kuchen oder liebevoll angerichtete warme Speisen genießen. Ich bestelle mir ein Stück Käsekuchen und einen Eiskaffee mit frisch aufgeschlagener Sahne. An diesem Tag ist es sehr heiß und ich bekomme außerdem gratis ein Glas Wasser dazu. Wie alle Gäste an diesem Tag – eine sehr nette Geste, wie ich finde. Im Café selbst kannst du außerdem tolle und ausgefallene Antiquitäten ergattern. Aktuell sind Stehlampen sehr beliebt, welche aussehen wie Puppen mit einem Schirm in der Hand. Ziemlich außergewöhnlich, wie fast alles dort. Der wundervolle Märchengarten ist sehr weitläufig und überall blüht und grünt es. Gleich nebenan befindet sich auch das Wisent-Gehege im kleinen Örtchen Dargen. Eine perfekte Kombination für einen kleinen Ausflug ins idyllische Hinterland. Wie lange es das Café in dieser Form noch geben wird, steht wohl in den Sternen. Die Inhaberin ist bereits 74 und möchte nun langsam kürzertreten, um mehr Zeit mit ihren Enkelkindern verbringen zu können. Ursula Rösener sucht also einen Nachfolger, aber eben nicht jedermann – verständlich!

Gartencafé Naschkatze 

Nun mache ich mich auf den Weg auf die ganze andere Inselseite, nach Krummin, in Richtung Wolgast. Hier wird mir mal wieder bewusst, dass Usedom gar nicht so klein ist.
Schon der Weg dorthin – in Richtung Krummin, durch eine der schönsten Lindenalleen in Mecklenburg-Vorpommern, lässt mich jedes Mal in eine andere Welt eintauchen. Hier bist du richtig gut aufgehoben, wenn du den Charme eines idyllisch am Achterwasser gelegenen Dörfchens genießen möchtest, weit weg vom stressigen Alltag und dem vielen Autoverkehr. Meine Reise führt mich in die „Naschkatze“. Das Café wirkt schon beim Betreten sehr einladend und gemütlich, als wärest du zum Kaffee und Kuchen im Garten bei Freunden eingeladen. Es wirkt alle sehr verspielt, mit viel Liebe zum Detail und überall grünt es. Du sitzt zwischen Apfel- und Birnenbäumen und wunderschönen Blumen. Einmal Platz genommen, magst du gar nicht mehr aufstehen, als würde die Zeit stehen bleiben. Gut - deinen Kaffee und Kuchen musst du dir schon selbst holen, wie aber in den meisten Gartencafés auf Usedom. Ich bestelle mir einen Tee und eine Rhabarber-Baisertorte und suche mir ein gemütliches Plätzchen im Garten. Ab und an kommen auch einheimische Gäste auf einen Kaffee und einen kurzen Schnack vorbei. Man kennt sich eben auf Usedom und ich liebe dieses Heimatgefühl. Wenn du möchtest, kannst du dir all die Pflanzen im Garten sogar erklären lassen. Für Kinder steht nostalgisches Spielzeug zur Verfügung. Und auch hier gibt es eine Schlecht-Wetter-Variante, einen überdachten und beheizten Bereich in der Naschkatze. Nach deinem Besuch dort empfehle ich dir außerdem noch ein paar Schritte weiter zum Krumminer Hafen zu laufen – einer der schönsten Naturhäfen der Insel.

Café Seelchen

Bleiben wir direkt in der Umgebung. Von Krummin aus kannst du auch super bis zum „Gnitz“ am Achterwasser entlang radeln.
Angekommen im Café Seelchen in Neuendorf, fühlst du dich auch tatsächlich sofort angekommen. Schon die Begrüßung ist so herzlich. Der Flo erklärt dir alle Kuchen und Torten ganz genau, was die Entscheidung jedoch nicht leichter macht. Ich entscheide mich dann doch, für einen köstlichen Cappuccino, welcher immer so liebevoll zubereitet wird, und für ein Stück Zitronenkuchen und suche mir ein Plätzchen im Garten. Wäre alles frei, würde ich mich wieder nicht entscheiden können. Setze ich mich in die „Kusshaltestelle“ oder in den Stall mit dem Namen „Wohnzimmer“ oder einfach in den wunderschön angelegten Hofgarten? Ich entscheide mich für ein Plätzchen am Haus und lasse den anderen Gästen den Vortritt. Alina, die Inhaberin nimmt kurz bei mir Platz und erzählt, wie kreativ sie und ihr Team in der Corona-Zwangspause waren und was sie alles noch vorhaben. Die Zinnowitzerin hat Himmelfahrt 2019 ihren Traum von einem eigenen Café umgesetzt und lockt seitdem die Inselurlauber sowie auch die Einheimischen mit immer wieder neuen Ideen und Kreationen in das kleine Dörfchen. Es wurde viel gemalt, getüftelt und gebaut. Es gibt jetzt Shirts und Hoodies im Seelchen-Stil sowie Ketten, Ringe und Armreifen. Ganz neu ist die Softeisbude! Die befand sich an diesem Tag aber noch in Bau und muss unbedingt noch von mir getestet werden. Und von dir natürlich auch! Was es in diesem Café jedoch nicht gibt: Keine Termine! Kein W-LAN! Keine Kartenzahlung! Nur Landluft und Ruhe! Jetzt entscheidest du!

Waldcafé „Tendenz“ & Haus „Waldesruh“

Hier war ich tatsächlich noch nie! Weil man es aber auch nicht wirklich gleich entdeckt. Abseits von der Flaniermeile und vom Promenadentrubel in Zinnowitz überrascht mich am Waldrand das historische Waldcafé „Tendenz“ und Haus mit dem Namen „Waldesruh“. Der Garten wirkt märchenhaft, wild und urig zugleich. Ich schlendere ganz bedacht durch den Hof und genieße die Ruhe. Du findest eine große Auswahl an erlesenen Tee- und Kaffeesorten sowie selbstgebackene Torten und Kuchen vor. Der Tee wird sogar mit einer Teeuhr an den Tisch gebracht und die Tische haben in der Tat eigene Namen, wie zum Beispiel Effi oder Auguste. Einen Teil von dieser Idylle kannst du sogar mit nach Hause nehmen. Im gut sortiertem Hofladen kannst du Kaffee, Tee, Marmeladen, Porzellan, Gewürze, Seifen, Kerzen, Stoffe und vieles mehr kaufen. Und überall duftet es so schön! Vom sonst so überlaufenden Zinnowitz keine Spur mehr. Du hörst absolut nichts, außer Bienengesumme und Vogelgezwitscher.

Manchmal brauch‘ ich das schon noch: Mich an die mit Leben gefüllte Promenade setzen, Eis essen und Leute beobachten. Aber wenn ich Ruhe suche, dann gehe ich auf jeden Fall wieder eines dieser idyllischen Gartencafés im Hinterland.


Das bin ich: Usedoms Inselbloggerin 

Mein vollständiger Name ist Marika Borowski, ich bin 37 Jahre jung und komme gebürtig vom Festland aus dem Lassaner Winkel. Vom Lassaner Hafen aus hatte ich schon immer freie Sicht auf den Lieper Winkel und auf die Halbinsel Gnitz und war somit meiner Wahlheimat Usedom schon immer sehr nahe verbunden. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie meine Eltern mit mir zum Strand nach Trassenheide oder zum Zelten auf den Gnitz gefahren sind oder wir unsere Verwandten in der Stadt Usedom besucht haben. Für mich war es immer ein tolles Ereignis, meinen Schulfreunden zu erzählen, dass ich Verwandte habe, die auf einer Insel leben. Nun lebe ich selbst bereits seit über 20 Jahren auf Usedom und darf mich schon als ein kleines Inselkind bezeichnen. Ich habe hier den Beruf zunächst zur Hotelfachfrau und anschließend zur Hotelkauffrau erlernt und diesen zu meiner Berufung gemacht. Um unseren Usedom-Besuchern viel mehr über die Insel berichten zu können, habe ich mich selbst auf Entdeckungstour begeben und halte seit gut zwei Jahren alle meine Erlebnisse und Entdeckungen auf der Insel Usedom in meinem Blog fest:

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Christina Kämmerer ist die Initiatorin der „Laufmützen Usedom“.

