Torsten Riel hat sich den Traum von der Selbstständigkeit erfüllt und produziert in seiner Schokoladenmanufaktur in Greifswald unwiderstehliche Schokoladenkreationen. Im Interview verrät der Konditormeister unter anderem die Vorlieben der Kundschaft und spricht über seine diversen Weltrekordversuche.

So kam die handgemachte Schokolade zuerst nach Usedom

Herr Riel, können Sie sich noch an Ihre erste berufliche Berührung mit dem Thema Schokolade erinnern?

Meine erste Berührung mit Schokolade hatte ich 1994 bei der überbetrieblichen Ausbildung in Wolfenbüttel an der Bundesfachschule für das Konditorenhandwerk. Da kriegt man all die Sachen beigebracht, die nicht unbedingt jeder Konditor auch in der eigenen Backstube macht. Dazu gehört eben auch der intensive Umgang mit Schokolade. Danach ist das Thema bei mir aber wieder etwas eingeschlafen, bis ich im Jahr 2000 meine Meisterprüfung hatte. So richtig los ging es dann 2002, als ich angefangen habe bei Halloren – Deutschlands ältester Schokoladenfabrik – zu arbeiten.

Wie kam es dann dazu, dass Sie zunächst auf Usedom eine Schokoladenmanufaktur eröffnet haben?

Nachdem ich meine Meisterprüfung bestanden habe, hat mein Vater immer gesagt: "Mensch Junge, vielleicht hast du als Meister ja irgendwann mal dein eigenes Geschäft." Und damit hat er in mir genau diesen Wunsch geweckt, der mit der Zeit immer größer wurde. Es hat dann noch ein bisschen gedauert, aber 2016 habe ich mir den Wunsch der Selbstständigkeit mit der Schokoladenmanufaktur in Wolgast erfüllt. Mein Vater kommt selbst aus dem Handwerk und hat mir von Anfang an vermittelt, dass das Handwerk etwas Tolles ist.

Welche Produkte stellen Sie in Ihrer Manufaktur her?

Wir stellen Schokoladentafeln und 30 verschiedene Sorten Pralinen her, die saisonal wechseln. Sowohl die Tafeln als auch die Pralinen bedrucken wir auf Kundenwunsch mit individuellen Motiven wie Fotos oder Logos für Firmenpräsente.

Woran haben Sie persönlich am meisten Spaß?

Natürlich auch an der Herstellung der Schokoladenkreationen, aber vor allem am Umgang mit netten Kunden. Wenn ich sehe, dass die Kunden sich freuen, es ihnen schmeckt, sie zufrieden sind und immer wieder kommen, macht mir das die meiste Freude.

Welche Leckereien kommen bei Ihren Kunden am besten an?

Der absolute Renner sind die Biedenweg-Tassen. Das sind Pralinen, die hier nach der Konditorei benannt sind und sowohl mit Karamell, als auch mit Nougat gefüllt sind. Die Hauspraline gibt es in drei verschiedenen Sorten: Vollmilch, Zartbitter und weiße Schokolade. Wobei die Vollmilchsorte mit Cappuccino-Creme gefüllt ist. Die Biedenweg-Tassen gehen das ganze Jahr über.

Die wenigsten Kunden sind scharf auf Trends oder Außergewöhnliches. Wir haben zum Beispiel auch Pralinen mit Pfeffer, Chili oder Senf im Angebot, da trauen sich aber nur wenige dran. Die breite Masse schätzt die Klassiker mit Nougat, Karamell, Marzipan und Frucht. Und hier oben im Norden ist Zartbitter die bevorzugte Schokoladensorte, erst danach kommen Vollmilch und weiße Schokolade.

Was ist Ihr persönlicher Favorit?

Alles mit Marzipan!

Welche Schokolade bevorzugen Sie für Ihre Pralinen und Tafeln?

Die Kakaobohnen für unsere Produkte kommen vor allem von der Elfenbeinküste, dem verbreitetsten Anbaugebiet für Schokolade, und aus Ghana.

Zweifacher Weltrekord in Schokolade

Sie sind ja nicht nur Konditormeister und Schokoladenexperte, sondern sogar zweifacher Weltrekordhalter.

Ja, im Jahr 2005 habe ich mit zwei Konditorenkollegen die größte Katzenzunge der Welt hergestellt. Sie war 1,80 Meter lang und 112 Kilogramm schwer. Anlass war der Tag der offenen Tür bei Halloren, wo die Katzenzunge dann präsentiert und anschließend zu je 100 Gramm verkauft wurde. Die Einnahmen aus dieser Aktion wurden für einen guten Zweck gespendet.

2008 kam das Marketing von Halloren dann wieder auf mich zu und damals ist die Idee der größten Mozartkugel der Welt entstanden. Die habe ich im Alleingang hergestellt. Die Kugel wog 196,9 Kilogramm und hatte einen Durchmesser von 88 Zentimeter. Auch dieser Weltrekord hat es ins "Guinness World Records"-Buch geschafft.

Meinen letzten Weltrekordversuch habe ich im August 2017 gestartet. Damals ging es um die kleinste gefüllte Praline der Welt. Sie hat nur 0,3 Gramm gewogen und war drei Millimeter groß. Obwohl es eigentlich nicht mehr kleiner geht, wurde dieser Versuch leider nicht als Weltrekord anerkannt.

Lernen Sie direkt vom Meister, wie man Pralinen macht

In Ihrer Schokoladenmanufaktur bieten Sie auch Seminare an. Was können die Teilnehmer bei Ihnen lernen?