Mit ihrer Leidenschaft für das Laufen hat sie eine regelrechte Laufbewegung auf der Insel ins Leben gerufen. Die monatlichen Lauftreffen und große Laufevents wie der alljährliche Weihnachtsmützenlauf oder der Moon-Run stoßen auf rege Beteiligung. Jetzt erschien mit „Lauflust“ ein Wegweiser für aktive Inselentdecker, in dem langjährige Laufmützen ihre persönlichen Lieblingsstrecken verraten. Genauso wie die freiwilligen Startgelder der verschiedenen Laufevents, werden die Erlöse des Buchverkaufs zu hundert Prozent an den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst „Leuchtturm“ e.V.in Greifswald gespendet.

Frau Kämmerer, vor zwanzig Jahren haben Sie mit dem Laufen begonnen. Was hat Sie dazu bewogen? Was begeistert Sie daran?

Viele Laufmützen berichten, dass die Initialzündung durch eine Lebenskrise ausgelöst wurde. Das Gefühl etwas im Leben verändern zu wollen, war auch bei mir der Auslöser. Mein damaliger Mann und ich hatten uns nach einer Trennung wieder zusammengefunden. Wir waren beide auch vorher sportlich sehr aktiv gewesen und nun auf der Suche nach einer gemeinsamen Sportart, die keinen großen finanziellen Einsatz erfordert. 2001 haben wir ganz langsam mit dem Laufen begonnen. Erst 500 Meter, dann haben wir die Strecken langsam gesteigert. Morgens um 5 Uhr sind wir losgelaufen, weil unser Sohn dann noch schlief. So konnten wir das Laufen mit unserem Familienleben und unseren Jobs vereinbaren. Es war faszinierend, wie schnell wir Fortschritte machten und wie sich unsere Kondition spürbar verbesserte. Wir sind drangeblieben, und das macht mich stolz und glücklich.

Sie haben die Laufmützen Usedom ins Leben gerufen.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen, andere für dieses Hobby zu begeistern und gemeinsame Laufevents zu organisieren?

Angefangen hat es damit, dass Rolf-Seelige Steinhoff, der Geschäftsführer der Seetelhotels, der Personal Trainer Andreas Stübs und ich mit einer Staffel beim Usedom-Marathon starten wollten. Es stellte sich heraus, dass es gar nicht so einfach war, genügend Mitstreiter zu finden. Nachdem wir im ersten Jahr allein den Halbmarathon gelaufen sind, haben wir die monatlichen Läufe organisiert, um für das kommende Jahr eine Staffel-Mannschaft aufzubauen. Zunächst sind wir in kleinem privatem Rahmen mit lediglich fünf Leuten gelaufen. Über die Jahre haben sich uns dann immer mehr Läufer angeschlossen. Es funktionierte nach dem Schneeballeffekt. Die Teilnehmer hatten Spaß in der sportlichen Atmosphäre, und jeder hat in seinem Umfeld neue Leute animiert und mitgebracht. Niemals hätte ich es damals für möglich gehalten, dass wir einmal, wie z.B. beim Moon-Run, mit 300 Leuten starten würden.

Seit dem 1. Weihnachtsmützenlauf 2014 kommen die Laufevents einem guten Zweck zu Gute. Die freiwilligen Startgelder und Erlöse aus Getränkeverkäufen werden an den Förderverein Kinder- und Jugendhospiz „Leuchtturm“ e.V. gespendet. Warum haben Sie diesen Verein ausgewählt?

Weihnachten ist die Insel immer sehr gut gebucht. Viele Gäste genießen hier den Jahreswechsel und die Zeit für sich und die Familie im Verwöhnprogramm. Und Weihnachten verbringen die meisten viel Zeit mit Essen. So kamen wir auf die Idee, etwas für die Bewegung anzubieten. Laufen & Gutes tun, nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere. Beim ersten Weihnachtsmützenlauf am zweiten Weihnachtsfeiertag 2014 haben bereits 69 Läufer teilgenommen. Neben den Startgeldern von 5 Euro, spendeten viele Passanten spontan, so dass auf Anhieb 1000 Euro zusammengekommen sind. Laufen, Spenden und Freude bereiten: Das war so unglaublich motivierend.

Den Kinder- und Jugendhospizdienst „Leuchtturm“ e.V. in Greifswald habe ich bewusst ausgewählt. Es ist so wichtig, Familien in dieser schwierigen Situation professionell zu unterstützen. Dabei geht es nicht nur um Trauerbegleitung, sondern auch um konkrete Hilfe im Alltag und die Betreuung der Geschwister. Für sie bleibt in dieser angespannten Situation meist keine Zeit. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es kein stationäres Kinderhospiz. Da möchten wir mit den Spendengeldern helfen. Seit 2014 haben die Laufmützen knapp 82.000 Euro gesammelt – das kann ich selbst kaum glauben.

Aus diesem ersten Weihnachtsmützenlauf ist übrigens auch unser Name „Laufmützen“ entstanden. Wir konnten uns im Sommer ja schlecht weiterhin so nennen …

Bei den Läufen sollen keine Streckenrekorde aufgestellt werden, sondern Spaß und Geselligkeit im Vordergrund stehen. Kann jeder mitmachen?

Wirklich jeder. Wir wollen den Leistungsdruck durchbrechen. Jeder macht in seinem Tempo mit und kann entweder schnell oder im Schritttempo laufen, walken oder einfach spazieren gehen. Es geht vor allem darum, Menschen kennenzulernen und die wunderschöne Insel mit neuen Augen zu sehen. Die monatlichen Lauftreffen werden jedes Mal von einem anderen Gastgeber ausgerichtet, so dass sich die Start- und Zielpunkte ändern. Dadurch lernen auch die Insulaner immer wieder neue Strecken kennen.

Gibt es einen harten Kern unter den Laufmützen, der regelmäßig an den Läufen teilnimmt? Bestimmt sind inzwischen Freundschaften entstanden?

Inzwischen gehören viele Laufmützen zum harten Kern, und es sind viele enge Freundschaften entstanden. Die meisten kannten sich vorher gar nicht. Uns verbindet die Passion des Laufens, dadurch kommen Menschen mit den unterschiedlichsten Berufen zusammen. Das ist unglaublich inspirierend. Außerdem können wir uns so gegenseitig gut unterstützen. Das Tolle ist auch, dass der soziale Status gar keine Rolle spielt, wenn man gemeinsam läuft. Man begegnet sich auf Augenhöhe, egal ob Hoteldirektor oder Hartz-IV-Empfänger.

Ihr neuestes Projekt ist das Buch „Lauflust“, das Mitte Mai im Verlag Edition Braus Berlin erscheinen ist.
Was erwartet den Leser? An wen richtet sich das Buch?

„Lauflust“ gibt persönliche Empfehlungen von begeisterten Laufmützen an alle, die aktiv sein wollen. Ganz gleich, ob Joggen, Radeln, Wandern oder Spazierengehen. Hinter jeder Strecke steht ein anderes Gesicht der Insel. Wir haben aus dem Projekt fast einen richtigen Reiseführer gemacht, denn die Sehenswürdigkeiten auf allen Strecken werden ausführlich beschrieben und bebildert. Das Buch ist übrigens auch ein Charity-Projekt. Für unsere Texte und die Fotos des Inselfotografen Matthias Gründling nehmen wir keine Honorare. Die Erlöse aus dem Verkauf gehen eins zu eins an den Förderverein Kinder- und Jugendhospiz „Leuchtturm“ e.V.