Die Teilnehmer lernen als erstes, wie eine Pralinenfüllung gekocht wird. Außerdem wird natürlich die Verarbeitung der Schokolade gelehrt, also beispielsweise das Temperieren. Die meisten Besucher lernen hier allerdings das erste Mal so richtig kennen, wie viel Arbeit hinter einer kleinen Praline steckt. Viele gehe in den Laden, kaufen sich eine Praline, vernaschen die in ein paar Sekunden und wissen gar nicht, wie viele Arbeitsschritte zuvor nötig waren, um dieses Produkt herzustellen.

Das Wichtigste aber ist, dass wir immer sehr viel Spaß bei den Seminaren haben. Pro Seminar können maximal vier Personen teilnehmen, so dass ich mich auch jedem Einzelnen widmen kann. Alles was die Teilnehmer herstellen, dürfen sie im Anschluss mit nach Hause nehmen.

Wie sind Sie denn überhaupt auf die Insel Usedom gekommen?

Ich habe früher in Lubmin, nur unweit entfernt von Usedom, sehr oft Urlaub gemacht. Damals haben Freunde mitbekommen, dass ich mich selbstständig machen wollte. Aus diesem Kreis bekam ich dann den Tipp, dass jemand auf Usedom einen Nachfolger für seine Konditorei und sein Café sucht. Erst konnten wir uns lange Zeit nicht einigen, wie ich das Geschäft übernehmen kann und dann sagte die Gattin des Inhabers: "Du kommst doch aus der Schokolade und wir haben hier einen wunderschönen Kreuzgewölberaum leerstehen. Mach doch darin deine Schokoladenmanufaktur." So haben wir das gemacht und 2018 habe ich dann schließlich auch das angebundene Café übernommen.

Welcher ist Ihr Lieblingsplatz auf Usedom?

Eigentlich mein Garten. Aber ich bin auch gern auf meinem Boot, das hier in Wolgast liegt und von dem aus ich ab und zu angele, aber nie was fange. Am liebsten sind mir stille Orte, wo man die Ruhe genießen kann.

Vielen Dank für das Gespräch!

Dieses Interview führte Herr Koprek im Auftrag der SEMSEO GmbH für usedom.de am 31.01.2019.

Urlaubs-Tipp: Usedom hat noch viele andere kulinarische Höhepunkte zu bieten.

Der Deutsch-Amerikaner Lyonel Feininger zählte zu den bedeutendsten Künstlern der klassischen Moderne. Während der Sommermonate seiner Zeit in Deutschland war Lyonel Feininger oftmals an der Ostsee zu Gast. In den Anfängen noch auf Rügen, später aber auch auf Usedom, wo er weitere Gemälde schuf. Gerne streifte er mit seinem Fahrrad über die Ostseeinsel, immer wieder auf der Suche nach neuen Naturmotiven. Anhand dieser Skizzen hat er später diverse Grafiken, Aquarelle und Ölbilder geschaffen.

Lyonel Feininger - Der Werdegang eines talentierten Künstlers

Als er mit 16 Jahren seine Eltern nach Deutschland begleitete, wusste er noch nichts von seiner erfolgreichen Zukunft. Seine künstlerischen Wurzeln wurden ihm aber in die Wiege gelegt. Auf Wunsch seines Vaters Karl Feininger, der Geigenspieler und Komponist war, sollte auch sein Sohn eine Musikkarriere beginnen. Feininger entschied sich damals gegen den Willen seines Vaters und besuchte die Kunstgewerbeschule in Hamburg mit anschließendem Studium an der königlichen Akademie in Berlin.

Aufgrund seiner Begabung wurde er bereits in frühen Jahren von verschiedenen Zeitschriften und Verlagen als Karikaturist unter Vertrag genommen. In dieser Zeit heiratete der begabte Zeichner seine erste Frau, die Pianistin Clara Fürst.

Lyonel Feiningers Bilder auf der Kunstausstellung in Berlin

Dank seiner besonderen Fähigkeiten wurden seine Bildergeschichten 1904 auf der großen Kunstausstellung in Berlin gezeigt. Im Jahre 1905 trennte sich Lyonel von seiner ersten Frau und seinen beiden Kindern. Ein Jahr später lernte er seine zweite Frau, die Künstlerin Julia Berg, kennen.

Auf einer gemeinsamen Reise nach Paris lernte der in New York geborene Lyonel Feininger auch die Künstler Robert Delaunay und Henri Matisse kennen. Nach weiteren Verträgen mit einer amerikanischen Zeitung ließ er sich später in Berlin nieder. Dort trat Lyonel Feininger im Jahre 1909 der Berliner Secession, einer Künstlergruppe, bei.

Lyonel Feininger und der Kubismus

1911 beteiligte sich Lyonel Feininger mit sechs Bildern an einer Ausstellung im Salon des Indépendants in Paris. In dieser Zeit erfolgten auch die ersten Berührungen mit dem Kubismus. Lyonel Feiningers Bilder hatten zu dieser Zeit bereits einen großen Bekanntheitsgrad erlangt. Er malte unter anderem Bilder von Kirchen und Dorfkernen des Weimarer Umlandes in Thüringen. Seinen Kubismus nannte er selbst "Prisma-ismus".

Im Mai 1919 wurde er von Walter Gropius als Meister in das staatliche Bauhaus Weimars aufgenommen. Dort war er mehrere Jahre als Leiter der Druckwerkstätten tätig. 1924 schloss er sich mit weiteren Künstlern zur Ausstellungsgemeinschaft “Die Blauen Vier” zusammen. Aufgrund der Neugründung des Bauhauses zog Feininger 1926 mit seiner Familie nach Dessau. Auf eigenen Wunsch hin ließ sich Lyonel Feininger später vom Bauhaus entpflichten.