Herzogenrunde – Dünenschleife – Steilküstentrail – Mühlenromantik: Sie sind für die Recherche für das Buch „Lauflust“ alle 16 Strecken abgelaufen. Welche Route gefällt Ihnen am besten? Gibt es einen persönlichen Lieblingslauf?

Eine Lieblingsroute habe ich gar nicht. Bei der Recherche habe ich aber ein paar neue Strecken entdeckt, die mich total begeistern. Zum Beispiel sehe ich Wolgast mit völlig neuen Augen, seitdem ich mich mit der Route näher beschäftigt habe. Die jahrhundertealte Geschichte als Herzogsitz, die mittelalterliche Altstadt, die Peenewerft und die schöne Lage am Peenestrom machen die Strecke sehr reizvoll. Auch den Pilgerweg durch Wolgast, den Herzog Wartislaw IX. nach einer Jerusalemreise im 15. Jahrhundert dem Kreuzweg nachempfinden ließ, finde ich spannend. Oder die Strecke im Lassaner Winkel, die teilweise auf dem Jakobsweg Via Baltica liegt: Die kleine Stadt Lassan, das Künstlerdorf am Pulower See und die mit Mirabellenbäumen gesäumte Straße von Pulow nach Lassan sind zauberhaft.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Karina Schulz für usedom.de am 15.04.2021.

 

Mittwoch, 09 Juni 2021 09:41

Mit Sicherheit Usedom

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Mit Sicherheit Usedom!

Gut sieben Monate saßen wir auf unserer Insel fest – ohne Gäste, ohne Tourismus, ohne Perspektive. Eine harte Zeit, die sowohl den Betrieben wie auch ihren Mitarbeitern viel abverlangte. Damit meine ich nicht nur die direkt im Tourismus tägigen Unternehmen, sondern auch die vielen kleinen Betriebe wie Restaurants, Cafés, Bäckereien, Gärtnereien und viele, viele mehr, die auch indirekt mit dem Tourismus auf der Insel verbunden sind.

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, dass wir endlich wieder Gäste auf der Insel willkommen heißen dürfen! Seit dem 28.05.21 ist der Tourismus innerhalb von Mecklenburg-Vorpommern für einheimische Gäste sowie dem 04.06.21 für Gäste aus allen anderen Bundesländern erlaubt. Ab dem 11.06.21 dann auch der gesamte Tagestourismus.

Hohe Sicherheits- und Hygienekonzepte zum Schutz von Gästen, Einwohnern und Mitarbeitern stehen dabei an oberster Stelle.

Hygiene- und Sicherheitskonzepte auf Usedom

Da ich selbst in einem familiengeführten Hotelunternehmen als Sales Managerin arbeite, möchte ich heute ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. Ich treffe mich mit meiner Kollegin Ann-Kathrin Günther vor unserem Meeressterne-Büro beim Forsthaus Damerow. Ein Wiedersehen nach langer Zeit, denn wir arbeiten seit November letzten Jahres beide im Home-Office. Anni ist Marketing Managerin der Meeressterne GmbH und hat den Geschäftsführer Dr. Sven-Olaf Gerdt bei der Ausarbeitung des Hygiene- und Sicherheitskonzepts für alle Meeressterne-Häuser unterstützt. Seitdem mit Beginn des ersten Lockdowns abzusehen war, dass das Coronavirus nicht spurlos an uns allen vorbeigehen wird, haben sie sich Gedanken über die Ausarbeitung eines Konzeptes gemacht und über einige Wochen viel Arbeit und Mühe investiert. Dabei legten sie immer den Fokus darauf, auf alle denkbaren Szenarien reagieren zu können und immer so vorbereitet zu sein, dass einer schnellen Öffnung der Meeressterne-Häuser nichts mehr im Wege stünde, sobald dies eben möglich werden würde. Dabei spielten die guten Kontakte zu Wissenschaftlern und der bundesweiten Tourismusbranche eine sehr wichtige Rolle. Beide haben bei der Ausarbeitung des Konzeptes immer probiert, vom Kleinen ins Große zu blicken – wie ist der Status Quo in jedem einzelnen Bereich und jeder Abteilung, in jedem einzelnen Haus. Dabei spielte auch immer die menschliche Sichtweise eine große Rolle, unseren Gästen und auch den Mitarbeitern und Kollegen gegenüber. Anhand dessen wurden ein Leitfaden und ein Konzept erarbeitet und immer wieder neu überarbeitet, da gefühlt täglich Änderungen und neue Verordnungen hinzukamen.

Wir waren und sind in jedem Fall vorbereitet: Alle öffentlichen Bereiche sind mit Plexiglasscheiben, Abstandshaltern, Desinfektionsspendern und einem Lüftungskonzept ausgestattet. Diese Vorbereitungen führten dazu, dass wir zu keinem Zeitpunkt durch Bestell- und Lieferschwierigkeiten zurückgeworfen wurden. In jedem einzelnen Bereich stand das Konzept, so auch in den Restaurants und im Wellnessbereich. Hier gab es leider auch negative Resonanz. Durch die Maskenpflicht, die langen Wartezeiten sowie die Terminvergabe und Vorreservierungen fühlten sich einige Gäste in ihrer Flexibilität stark eingeschränkt. Wir haben täglich über Alternativen nachgedacht, um unseren Gästen einen angenehmen Aufenthalt gestalten zu können. Das Fazit lautet jedoch heute noch: Alle müssen sich an die Regeln halten! Das hört sich sehr strikt und ernst an – ist es auch. Durch das Nichteinhalten der Regeln werden andere gefährdet. Niemand möchte jemandem zu nahetreten oder zurechtweisen müssen – ganz im Gegenteil. Wir alle wollen und müssen unter diesen Bedingungen unser Bestes geben, um unseren Gästen einen einzigartig schönen und sicheren Urlaub zu bieten. Dies sollte uns stets und ständig bewusst sein, auch dann, wenn nicht immer alles sofort rund läuft. Eine weitere Schwierigkeit bestand auch darin, dass das Konzept für alle Mitarbeiter verständlich geschrieben werden musste. Die vielen Verordnungen sind kompliziert und teilweise verwirrend. Unser Konzept hat sich auch sehr positiv auf einige Bereiche ausgewirkt. Insbesondere, was die Nachhaltigkeit betrifft. Da der Wellnessbereich zum Beispiel nur nach Terminvergabe genutzt werden kann, wurde dadurch der Handtuchverbrauch stark reduziert. Es wurden über neue Putz- und Desinfektionsmittel nachgedacht und auch dort ausprobiert, bis ein nachhaltiges und sicheres Produkt gesiegt hat. Auch die Zimmerreinigung in den Hotels wird nicht mehr täglich während des Aufenthaltes, sondern nur auf Wunsch des Gastes durchgeführt. In den kleinen Häusern werden wir auch „nach Corona“ den Teller-Frühstücks-Service beibehalten. Hierbei steht auch immer die Qualitätskontrolle im Vordergrund. Das Konzept bleibt grundsätzlich bestehen. Olaf und Anni werden sich zusammen mit den Hoteldirektorinnen weiterhin Gedanken machen, wie man dies noch einfacher für den Gast und auch für den Mitarbeiter umsetzen und gestalten kann.