Lyonel Feininger und sein Wirken auf der Sonneninsel

Als Sommerquartiere wählte Lyonel Feininger in den Jahren 1908 bis 1913 Ortschaften wie Benz, Heringsdorf und Neppermin. Seine Fahrradroute startete er in Heringsdorf, wo er unter anderem die prachtvolle Strandpromenade sowie die Seebrücke malte. Von dort aus ging es über Bansin nach Sallenthin weiter nach Benz. Neben der bekannten St. Petri Kirche hat er dort auch die beliebte Holländerwindmühle als Motiv gewählt. Auf dem Weg zwischen Neppermin und Balm hielt er auf seinen Skizzen mehrere Mühlen und Scheunen fest. Leider wurden viele dieser Gebäude wegen Baufälligkeit bereits abgerissen.

Im Dorf Mellenthin zählen die Dorfkirche sowie das Wasserschloss zu seinen bekannten Motiven. Über Bansin zurück führte seine Route erneut Richtung Süden nach Zirchow, wo er auch mehrere Zeichnungen anfertigte. Seine Strecke führte ihn weiter nach Swinemünde jenseits der heutigen polnischen Grenze. Dort skizzierte er das alte Rathaus sowie die Mühlenbake. Von dort aus ging es etwa 12 Kilometer entlang der längsten Strandpromenade Europas über das Seebad Ahlbeck nach Bansin zurück. Auf den Feininger Radtouren können Kunstinteressierte heute noch seine Skizzen betrachten. Insgesamt schuf Lyonel Feininger etwa 80 Gemälde auf Usedom.

Entartete Kunst und Rückkehr in die USA

In der nationalsozialistischen Zeit Deutschlands wurden Feiningers Gemälde als entartete Kunst verhöhnt. Die Nationalsozialisten entfernten 378 seiner Werke aus öffentlichen Sammlungen. Nach der Machtübernahme beschloss der Künstler, mit seiner Frau Deutschland zu verlassen und siedelte zurück in die Vereinigten Staaten. Auch wenn der Künstler in den USA bei weitem nicht so bekannt war, wurde er später zum Präsidenten der Federation of American Painters und Sculptors gewählt. Im Jahr 1956 starb Lyonel Feininger im Alter von 84 Jahren in New York.

Mittwoch, 13 Februar 2019 08:46

Usedomer Heringswochen

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Hering im Netz – Usedomer Heringswochen feiern „Silber des Meeres“

Wenn im Frühjahr riesige Heringsschwärme in die flachen Küstengewässer der Ostsee ziehen, steht auf der Insel Usedom das „Silber des Meeres“ im Mittelpunkt der Speisenkarten. Während der Heringswochen vom 7. März bis zum 4. April bereiten Usedoms Köche den Hering in unzähligen Varianten zu. Mit der Heringsgala im Hotel Seerose werden die Heringswochen traditionell eröffnet. Zum Abschluss lädt das Ostseebad Koserow zum großen Heringsfest auf dem Seebrückenvorplatz ein. Vorträge, Workshops und geführte Wanderungen zum Thema Fischfang runden das Programm ab.

Insgesamt 19 Restaurants beteiligen sich in diesem Jahr an den Heringswochen und warten mit köstlichen Heringskreationen auf. Während der Hering in früheren Zeiten „Brotfisch“ oder „Arme Leute-Essen“ der Insulaner war, wird er heute sowohl klassisch als auch mit Raffinesse zubereitet. Die Inselköche kredenzen den Hering als Matjestatar, servieren gebratene Heringe in der altbewährten Kombination mit Speckstippe, Bratkartoffeln und Birnen-Bohnengemüse oder bieten hausgeräucherten Hering mit Schwarzbrot und Roter Bete an.

Zum Auftakt der Heringswochen lädt das Strandhotel Seerose in Kölpinsee am 7. März um 19.00 Uhr zur 13. „Usedomer Heringsgala“ in das Restaurant „Alexander“ ein. Die Spitzenköche Alexander Ramm (Das Jagdhaus, Heiligendamm) und Hark Pezely (Hotel Annaberg, Bad Dürkheim) sowie Sternekoch Thomas Kammeier (EUREF Campus, Berlin) und Sternekoch Tom Wickboldt servieren gemeinsam mit dem Küchenteam der "Seerose" ein 5-Gänge Menü rund um den Hering. Das Amuse-Bouche mit Hering, Gin, Tonic & Gurke macht neugierig auf die delikate Menüfolge. Vorträge zu den Themen „Eisfischerei - Das große Wintergarn“ (7. März, Koserow), „Zempin - Vom Fischerort zum Seebad“ (12. März, Zempin) und „Fischfang im Achterwasser und an der Küste“ (17. März, Trassenheide / 1. April, Koserow / 3. April, Karlshagen) lassen die jahrhundertealte Fischertradition auf Usedom lebendig werden. Auch zu einer Bernsteinwanderung (10. März, Trassenheide), einer Kräuterwanderung (31. März, Koserow) und dem Workshop „Kreatives Gestalten mit Fischleder“ wird eingeladen.

„Hering satt“ heißt es beim Heringsfest am 4. April auf dem Seebrückenvorplatz in Koserow. Nach der Eröffnung und dem traditionellen Heringspulen ab 11 Uhr sorgen „Dei Lieper Winkelschen Danzlüh“ mit traditionellen Tänzen, die „Peenehalunken“ mit maritimen Liedern und der „Usedomer Shantychor e.V.” mit Seemannsliedern und Shantys für Stimmung. Parallel zeigen die Koserower Gastronomen, wie man das „Silber des Meeres“ kreativ veredeln kann und bieten verschiedene Heringsgerichte zum Probieren an.

 

Das Programm der Usedomer Heringswochen 2020 finden Sie hier: Zum Programm-Flyer

Die teilnehmenden Restaurants der Usedomer Heringswochen finden Sie hier: Zu den Restaurants

 

Dank der Vielzahl an Hundestränden auf Usedom, können Sie auch Ihren Vierbeiner mit in den Urlaub mitnehmen. Zwischen Peenemünde bis zur deutsch-polnischen Grenze befinden sich viele feinsandige Strandabschnitte für Hunde. Dort können sie sich im kühlen Nass baden und mit ihrer feinen Nase im Sand wühlen. Die Infrastruktur an den Hundestränden Usedoms gilt als ausgezeichnet!

Leinenpflicht an den Hundestränden Usedoms

Besonders gut besucht sind die Hundestrände Usedoms während der warmen Jahreszeit. In den Sommermonaten dürfen Hunde nur auf den ausgewiesenen Strandabschnitten toben. In der Nebensaison von Anfang Oktober bis Ende April dagegen darf Ihr Vierbeiner sogar auf allen anderen Stränden unterwegs sein. Grundsätzlich besteht aber an allen Stränden, auch in der Nebensaison, Leinenpflicht.

Hundestrand Heringsdorf

Der Hundestrand Bansin/Heringsdorf liegt genau zwischen den beiden Kaiserbädern auf der Höhe des Sackkanals am Strandaufgang 2/Y. Auf dem breiten Strandabschnitt kann sich Ihr Hund austoben und anschließend im flach abfallenden Meer abkühlen. In der Zeit vom 1. Mai bis 30. September darf Ihr Hund ausschließlich den Hundestrand nutzen. In den restlichen Monaten auch außerhalb des Hundestrandabschnitts.

Für die Hundebesitzer stehen am Hundestrand Bansin/Heringsdorf Strandkörbe zur Miete bereit. Ein Imbissstand mit Snacks für das Herrchen, sowie Futter für den Hund ist auch vorhanden. In direkter Nähe befinden sich Toiletten sowie Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.

Hundestrand Ahlbeck

Auch am Hundestrand Ahlbeck darf sich Herrchen mit Bello aufhalten. Der feinsandige Strandabschnitt liegt zwischen Ahlbeck und Swinemünde, nahe der polnischen Grenze. Von hier aus können Sie an der Promenade gemütlich in Richtung Nachbarland wandern. Für den Grenzübertritt mit Hund benötigen Sie allerdings einen EU-Impfausweis für den Vierbeiner sowie einen Maulkorb. Ein Maulkorb ist auch in der UBB (Usedomer Bäderbahn) Pflicht.

Der Sandstrand am Hundestrand Ahlbeck ist dank bester Badewasserqualität mit der blauen Flagge ausgezeichnet. Zugang zum Hundestrand Ahlbeck gibt es mittels der Aufgänge A1 und A2. Es besteht die Möglichkeit, einen Strandkorb anzumieten. Die Strandbar versorgt Sie mit Getränken und kleinen Snacks. Außerdem stehen saubere Toiletten zur Verfügung.

Spaß für Groß und Klein am Hundestrand Zinnowitz

Auch am Hundestrand von Zinnowitz darf sich Ihr Vierbeiner vergnügen. Egal ob Planschen, Schwimmen oder Toben, hier herrscht viel Harmonie zwischen Mensch und Tier. Der saubere, weiche Sandstrand lädt auf eine schöne Ferienzeit ein. Sie erreichen den Hundestrand über den Strandaufgang 9B.

Wie an vielen anderen Stränden gibt es hier auch einen Strandkorbverleih. Ebenso ist für Getränke und kleinere Snacks gesorgt. In der Nähe befinden sich Sanitäranlagen, ein Minigolfplatz und ein Spielplatz für die Kleinen.

Hundestrand Peenemünde

Der naturbelassene Hundestrand in Peenemünde bietet unendliche Weiten für ausgedehnte Spaziergänge mit Ihrem Hund. Unter den Einheimischen ist der Strandabschnitt auch als längster inoffizieller Hundestrand von Usedom bekannt. Der Hundestrand liegt zwischen Karlshagen und Peenemünde an der L264, etwa drei Minuten vom Parkplatz Kienheide entfernt.

Weitere Hundestrände auf Usedom

  • Hundestrand Karlshagen
  • Hundestrand Trassenheide
  • Hundestrand Zempin
  • Hundestrand Koserow
  • Hundestrand Kölpinsee
  • Hundestrand Ückeritz
  • Hundestrand Bansin

Trassenheide verfügt gleich über mehrere Strandabschnitte für Vierbeiner. Einer davon liegt in Nähe des Campingplatzes Ostseeblick. Für den Zugang zum Strandabschnitt 9 J durchqueren Sie ein kleines Waldgebiet neben der Ferienhaus-Anlage. Auch hier gilt Leinenpflicht!

Am Hundestrand in Karlshagen dürfen Vierbeiner ebenso im kühlen Nass baden. Durch das flach abfallende Meer ist die Wassertemperatur im Vergleich mit anderen Abschnitten besonders angenehm. Zugang zum Hundestrand Karlshagen gibt es über die Aufgänge 10L und 10K.