Corona-Testzentren auf Usedom

In diesem Jahr kommt neu hinzu:

Anreisen dürfen Personen, die über einen tagesaktuellen negativen COVID-19-Test (max. 24 Stunden alt) verfügen oder vollständig geimpft sind (die zweite Impfung muss mindestens 2 Wochen zurückliegen, Nachweis: Impfpass) oder genesen sind (Covid-Erkrankung muss mindestens vier Wochen und längstens sechs Monate zurückliegen, Nachweis: schriftlicher Genesenennachweis).

Aber das soll dich überhaupt nicht am Urlaub hindern. Für mich ist das regelmäßige Testen tatsächlich schon zur Routine geworden, denn nicht nur du als Gast, sondern auch wir als Arbeitnehmer lassen uns regelmäßig testen. Die SEETELHOTELS haben in diesem Zuge auf Usedom bereits seit letztem Oktober das erste private Corona-Testzentrum initiiert und in Zusammenarbeit mit der Firma CENTOGENE aus Rostock in Bansin eröffnet. Hier kann sich jeder freiwillig auf das Coronavirus testen lassen – sei es mit einem PCR-Test und auch mit einem Antigen-Schnelltest. Auch an der polnischen Grenze hat ein weiteres Testzentrum eröffnet, um hier den Grenzverkehr besser regeln zu können. Darüber hinaus sind Antigen-Selbsttests unter Aufsicht möglich. Das Best Western Hotel Hanse Kogge in Koserow bietet bereits seit dem zweiten Lockdown diese Antigen-Schnelltests an. Hier hatten die Menschen schon vor Weihnachten die Möglichkeit, sich testen zu lassen, um mit einem sicheren Gefühl ihre Familien besuchen zu können. Ich mache mich auf den Weg dorthin, um mehr darüber zu erfahren. Ich frage nach, wie überhaupt die Idee entstanden ist, ein Schnelltestzentrum in kurzer Zeit auf die Beine zu stellen. Angefangen hatte es tatsächlich damit, dass die Mitarbeiter und Kollegen von der polnischen Seite der Insel Usedom für das Überqueren der Grenze einen Corona-Negativtest benötigen. Also sorgten auch die Inhaber des Hotels, Familie Raffelt, vor und entschied sich für ein eigenes Testzentrum. Aktuell werden hier Testungen an Berufspendler und auch Personen, die zum Beispiel ihre Familienmitglieder in Pflegeheimen besuchen möchten, durchgeführt.

Mit vereinten Kräften haben die touristischen Verbände, Kommunen und Ämter der Insel Usedom die letzten Wochen genutzt, den langersehnten Saisonstart vorzubereiten. Zahlreiche über die ganze Insel verteilte Testzentren ermöglichen, dass ihr euch in allen Seebädern und weiteren Orten auf der Insel ohne größere Wartezeiten testen lassen könnt. Bereits auf den Zufahrten B110 in Mellenthin und B111 in Hohendorf bei Wolgast stehen Drive-In-Testzentren zur Verfügung. Auch hier könnt ihr euch noch einen aktuellen Negativtest besorgen, der für das Einchecken in der Unterkunft nötig ist.

Alle Testzentren im Überblick findet ihr auf der Seite des Tourismusverbandes Insel Usedom e.V.

In einigen Testzentren ist eine Online-Anmeldung notwendig unter www.testzentrum-usedom.de Auf dem Online-Portal wählst du zunächst deinen Termin und buchst diesen verbindlich – anschließend erhältst du eine Bestätigung per E-Mail mit integriertem QR Code, welcher als Authentifizierung innerhalb von 1 Sekunde alle Formalien vor Ort erledigt, sodass der reine Test in wenigen Sekunden vor Ort abläuft. Das Ergebnis wird im Anschluss nach ca. 15-20 Minuten ebenfalls per Mail übersandt. Bei einem positiven Ergebnis besteht natürlich die Meldepflicht beim Gesundheitsamt sowie eine umgehende häusliche Quarantäne und ein weiterer PCR-Test.

Weitere Informationen findest du außerdem auf der Seite: www.usedom.de/corona

Mehr Sicherheit im Urlaubsland

Mein Ergebnis war im Übrigen negativ. Sorgenfrei mache ich mich also auf den Weg zur Kurverwaltung Koserow. Hier erzählt mir Kurdirektorin Nadine Riethdorf, dass auch die Kurverwaltungen auf Usedom bereits nach dem ersten Lockdown Vermieterschulungen veranstalten und sehr detaillierte Handouts für die privaten Ferienanbieter erarbeitet haben. Diese beinhalten die aktuelle Landesverordnung, Hygiene- und Sicherheitsstandards, Online-Ausstellung von Kurkarten, Tipps im Umgang mit der Kurtaxe sowie den zusätzlichen Service in den Kurverwaltungen. Die Kurverwaltung Koserow führte außerdem als erste kommunale Einrichtung auf Usedom die Basis-Variante des TMV-Siegels „Mehr Sicherheit im Urlaubsland“ ein. Dies garantiert, dass die Schutzstandards sowie die aktuelle gesetzliche Verordnung umgesetzt werden und der Pandemie- und Notfallplan vorhanden ist. Frau Riethdorf erklärt mir, wie sich eigentlich fast jeder Betrieb auf der Seite: https://mv-gegen-corona.de für diese Siegel anmelden kann. Es ist tatsächlich ganz simpel und mittlerweile gibt es in MV rund 750 teilnehmende Betriebe, davon aktuell rund 70 auf Usedom. Auf einer Karte kannst du erkennen, welche Unternehmen bereits teilnehmen. Nadine Riethdorf ist darüber hinaus auch Vorsitzende des Tourismusverbandes Insel Usedom und hat dementsprechend auch noch ein Rundschreiben entworfen, um weitere Unternehmen auf Usedom für diese Sicherheitssiegel begeistern zu können. Für das Basissiegel kann sich so gut wie jedes Unternehmen anmelden, da diese Sicherheits- und Schutzmaßnahmen bereits seit den Öffnungen nach dem ersten Lockdown jeder vorweisen muss. Darüber hinaus kann jeder frei wählen, ob er sogar die Bedingungen für ein Basissiegel + oder ++ erfüllen kann. Diese Siegel bieten ein zusätzliches Sicherheitsgefühl, nicht nur für unsere Gäste, sondern auch für die Mitarbeiter und Inselbewohner, welche nicht im Tourismus arbeiten.

Frau Riethdorf wies auch auf die Luca-App hin. Diese App hilft in der Kontaktnachverfolgung und entbehrt die ganze Zettelwirtschaft. Mecklenburg-Vorpommern führte die Luca-App als gesamtes Bundesland ein. Im Einzelhandel können wir wieder ohne Terminvergabe und Testungen shoppen gehen. Dies habe natürlich schon ausprobiert. Im Kaufhaus Stolz in Koserow zum Beispiel gibt es ein Ampelsystem. Rot bedeutet: Bitte kurz warten! Gelb bedeutet: Nur noch wenige Plätze frei! Und grün bedeutet: Bitte einzeln eintreten! Die Maskenpflicht bleibt natürlich bestehen, dafür kannst du dich aber ganz bequem mit der bereits erwähnten Luca-App einchecken, wo du dich eben nur einmal registrieren musst.

In den Lebensmittelgeschäften werden weiterhin die bekannten Regeln gelten: Kein Zutritt ohne Einkaufswagen! Auch dann nicht, wenn du nur schnell eine Flasche Wasser kaufen möchtest. Nur so kann gewährleistet werden, dass sich nicht zu viele Kunden gleichzeitig in den Geschäften aufhalten. Im Edeka (Beispiel Ückeritz) kannst du mittlerweile deinen Einkauf selbst einscannen und kontaktlos bezahlen. An den Eingängen stehen überall Desinfektionsspender bereit und auch die Einkaufswagen werden regelmäßig desinfiziert. Wahrscheinlich werden wieder lange Warteschlangen entstehen. Aber wenn wir trotz dessen wieder gemeinsame Strandspaziergänge machen können, ist es doch nur noch halb so schlimm, oder? Daher hoffe ich sehr, dass ich dir trotz der ganzen Regularien, dennoch ein Gefühl von Sicherheit vermitteln und dir damit Vorfreude auf deine nächste Usedomreise bereiten konnte. Mein Name ist Marika und ich bin für das Jahr 2021 deine Inselbloggerin von Usedom.