Der Strandabschnitt für Hunde in Ückeritz gilt mit 300 Metern Länge als besonders großzügig. Hundebesitzer dürfen ihre Vierbeiner über die Aufgänge 4A, 4E, 4M und 4Z mitbringen.

Auch in Koserow sowie am Kölpinsee gibt es weitere hundefreundliche Strandbereiche. Am Hundestrand in Koserow gibt es eine Menge Restaurants sowie Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe der Promenade.

Tipps für erholsame Ferien an den Hundestränden Usedoms

Es gibt doch kaum was Schöneres, als die Ferien mit dem Vierbeiner an einem der Hundestrände Usedoms zu verbringen! Sie finden die ausgeschilderten Hundestrände überall auf der Insel. An den Zugängen zu den Hundestränden Usedoms finden Sie zudem blaue Hinweisschilder mit einigen Verhaltensregeln. Weiterhin finden Sie an den Strandübergängen frisches Wasser und Spenderboxen mit Plastikbeuteln, um die Hinterlassenschaften Ihres Vierbeiners zu entfernen. Denken Sie beim Aufenthalt an ausreichend Sonnenschutz und gönnen Sie sich und Ihrem Pfiffi ein schattiges Plätzchen.

Doch zum Urlaub mit Hund gehört noch einiges mehr. Weitere wichtige Infos zum Thema haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erholung beim Aufenthalt an den Hundestränden Usedoms!

Im Herzen von Usedom liegt das malerische Wasserschloss Mellenthin aus dem Jahr 1575, in dessen alten Gemäuern Bier gebraut, Wein gehopft, Kaffee geröstet und Limonade produziert wird. Auf traditionell handwerkliche Art und Weise, aber mit Mut zum Experimentellen, wenn es um den Geschmack geht. Schlossherr Jan Fidora über den Erfolg seines Cannabis-Biers und seine hochprozentigen Pläne für die Zukunft.

Cannabis-Bier ist die Spezialität im Schloss Mellenthin

Herr Fidora, mit Ihrem Cannabis-Bier gingen Sie im Herbst sowohl durch die regionalen als auch durch die bundesweiten Medien. Deshalb die wichtigste Frage vorab: Ist noch was von dem Bier da?

Nein, das war ratzfatz weg! (lacht)

Klären Sie uns auf: Was hat es mit dem Cannabis-Bier auf sich und wie sind Sie auf die Idee dazu gekommen?

Das kam eigentlich durch einen Zufall. Unser Bio-Bauer aus dem Nachbarort, der uns mit Eiern beliefert, erzählte mir, dass er jetzt auch Cannabis anbaut. Er fragte mich, ob ich daraus nicht was machen könnte. Und weil ich eigentlich nur Bier kann, sagte ich: Komm, wir machen ein Bier draus. Der Bauer brachte dann einen Kubikmeter frisch geerntetes Cannabis vorbei, so dass es auf unserem Hof wie in Amsterdam roch.

Wir haben das erstmals 2017 gemacht, das Bier im letzten Jahr war geschmacklich noch besser. Unser Cannabis-Bier ist deshalb einzigartig, weil der Hanfanteil sehr hoch ist, so dass es wirklich intensiv nach Cannabis schmeckt.

Aber einen Rausch bekommt man vom enthaltenen Cannabis nicht?

Nein. Es ist zwar auch ein bisschen THC enthalten, aber das nur im gesetzlich zugelassenen Maß. Es handelt sich um unbedenkliches Nutzhanf. Wer keine THC-Produkte konsumiert, merkt gar nichts. Wer allerdings THC konsumiert, der kann durchaus einen kleinen Rausch bekommen.

Dürfen sich die Fans des Cannabis-Biers denn auf Nachschub freuen?

Ja, das Cannabis-Bier wird nach der nächsten Cannabis-Ernte hier auf Usedom wieder gebraut. Dazu haben sich schon mehrere Fernsehteams angekündigt, die den ganzen Prozess vom Anbau über die Ernte bis hin zur Verarbeitung begleiten wollen. Wir nutzen für das Bier ausschließlich Hanf von der Insel und wollen trotz des Erfolgs nichts dazu kaufen, sondern eine kleine Brauerei bleiben.

Doch Schloss Mellenthin hat noch mehr zu bieten

Welche Biere entstehen in Ihrer Brauerei denn noch so?

Wir bieten grundsätzlich vier Biersorten gleichzeitig im Ausschank an. Die beiden Grundsorten gibt es das ganze Jahr über. Dazu zählt das Mellenthiner Hell mit einer Stammwürze von 12,5 Prozent (fünf Volumenprozent Alkohol) und das Mellenthiner Dunkel. Letzteres ist ein schön dunkles und malziges Bier, das ebenfalls 12,5 Prozent Stammwürze aufweist.

Und dann haben wir immer zwei variable Biere, wovon ich immer nur einen Sud mache. Wenn der verkauft ist, kommt die nächste Sorte. Aktuell bieten wir ein wunderschönes rotes Bier aus der Aroniabeere an sowie das Ingwer-Zwieback-Kardamom-Bier, das ich persönlich für eine der besten Kreationen halte. Dabei habe ich schon Bier aus allem möglichen gebraut, zum Beispiel aus Apfel, Kaffee, Brot, Kartoffeln und Reis.

Die Geschichte dahinter

Wie sind Sie zum Bierbrauen gekommen?

Ich habe eigentlich als Tellerwäscher angefangen, dann eine Ausbildung zum Hotelfachmann gemacht und auch ein paar Jahre in dem Beruf gearbeitet. Dann kam ich an den Punkt, wo ich mich gefragt habe, was ich denn wirklich will im Leben oder ob es das schon war. Zwei Sachen haben mich immer interessiert: Das Glasblasen und Bier. Daraus resultierte dann die Idee, eine Gasthausbrauerei zu gründen. Ich habe eine Lehre als Brauer und Mälzer gemacht und in dem Bereich ein bisschen gearbeitet, um Kapital anzusparen.

Wir haben uns im Familienkreis dazu entschlossen nach Mecklenburg-Vorpommern zu gehen. Zwei Jahre lang haben wir nach einem passenden Objekt für die Gasthausbrauerei gesucht. Auf ein Schloss hatten wir es dabei nie abgesehen. Irgendwann sind wir dann hier auf Usedom gelandet und haben uns aus Zufall eine Tageszeitung gekauft. In der stand, dass das Schloss verkauft werden soll. Wir haben es uns spontan angesehen und ein kleines Dornröschenschloss entdeckt.

Die Gemeinde hat das Schloss nicht nach Preis, sondern nach Konzept verkauft. Insgesamt gab es 32 Bewerber, und wir haben mit unserer Brauerei den Zuschlag erhalten. Nach und nach haben wir die verschiedenen Bestandteile wie Brauerei und Hotel ins Leben gerufen.

Neue Ideen für noch mehr Geschmack

Welche Pläne haben Sie für das Wasserschloss Mellenthin noch?

Aktuell in Planung ist eine Destillerie mit zwei Brennblasen, so dass es zukünftig im Schloss auch gebrannten Whisky, Gin, Korn und ähnliches geben wird. Dann haben wir hier so ziemlich alle Verbrauchssteuern abgedeckt (lacht). Außerdem wollen wir noch mehr Spielbereiche für Kinder schaffen.

Ihre Leidenschaft zum Bier geht ja sogar so weit, dass Sie gehopften Wein auf der Karte haben.

Ja, das kam auch wieder aus so einem Zufall. Ich stand auf dem Hof, und mein Weinlieferant kam vorbei und fragte mich, ob ich nicht seinen Wein im Schlossladen verkaufen will. Dagegen habe ich mich gesträubt, weil wir ja schließlich eine Brauerei sind. Dann habe ich ihm vorgeschlagen etwas mit seinem Wein zu machen, dass auch zu uns passt. Die Methode des Kalthopfens muss doch schließlich auch beim Wein gehen, dachte ich mir. Gesagt, getan. So haben wir verschiedene Hopfen- und Traubensorten ausprobiert. Zusammen mit dem Winzer waren wir alle drei selbst überrascht, was für ein tolles Produkt dabei herausgekommen ist. Ein wirklicher Dauerbrenner, der gut ankommt.

Jetzt haben wir viel über Alkohol gesprochen, aber Sie haben auch etwas für die Antialkoholiker zu bieten.

Genau. Wir haben noch eine Kaffeerösterei und eine Limonadenmanufaktur im Schloss. Wir haben immer vier verschiedene Sorten Limonade im Programm. Neben den Klassikern Cola, Orange und Zitrone gibt es eine Saisonlimo, zum Beispiel Holunderblüten- oder Hopfenlimo. In der Rösterei machen wir immer eine Schlossmischung, die aus vier Sorten besteht. Im Schlossladen kann man den Kaffee sogar sortenrein kaufen.

Ein Blick hinter die Kulissen

Kann man die Brauerei und Kaffeerösterei bei Ihnen im Schloss besichtigen?

Selbstverständlich. In der Brauerei bieten wir regelmäßig Führungen an. Dabei versuche ich den Besuchern das Bierbrauen immer so beizubringen, dass sie das mit den heimischen Utensilien auch zu Hause selber machen können. Ich habe auch zu Hause mit Omas Einmachtopf angefangen und so lange weitergemacht, bis er kaputt war. Die Kaffeerösterei kann man sich jederzeit auf Eigeninitiative anschauen.

Von der Oma, die Ihre Brauereikarriere mit dem Einmachtopf gefördert hat, stammt auch das geheime Rezept für die legendären Waffeln vom Wasserschloss?

Genau die Oma ist das. Und das mit dem Rezept stimmt wirklich. Nachdem unsere eigenen Versuche nicht so gut geschmeckt haben, habe ich Oma angerufen, und sie hat mir ihr Rezept verraten.

Verraten Sie uns das Geheimnis der Waffeln?

Es ist eigentlich ein relativ einfaches Rezept. Das Geheimnis ist ein leichter Vollkornanteil.

Was hat Sie dazu bewegt, letztlich hier auf Usedom sesshaft zu werden und sich den Traum der eigenen Gasthausbrauerei zu erfüllen?

Neben der geeigneten Immobilie, die wir mit dem Wasserschloss Mellenthin gefunden haben, sind es ganz klar die Menschen, die Usedom zu dem machen, was es ist. Es gibt einfach ein liebevolles Miteinander der Bewohner auf der Insel. Deshalb trifft der Slogan "Ein Land zum Leben" hier auch vollkommen zu.

Welcher ist Ihr Lieblingsplatz auf Usedom?

Mein Lieblingsplatz ist selbstverständlich die Brauerei. Die Natur und Ruhe genieße ich aber am liebsten auf dem Achterwasser, wo ich mit meinem Segelboot unterwegs bin.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Herr Koprek im Auftrag der SEMSEO GmbH für usedom.de am 7.1.2019.