 

Das bin ich: Usedoms Inselbloggerin

Mein vollständiger Name ist Marika Borowski, ich bin 37 Jahre jung und komme gebürtig vom Festland aus dem Lassaner Winkel. Vom Lassaner Hafen aus hatte ich schon immer freie Sicht auf den Lieper Winkel und auf die Halbinsel Gnitz und war somit meiner Wahlheimat Usedom schon immer sehr nahe verbunden. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie meine Eltern mit mir zum Strand nach Trassenheide oder zum Zelten auf den Gnitz gefahren sind oder wir unsere Verwandten in der Stadt Usedom besucht haben. Für mich war es immer ein tolles Ereignis, meinen Schulfreunden zu erzählen, dass ich Verwandte habe, die auf einer Insel leben. Nun lebe ich selbst bereits seit über 20 Jahren auf Usedom und darf mich schon als ein kleines Inselkind bezeichnen. Ich habe hier den Beruf zunächst zur Hotelfachfrau und anschließend zur Hotelkauffrau erlernt und diesen zu meiner Berufung gemacht. Um unseren Usedom-Besuchern viel mehr über die Insel berichten zu können, habe ich mich selbst auf Entdeckungstour begeben und halte seit gut zwei Jahren alle meine Erlebnisse und Entdeckungen auf der Insel Usedom in meinem Blog fest:

www.marikas-inselblog.de

Im Café Moritz gibt es das beste Eis in ganz MV

 Doreen Grambow-Knuth betreibt die beste Eisdiele in Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Café Moritz im Ostseebad Koserow landete im vergangenen Jahr beim Eisdielentest der Ostsee-Zeitung auf dem ersten Platz. Die Leidenschaft für Eis, beste Zutaten, das Familienteam, Kreativität und ganz viel Liebe sind das Geheimnis für das Erfolgsrezept.

 Frau Grambow-Knuth, von Kindesbeinen an haben Sie in Stavenhagen im Eiscafé Ihrer Eltern mitgeholfen. Ab wann wussten Sie, dass Sie Eis auch zu Ihrem Beruf machen wollen?

Zunächst wollte ich das gar nicht. Ich konnte mir eher vorstellen, eine Modeboutique aufzumachen. Ich wusste ja, wie angebunden man mit einem Eiscafé ist und wieviel Arbeit drinsteckt. Dann reizte es mich aber doch, die erfolgreiche Familientradition weiterzuführen. Eis ist eben eine Herzensangelegenheit. Also habe ich erst mal eine Ausbildung zur Hotelfachfrau gemacht. Danach konnte ich mich für drei Jahre in einem Eis-Café meiner Eltern in Gnoien als Geschäftsführerin ausprobieren. Als mein Sohn Moritz geboren wurde, hat meine Schwester das Café übernommen. 2003 wollte ich es dann wissen und ganz allein etwas Größeres auf die Beine stellen. Als sich die Chance in Koserow ergab, habe ich blind entschieden. Ich dachte nur: volle Fahrt voraus. Finanzielle Unterstützung von meinen Eltern wollte ich nicht. Es ging mir darum, mir zu beweisen, dass ich es kann. Also habe ich die Ärmel hochgekrempelt und alles allein gewuppt. Erstmal das Geschäft umbauen und als Café einrichten. Die Handwerker konnte ich davon überzeugen, dass ich sie erst am Ende der Saison bezahlen kann. Ich hatte keinerlei Rücklagen. Im Mai war die Eröffnung. Die erste Saison lief gleich super. Die Urlauber haben das Café sofort gut angenommen. Die Einheimischen waren zunächst etwas zögerlich. Im ersten Winter habe ich dann das erste Mal gedacht, was machst Du hier eigentlich? Aber von Jahr zu Jahr lief es besser. Ich habe mir das Eisgeschäft zu eigen gemacht und alles im Café Moritz nach meinen eigenen Vorstellungen gestaltet. Manches habe ich etwas moderner aufgezogen als ich es von meinen Eltern kannte.

Beim OZ-Eisdielentest in Mecklenburg-Vorpommern haben Sie den ersten Platz gewonnen. Beste Eisdiele im ganzen Land - das ist eine tolle Auszeichnung. Was ist Ihr Rezept für diesen Erfolg?

An erster Stelle steht ganz klar das Eis. Das habe ich meinem Vater zu verdanken, der es mit unheimlich viel Kreativität und ganz viel Liebe zubereitet. Außerdem schätzen die Kunden die Qualität. Da machen wir keine Kompromisse. Egal, wie voll es im Café ist: Alles muss perfekt sein, jeder Eisbecher soll wie gemalt aussehen. Dann ist es sicherlich unsere Art, wie wir mit den Menschen umgehen. Jeder Gast ist mir wichtig, und wir haben für jeden Wunsch ein Ohr. Mit unseren Kunden sind wir fast zu einer großen Familie zusammengewachsen. Dadurch macht es uns richtig Spaß. Wir haben so viele Stammgäste, auch unter den Urlaubern. Die kommen täglich zu uns und verabschieden sich, wenn sie nach zwei Wochen wieder abreisen. Zu Weihnachten und Ostern bekommen wir immer ganz viel Post - liebe Karten und kleine Geschenke.

Café Moritz ist ein Familienbetrieb. Sie schmeißen den Laden gemeinsam mit Ihren Eltern und Ihrem Mann. Wie teilen Sie sich Aufgaben auf?

Mein Vater macht das Eis, meine Mutter backt die Torten, mein Mann ist für die Eisbecher zuständig und ich bin die Kellnerin (lacht). Es ist schon ungewöhnlich, dass wir als Familie so gut zusammen funktionieren. Alle sind dabei, alle machen mit. Dass wir so ein eingespieltes Team sind, spüren die Gäste natürlich. Erstaunlich – obwohl wir 24 Stunden zusammen sind, gehen wir uns nicht auf die Nerven. Wir sind schon eine Top-Familie.

Welche Eissorten gibt es nur im Café Moritz? Welche Tortenkreationen sind bei den Gästen die beliebtesten?

Alle Sorten werden auf Milchbasis zubereitet, auch das Fruchteis. Das unterscheidet uns von italienischen Eisdielen. Inzwischen bieten wir auch zwei bis drei vegane Sorten an, der Trend wird ja immer größer. Das vegane Schokoladeneis ist der absolute Renner – das habe ich mal aus Spaß entwickelt. Dafür verwenden wir kostbare Zutaten wie extremdunkle Schokolade. Auch das Joghurteis ist der Knaller. Es hat kaum Kalorien, ist komplett ohne Zucker und schmeckt super. Davon kann man so viel essen wie man will ohne dick zu werden. Auch Sanddorneis ist bei den Kunden seit Jahren sehr beliebt. Wir haben immer 32 Sorten gleichzeitig im Angebot. Jedes Jahr entwickeln wir drei bis vier neue Sorten und gucken, wie sie laufen. Manche verschwinden nach einer Saison wieder, andere werden zu Dauerbrennern. Vanille, Erdbeere und Schokolade könnten wir meinetwegen streichen – langweilig, das gibt es überall. Da fällt mir Interessanteres ein.
Bei den Torten ist Sanddorn-Torte seit 17 Jahren der absolute Favorit bei den Gästen. Bei den Torten orientieren wir uns an den Jahreszeiten. Im Sommer bieten wir eher die fruchtigen Varianten an, im Winter kommen verstärkt Nougat, Marzipan und Eierlikör zum Einsatz.