Urlaubs-Tipp: Entdecken Sie die vielfältige Kulinarik Usedoms von den Heringswochen bis zum Grand Schlemm!

Mittwoch, 12 Dezember 2018 15:16

Winter an der Ostsee - Zauberhaftes Usedom

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Der Winter an der Ostsee verspricht Erholung, Natur pur und ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. Wer im Winter auf Usedom zu Besuch ist, erlebt die Insel ganz anders als in den Sommermonaten. Dort, wo in der Hochsaison die Badegäste an den Stränden liegen, kann man nun die Weite spüren und den gestressten Körper herunterfahren. Nur wenige Urlauber machen sich in der kalten Jahreszeit auf den Weg nach Usedom. Wer sich entschließt, den Winter an der Ostsee zu verbringen, wird garantiert nicht enttäuscht.

Urlaub im Dezember - Auf Usedom die einsame Natur genießen

Im Winter werden Sie an der Ostsee mit einer ganz besonderen Atmosphäre belohnt. Während der kalten Jahreszeit müssen Sie die Insel nur mit wenigen Gästen teilen. Dabei ist der Winter an der Ostsee unvergleichlich wohltuend. Ausgedehnte Spaziergänge an den schneebedeckten Stränden bringen Körper und Geist wieder in Einklang.

An sonnigen Wintertagen können Sie lange, ungestörte Streifzüge durch die Natur unternehmen. Bei knackiger Kälte sehen Sie eine einzigartige Eisschollenlandschaft auf dem Meer schwimmen. Laufen Sie die Seebrücken entlang und lassen sich von den gefrorenen Eiszapfen beeindrucken. Mit Schal, Mütze, und Stiefel können Sie sich so richtig vom Ostseewind durchpusten lassen!

“Zauberhafte Winterwelt am Meer”: So schön ist der Winter an der Ostsee

Während der Feiertage ist die Insel wahrhaftig mit einem Winterzauber überzogen. Festlich geschmückte Straßen und der himmlische Duft auf dem Weihnachtsmarkt versüßen Ihnen die Feiertage. In der Zeit vom 28. Dezember bis 1. Januar bezaubert der Wintermarkt “Zauberhafte Winterwelt am Meer” seine Besucher. Im Ostseebad Heringsdorf stellen mehrere Kunsthandwerker ihre Werke zur Schau. An verschiedenen Ständen bekommen Sie deftige und süße Leckereien. Und natürlich darf Glühwein und Kinderpunsch nicht fehlen, um Sie aufzuwärmen. Begleitet wird das Event mit peppiger Live-Musik.

Der magische Wintermarkt der Kaiserbäder befindet sich in Heringsdorf, direkt neben der Eisarena.
Auch Zinnowitz lädt zwischen den Feiertagen zum Wintermarkt ein.

Viele Aktivitäten für den Winter auf Usedom

Sie haben Lust auf Schlittschuhlaufen in ihrem Urlaub? In der Zeit vom 10. November bis zum 3. März öffnet an der Promenade in Heringsdorf eine Kunsteisbahn. Dort können Sie sich mit der ganzen Familie auf 1.800m² austoben! An der Eisbahn selbst können Sie sich passende Schlittschuhe ausleihen.

Für das leibliche Wohl ist ebenso gesorgt: Gönnen Sie sich in den Pausen heißen Tee oder Glühwein und kleine Snacks! Der Aufenthalt an der frischen Luft versorgt Sie garantiert mit neuer Energie und gibt Ihnen Kraft für den Alltag. So geht Winter an der Ostsee!

Selbst wenn das Wetter im Winter an der Ostsee mal nicht mitspielt, ist dies kein Grund zur Sorge. Auf Usedom gibt es auch im Winterurlaub genügend Unterhaltung. Erstmalig findet die Veranstaltungsreihe “Klassik am Meer im Winter” statt. Das Schauspielensembles unterhält Sie an kalten Wintertagen mit einer Mischung aus Lesungen, Jazz-Abenden und schauspielerischen Darbietungen. Die Veranstaltungen finden an den folgenden Tagen in Koserow statt: 15.12.18, 26.01.19, 02.02.19, 16.03.19 und 21.04.19.

Weitere Informationen erhalten sie auf der Website des Schauspielensembles.

Urlaub mit Kindern im Winter - An der Ostsee gemeinsam abschalten

Auch im Dezember gibt es mit Kindern reichlich viel zu erleben. Wussten Sie zum Beispiel, dass Wellness und Kinder sich nicht gegenseitig ausschließen? Das Travel Charme Strandhotel in Bansin bietet ein Wellnessprogramm für die ganze Familie an. Hier gibt es Massagen und Wohlfühlbehandlungen für Papa, Mama und den Nachwuchs. Auch werdende Mütter können von speziellen Entspannungsmassagen profitieren. Weiterführende Informationen zum Familienwellnesshotel können Sie hier nachlesen.

Der lebendige Adventskalender für den Winter an der Ostsee

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit findet auf Usedom der traditionelle “lebendige Adventskalender” statt. Vom ersten Dezember bis Heiligabend öffnet sich in den Kaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin jeden Abend ein neues Türchen. Die Teilnehmer können Weihnachtsgeschichten hören und werden von Gesang und Gitarrenmusik unterhalten. Während des Events genießen Sie warmen Tee, Glühwein und knabbern Weihnachtsgebäck. Weitere Informationen finden Sie hier.