Essen Sie selbst noch gerne Eis? Welche ist Ihre Lieblingssorte?

Ja, täglich! Wir alle! Alle Sorten! Das ist mir nie über geworden. Eine Lieblingssorte gibt es nicht. Ich esse alle gerne.

Sie haben das ganze Jahr über geöffnet. Heißt das, dass auch viele Insulaner zu Ihren Fans gehören?

Inzwischen konnten wir die Insulaner überzeugen. Anfangs haben sie sich das Ganze erstmal angeguckt und waren ein wenig skeptisch. Aber das ist schon lange her. Die Leute kommen von der ganzen Insel zu uns, sogar aus Greifswald oder Anklam und Umgebung. Urlauber sind inzwischen das ganze Jahr über hier. Das hat sich seit 2004 grundlegend verändert. In den Anfangsjahren kam es schon manchmal vor, dass die Tage im Winter mühsam waren. Inzwischen ist auf der Insel auch im Winter etwas los, vor allem in den Herbst und Frühjahrsferien. Inzwischen kann ich das Personal den ganzen Winter beschäftigen – wenn nicht gerade Corona ist.

Viele haben die Corona bedingte Pause kreativ genutzt. Haben Sie auch neue Ideen für das Café entwickelt?

Seit neuesten bieten wir Bubble Waffeln mit Eis in allen möglichen Variationen an. Die Idee hatte meine Tochter, die diesen Hype auf Facebook und Instagram gesehen hatte. Wir haben sofort ein Blasenwaffeleisen bestellt und angefangen, in unserer Küche zu experimentieren. Das hat gleich super funktioniert und macht riesigen Spaß. Die Kunden können sich aussuchen, was sie alles außer Eis auf die Waffel haben wollen. Vor allem die Kinder lieben es, sich die tollsten Kreationen zusammenzustellen. Mit Früchten, Schokoriegeln, Smarties, Marshmallows … Da sind keine Grenzen gesetzt.
Dann gab es noch eine Idee, wie wir die Zeit des Lockdowns überbrücken können. Diesen Geistesblitz hatte ich. Wir haben einem mobilen Eisverkaufswagen, den wir manchmal auf Hafentagen, Kinderfesten oder Trödelmärkten in der Region eingesetzt haben. Den haben wir jetzt vor unserem Haus auf der Koserower Hauptstraße aufgestellt und bieten die Bubble-Waffeln an. Das ist wie eine Bombe eingeschlagen. Die Leute sind so dankbar über das Angebot, dass sich immer wieder lange Schlangen bilden. Ich freue mich auch, dass ich endlich wieder in Aktion sein kann. Der Lockdown war eine totale Umstellung – ich habe in meinem Leben immer gearbeitet, rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Ich liebe es, morgens aufzuwachen und zu wissen: jetzt muss ich loslegen.

Sie haben die viele freie Zeit für ausgiebige Fahrradtouren und Wanderungen genutzt. Welche Ecken auf Usedom haben Sie neu entdeckt?

Tatsächlich habe ich während des ersten Lockdowns im letzten Frühjahr festgestellt, wie wenig ich von der Insel wirklich kenne. Im Sommer bin ich normalerweise eingespannt, und im Winter mache ich es mir eher zu Hause gemütlich. Da hat uns unser Sohn ein bisschen auf die Sprünge geholfen. Er ist ein richtiges Inselkind und hat uns seine Lieblingsecken gezeigt. Wir haben uns dann ein schönes Picknick eingepackt und sind alle zusammen losgeradelt. Der Gnitz und das Loddiner Höft haben mir sehr gut gefallen. Ein anderes Mal haben wir eine große Runde von Pudagla, über Benz bis nach Bansin gedreht. Auch die Ecke Mölschow, Ziemitz, Neeberg kannte ich überhaupt nicht.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Karina Schulz für usedom.de am 20.04.2021.

Die Bernsteinbäder mit dem Drahtesel entdecken

Eigentlich habe ich mir mein Jahr als Inselbloggerin von Usedom ein wenig anders vorgestellt. Während der Coronapandemie und einem gefühlt ewig anhaltenden Lockdown ist es auch für mich ziemlich schwierig, die Insel in ihrer ganzen Pracht und vor allem mit ihren vielfältigen Angeboten erleben zu dürfen. Aktuell nutze ich daher die Zeit, viel mit dem Rad auf Usedom unterwegs zu sein. Statt dir diese Touren zu zeigen und davon zu erzählen, würde ich mich viel mehr darüber freuen, wenn du endlich wieder selbst die Insel mit dem Rad entdecken könntest. Nun habe ich mir überlegt, dennoch von meinen Touren zu berichten, dich gedanklich mitzunehmen und dir ein wenig Inselgefühl zu vermitteln. Denn Usedom wartet noch immer auf dich und vermisst dich genauso wie du deine Lieblingsinsel.

Starten wir also im:

 

Bernsteinbad Ückeritz

Woher kommt dieser Name eigentlich? Bernsteinbäder? Hier an der schmalsten Stelle der Insel reihen sich die Seebäder Ückeritz, Loddin, Koserow und Zempin wie Bernsteine an einer Schnur aneinander. Nach stürmischen Tagen und Nächten findest du hier das Gold des Meeres direkt am Strand. Auch ich bin eine begeisterte Bernsteinsammlerin.

Vom Bahnhof Ückeritz aus mache ich mich auf den Weg zum Campingplatz, durch den Wald entlang des Wockninsees. Der knapp drei Kilometer lange Naturlehrpfad ist am besten zum Wandern geeignet und führt in Richtung Hafen Stagnieß. Und genau da möchte ich hin. Hier am Hafen könnte ich meine erste Pause verbringen. Mache ich auch. Nicht, weil ich schon k.o. bin, sondern weil ich für eine Weile dieses schöne Fleckchen Erde genießen muss. Immer wieder bin ich fasziniert von dieser traumhaften, naturnahen Lage. Heute ist wieder einer dieser schönen Tage. Die Sonne scheint, das Wasser plätschert vor sich hin. Nur im Fahrtwind ist es ziemlich frisch. Man muss dazu sagen, ich bin mit einem E-Bike unterwegs, da kommt man nicht so leicht ins Schwitzen. Eigentlich gar nicht. Für die „Usedomer Berge“ ist ein E-Bike tatsächlich angebracht, falls du dich nicht komplett verausgaben, sondern ganz bequem die Landschaft genießen möchtest. Wenn du den Weg durch den Küstenwald von Ückeritz in Richtung Stubbenfelde wählst, hast du teilweise mit einer Steigung von bis zu 16% zu kämpfen. Und in Richtung Bansin sieht es nicht anders aus, da geht es nur bergauf und bergab. Gleichzeitig ist das eine ganz wunderbare Wanderstrecke, immer mit Blick auf die Ostsee! Da nimmt man ein paar Anstrengungen gern in Kauf, oder?

Bernsteinbad Loddin

Zurück zum Hafen Stagnieß! Von hier aus geht es weiter über die Ückeritzer Angelteiche ins Bernsteinbad Loddin. Hier kann ich dir eine wundervolle Wandertour zum Loddiner Höft empfehlen. Das Fahrrad solltest du beim „Waterblick“ stehen lassen, da der Weg bis zum Höft sehr sandig ist und es am Ende steil bergauf geht. Das Loddiner Höft ist eine in das Achterwasser ragende Landzunge, die dir an einer etwa 16 Meter hohen Steilküste einen herrlichen Ausblick auf das Achterwasser, auf den Lieper Winkel und auf die Halbinsel Gnitz bietet. Das Loddiner Höft ist auch ein wunderschöner Lieblingsplatz, um fantastische Sonnenuntergänge zu erleben. Aber es ist noch mitten am Tag, und somit mache ich mich auf den Weg nach Kölpinsee, zum Kölpinsee. Der Name kommt aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie Schwanensee. Im Kölpinsee befindet sich die kleine sogenannte Schwaneninsel, die Heimat für verschiedenste Wasservögel ist und auch als Liebesinsel bezeichnet wird. Ist das nicht romantisch? Ich liebe diesen See. Er hat sowas Beruhigendes. Ich könnte hier den ganzen Tag sitzen und einfach nur auf´s Wasser starren. Aber ich weiß ja, wo mich mein nächstes Ziel hinführt, und da ist es mindestens genauso schön. Ich schlage also einen Haken und fahre wieder zurück zur B111, dort wo die beiden Orte Loddin und Kölpinsee quasi getrennt werden. Von dort aus geht es nach Damerow. Auf der Sonnenterrasse vom Forsthaus Damerow würde ich mir jetzt als Gast meine erste Kaffeepause gönnen. Dies ist momentan nur mit einem eigenen Picknick möglich – gleich gegenüber an der Schwedeneiche, auf der großen Forsthauswiese oder hinter dem Deich auf dem kleinen Steg am Achterwasser. Letzteres wird meine Wahl. Nach einem kurzen Sonnenbad kann ich von hier aus direkt weiter auf dem Deich, am Otto-Niemeyer-Holstein-Atelier vorbei, in Richtung Zempin radeln.

Bernsteinbad Zempin

Es ist das kleinste Seebad der Insel Usedom. In Zempin befinde ich mich an der schmalsten Stelle der Insel. Eigentlich ist die schmalste Stelle an der Rieck, einer Bucht an der nur rund 300 Meter breiten Stelle der Insel zwischen Zempin und Koserow. Dort liegt auch Lüttenort, die Heimat des Usedomer Malers Otto Niemeyer-Holstein. Ich liebe es, hier am Achterwasser zu sitzen – die Ruhe und die Natur zu genießen, um dasselbe schon ein paar Minuten später am Ostseestrand, hier dann normalerweise etwas lebhafter, zu tun. Meine zweite Pause verbringe ich im Sand, an der Surfbox Zempin, um genau zu sein. Hier ist alles da, was du zum Leben brauchst. Eine Strandbar, eine Dachterrasse mit Blick auf´s Meer, eine Hängematte, eine Strandschaukel. Nur keine Menschen. Wie gern würde ich jetzt mit einem Cocktail in der Hand in den Sonnenuntergang schaukeln… Nein, auch wir Inselbewohner können momentan nicht alles haben.

Bernsteinbad Koserow

Bevor es für mich wieder zum Ausgangspunkt geht, radel ich, diesmal auf dem Deich entlang, in Richtung Koserow. Vorbei an den Koserower Salzhütten und an der noch nicht ganz fertiggestellten Seebrücke, immer mit Blick auf die Ostsee, bis es in den Küstenwald hinein geht. Am Steckelsberg mache ich nochmals kurz Halt und kämpfe mich zu Fuß den Berg hinauf. Diesen Ausblick auf die gesamte Ostseeküste muss ich mir nochmal geben. Mit etwa 58 Metern ist der Streckelsberg die dritthöchste Erhebung auf der Insel Usedom. Der Sage nach soll die später als Hexe gebrandmarkte Maria Schweidler hier viel Bernstein gefunden und damit die Not der Menschen auf Usedom gelindert haben. Auch soll der legendäre Seeräuber Klaus Störtebeker hier ein Versteck gehabt haben. Und im Umfeld des Streckelsberges soll die sagenumwobene Stadt Vineta vor Koserow versunken sein. Der Streckelsberg ist also ein sagenumwobener Ort.

Bevor es dunkel wird, mache ich mich lieber auf den Weg zurück nach Ückeritz. An so einem Tag ist wirklich nichts mehr dran. Aufgrund der aktuellen Ausgangssperre habe ich außerdem echt Probleme, es morgens rechtzeitig an den Strand zum Sonnenaufgang zu schaffen… Aber das ist natürlich ein Luxusproblem und ich möchte auch gar nicht näher darauf eingehen. Ich hoffe vielmehr, dass dir meine kleine Fahrradtour gefallen hat und wir bald endlich wieder zusammen über Usedom radeln können.

Im folgenden Link findest du all die tollen Radwege von Usedom: https://usedom.de/fahrradtouren-usedom
Gucke dir gern schon mal die verschiedenen Touren an, bevor du sie hoffentlich bald selbst mit dem Rad erkunden kannst.

Ahoi und liebe Grüße sendet dir Marika - deine Inselbloggerin.

Die Inselbloggerin

Mein vollständiger Name ist Marika Borowski, ich bin 37 Jahre jung und komme gebürtig vom Festland aus dem Lassaner Winkel. Vom Lassaner Hafen aus hatte ich schon immer freie Sicht auf den Lieper Winkel und auf die Halbinsel Gnitz und war somit meiner Wahlheimat Usedom schon immer sehr nahe verbunden. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie meine Eltern mit mir zum Strand nach Trassenheide oder zum Zelten auf den Gnitz gefahren sind oder wir unsere Verwandten in der Stadt Usedom besucht haben. Für mich war es immer ein tolles Ereignis, meinen Schulfreunden zu erzählen, dass ich Verwandte habe, die auf einer Insel leben. Nun lebe ich selbst bereits seit über 20 Jahren auf Usedom und darf mich schon als ein kleines Inselkind bezeichnen. Ich habe hier den Beruf zunächst zur Hotelfachfrau und anschließend zur Hotelkauffrau erlernt und diesen zu meiner Berufung gemacht. Um unseren Usedom-Besuchern viel mehr über die Insel berichten zu können, habe ich mich selbst auf Entdeckungstour begeben und halte seit gut zwei Jahren alle meine Erlebnisse und Entdeckungen auf der Insel Usedom in meinem Blog fest:

www.marikas-inselblog.de

Ich hole meine Leser gedanklich aus dem Alltag ab und nehme sie mit auf meine Genussreise quer über die Insel bis hin zu meinen Lieblingsecken. Im September 2020 habe ich dann am inselweiten Ideenwettbewerb für Usedom teilgenommen und mit meiner Idee eines authentischen Inselblogs gewonnen. Ich war so aufgeregt und so glücklich – und bin es heute immer noch! Das Schreiben liegt mir gut, aber vor Menschen sprechen fällt mir manchmal etwas schwer. In jeder meiner Zeilen stecken eine Menge Recherche, persönliche Erlebnisse und ganz viel Herzblut für meine Sonneninsel. Denn Usedom ist nicht nur eine Urlaubsinsel, sondern ein ganz besonderes Gefühl - ein Gefühl, das verbinden soll. Es wird endlich Zeit, dass Usedom sich wieder mit seinen Gästen verbinden darf!

Wie bereitet sich die Insel Usedom auf die Urlaubssaison 2021 vor?

Viele von uns freuen sich auf den kommenden Sommer und hoffen, dass sich die Corona-Lage wieder etwas entspannt und einen unbeschwerten Urlaub möglich macht. Und dabei muss man gar nicht in die weite Ferne schweifen, denn das Urlaubsland Deutschland bietet mit seinen Stränden, Bergen, Metropolen und weiten Landschaften allerlei Möglichkeiten, eine schöne Zeit zu verbringen. Wie wäre es beispielsweise mit einem Urlaub auf Deutschlands sonnenreichster Insel?

Wir waren Anfang März einige Tage auf Usedom unterwegs und konnten uns ein Bild davon machen, wie sich die Insel auf die Zeit nach dem Lockdown vorbereitet. Verschiedene touristische Betriebe haben uns einen detaillierten Einblick gegeben, welche Maßnahmen ergriffen und welche Hygienekonzepte etabliert wurden, um Gästen, Mitarbeitern aber auch Einheimischen viel Sicherheit in Bezug auf Reisen in Corona-Zeiten zu geben.

Eines können wir schon vorwegsagen: Der Tourismus auf Usedom steht in den Startlöchern. Die Insel und ihre Betriebe sind bestens auf den Saisonstart vorbereitet und warten darauf, wieder ihre Gäste begrüßen zu dürfen. Und dabei werden weit mehr als die üblichen standardmäßigen Hygienemaßnahmen, wie Abstandsregelungen, das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes und regelmäßige Desinfektion umgesetzt.

Gesundheit und Wohlbefinden aller Beteiligten hat höchste Priorität

„Unsere höchste Priorität gilt der Gesundheit unserer Gäste, unserer Mitarbeiter und der Inselbewohner Usedoms.“ sagt Marek Rausch, Hoteldirektor des SEETELHOTEL Kaiserstrand Beachhotel in Bansin. Und aus diesem Grund hat die Hotelgruppe schon im vergangenen Jahr ein eigenes Hygienesiegel in Zusammenarbeit mit Dr. Schnell für all ihre Hotels und Restaurants eingeführt, um den besten Standard für einen sichereren und entspannten Hotelaufenthalt zu bieten. Darüber hinaus war man im Bereich Testen Vorreiter auf der Insel: Die SEETELHOTELS haben im Oktober 2020 das erste private Corona-Testzentrum auf Usedom mit initiiert und in Zusammenarbeit mit einem Biotechnologie-Unternehmen in Bansin eröffnet. Das erspart Insulanern und Urlaubern die Fahrten zum nächstgelegenen Testzentrum auf dem Festland und lange Wartezeiten.

„Mehr Sicherheit im Urlaubsland“ verspricht auch das Siegel „MV gegen Corona“, mit dem bereits über 370 teilnehmende touristische Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern die Erfüllung der Schutzstandards und weiterer Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus garantieren. So auch das Hotel zur Post in Bansin, das beispielsweise neben Eingangsuntersuchungen, wöchentlichen Schnelltests und umfangreichen Schulungen ihrer Mitarbeiter auch erhöhte Reinigungs- und Desinfektionsintervalle umsetzt. „Wir setzen uns selbst immer wieder neue Standards, um den Urlaub unserer Gäste noch besser und sicherer zu gestalten.“ versicherte uns Hoteldirektor Michael Roth.

Digitale Tools helfen bei der Umsetzung von Maßnahmen

Aber auch bei der Luca App ist Mecklenburg-Vorpommern Wegbereiter und hat als erstes deutsches Bundesland die Lizenz für die Nutzung des Systems erworben. Damit können touristische Betriebe, Gastronomie und Kulturstätten einfach, schnell und sicher die Kontaktdaten von Gästen erfassen, um ggf. später Infektionsketten lückenlos nachverfolgen zu können. Die umständliche Zettelwirtschaft und das Ausfüllen von Kontaktdaten entfallen somit. Alle Betriebe, mit denen wir auf Usedom gesprochen haben, freuen sich auf die Einführung des Systems und unterstützen dieses.

Sehr begeistert hat uns die umfangreiche digitale Gästemappe, die Gästen als In-Room Tablet im Hotelzimmer des BEST WESTERN Hotel Hanse-Kogge in Koserow geboten wird. „Die smarte Softwarelösung ist ein wahrer Allrounder und ersetzt hygienisch Fernbedienung, Telefon und gedruckte Gästemappe“ erzählte uns Hotelinhaber Michael Raffelt, der zugleich Vorstandsvorsitzender des Usedomer Hotelverbandes ist. Darüber hinaus kann man mit dem Tablet in hunderten Zeitschriften schmökern, einen Tisch im Hotelrestaurant buchen oder sich über das Hotel und die Umgebung informieren. Selbst ein Chat mit der Rezeption ist möglich. Und das Beste dabei: Alles funktioniert kontaktlos und schnell.

Ideenreichtum in Kultur, Shopping & Gastronomie

Aber auch der Einzelhandel feilt an neuen Hygienemaßnahmen, die weit über den gesetzlich vorgeschriebenen Standard hinausgehen. Das Marc O‘Polo Strandcasino in Heringsdorf, ein Concept Store aus Shopping & Gastronomie, hat während des pandemiebedingten Lockdowns Baumaßnahmen umgesetzt und sein Hygienekonzept erweitert. Sei es der Einbau von kontaktlosen Schiebetüren, das Aufstellen von Hygienestationen oder eine deutliche Reduktion der Restauranttische: Hier wurde Einiges gemacht, um den Gästen bei der Wiedereröffnung viel Sicherheit zu bieten ohne auf den gewohnten Service verzichten zu müssen.

Ideenreichtum hat auch im vergangenen Jahr die Kurverwaltung in Koserow bewiesen. Aufgrund der Corona-Verordnung war es (und ist es nach wie vor) nicht möglich, klassische Kurkonzerte auf der Kurmuschel durchzuführen. „Koserow ohne Musik, das geht einfach nicht“, berichtete uns Kurdirektorin Nadine Riethdorf. Also organisierte man kurzerhand für die Sommermonate regelmäßige Straßenmusik-Konzerte. Unbekannt war, wann und wo man auf die Straßenmusiker trifft. Umso überraschter waren Urlauber und Insulaner, wenn sie während eines Spaziergangs musikalisch unterhalten wurden. Für dieses Jahr gibt es bereits Überlegungen, Kurkonzerte digital zu übertragen. So hätten auch die Daheimgebliebenen die Möglichkeit, etwas vom Usedom-Urlaubs-Flair zu spüren.

Der Megatrend Camping

Dass Camping eine tolle Alternative zu einem Hotelaufenthalt oder einer Ferienwohnung ist, hat sich bereits im letzten Jahr gezeigt. Camping war so beliebt wie nie. Urlauber schätzen gerade in Corona-Zeiten die Flexibilität, die räumliche Distanz zu Anderen, große Abstände und die Möglichkeit der Selbstversorgung. Das Dünencamp Karlshagen berichtete uns von einer Vollauslastung in der Saison 2020 und hat auch alles vorbereitet, damit ein sicheres Camping auch 2021 wieder möglich sein wird.

Erholsamer Urlaub ist trotz (und auch wegen) vieler Hygienemaßnahmen möglich

Egal ob im Hotel, einer Ferienwohnung, auf dem Campingplatz, beim Essen im Restaurant oder beim Einkaufen: Durch die vielen Hygienemaßnahmen gibt es diverse Einschränkungen und Gäste sind angehalten, sich auf veränderte Prozesse einzustellen und an neue Standards zu gewöhnen. Aber bei einem sind sich die Betriebe sicher: Es wird alles getan, um auf Usedom einen schönen, erholsamen Urlaub zu verbringen und Gäste dürfen sich trotz der aktuellen schwierigen Bedingungen auf einen hervorragenden Service freuen.

 

 

Das sind wir: One Million Places

Wir sind Michael & Sandra und schreiben auf unserem Reiseblog One-Million-Places.com mit viel Leidenschaft über unsere unzähligen Abenteuer und Erlebnisse – sei es von traumhaften Inseln, in Millionenstädten, auf Berggipfeln, in der puren Wildnis oder in den Tiefen der Ozeane. Reisen ist unsere große Leidenschaft und wir lieben es, neue Länder, Orte und Kulturen kennenzulernen und darüber zu berichten.

 

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