Silvester feiern am Meer - Den Winter auf Usedom aufheizen

Wo lässt sich der Jahreswechsel besser feiern als am Meer? In vielen Ostseebädern findet am letzten Tag des Jahres am späten Nachmittag bereits ein Familienfeuerwerk statt. Viele Hotels und Restaurants bieten zu Silvester spezielle Menüs und Events an. Melden Sie sich rechtzeitig dafür an, um den Jahreswechsel in geselliger Atmosphäre zu begehen!

Tradition haben mittlerweile auch die vielen Feierlichkeiten an den Stränden der Insel. In großen beheizten Festzelten können Sie ausgelassen feiern. In den Tagen vom 28. Dezember bis zum 1. Januar findet in Bansin die größte Silvesterparty Usedoms statt! Weitere Informationen, sowie Karten für das Event erhalten Sie hier.

Viele Urlauber träumen davon einen Bernstein auf Usedom zu finden, denn die Gegend rund um die Orte Ückeritz, Loddin, Koserow und Zempin gilt als einer der besten Fundorte. Deswegen werden sie auch Bernsteinbäder genannt. Mit etwas Glück können Sie die schimmernden Bernsteine an den Usedomer Küsten entdecken. Besonders in der rauen Winterzeit werden viele an die Strände gespült.

Wie ist Bernstein entstanden?

Bernstein ist eigentlich kein richtiger Stein, sondern ein fossiles, versteinertes Baumharz. In den großen Waldgebieten Finnlands und Schweden flossen vor etwa 50 Millionen Jahren Harze aus verschiedenen Nadelbäumen. Als diese Harz-Flüssigkeiten auf dem Boden aufkamen, trockneten sie sehr schnell an der Luft.

Bedingt durch den Klimawandel stieg der Meeresspiegel im Laufe der Zeit an und überschwemmte viele Wälder. Dadurch wurde das noch nicht versteinerte Harz aus den Baumstämmen gespült. Starker Wellengang beförderte die Harz-Klumpen über Jahre hinweg zu verschiedenen Buchten.

Schmuck und Heilkraft - Als was kann der Bernstein verwendet werden?

Bernsteine aus Usedom werden heute oft zu Armbändern, Ketten und Ohrringen verarbeitet. Bei esoterisch veranlagte Menschen ist der Bernstein ein beliebter Heilstein. Er soll vor allem bei Magen-/Darmproblemen, Blasen-/Nierenirritationen und Gallenbeschwerden helfen. Die im versteinerten Harz enthaltene Säure soll zudem das Immunsystem langfristig stärken. Ebenso wird Bernstein eine positive Wirkung bei psychischen Problemen nachgesagt.

Bernstein auf Usedom sammeln - Die besten Tipps

Die Chancen stehen sehr gut, Bernstein auf Usedom zu finden. Für die Bernstein-Jagd sollten Sie frühstmöglich losziehen, damit Ihnen niemand zuvor kommt. Denn bei Nacht spülen hohe Wellen viele Bernsteine an die Küsten. Bei Sonnenaufgang ist es einfacher beim Bernstein sammeln erfolgreich zu sein, da sich das strahlende Sonnenlicht auf den funkelnden Bernsteinen bricht.

Die Zeit von Herbst bis Frühling ist die beste Zeit, um Bernstein auf Usedom zu sammeln. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten stürmt es und das nordische Meer bildet hohe Wellen. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Bernsteine an die Usedomer Küste gespült werden, erhöht. Im Sommer bei stabilem Wetter sind die Chancen dagegen geringer.

Bernsteine werden wegen ihrer geringfügig höheren Dichte als Wasser auf dem Meer mitgetrieben. Durch den Salzgehalt bekommen Bernsteine in der Ostsee zusätzlichen Auftrieb. In den Wintermonaten kühlt die Ostsee ab, was die Wasserdichte weiter ansteigen lässt. Ab einer Temperatur von 4 Grad Celsius hat Wasser die höchste Dichte. Bei dieser Temperatur beginnt der Bernstein sogar zu schwimmen.

Bitte beachten Sie während Ihrer Bernsteinsuche auf ausgewiesene Naturschutzgebiete und diesbezügliche Beschilderungen. Das Naturschutzugebiet "Peenemünder Haken, Struck und Ruden" darf im Rahmen der Bernsteinsuche nicht betreten werden. Das Betretungsverbot dient an diesem Abschnitt dem Schutz von immer seltener werdenden Küstenbrutvögeln.

Wo kann man Bernstein auf Usedom kaufen?

Bei Bernstein Elster im Haupthafen von Penemünde können Sie in den Monaten April bis Oktober verschiedene Schmuckgegenstände erwerben. Neben einem Angebot an Keramik, Silber- und Modeschmuck finden Sie dort auch eine Auswahl an Bernsteinen aus Usedom. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Karlshagener Usedomfisch Shop - Neben Souvenirs finden Sie hier eine Auswahl an Bernsteinschmuck. Im Usedomfisch Shop können Sie verschiedene Anhänger und Ketten, sowie Usedomer Bernstein kaufen. Weitere Informationen, sowie die Adresse können Sie auf der Website des Betreibers einholen.

Workshop zum Bernsteinschleifen in Zinnowitz

Möchten Sie mehr über die Bearbeitung von Bernstein auf Usedom erfahren? Dann bietet es sich an, einen Workshop in der Bernstein-Werkstatt zu besuchen. Im eineinhalbstündigen Kurs erfahren Sie, welche Schritte der Bernstein vom Fund bis zur Bearbeitung durchläuft. Die Besucher können in der Werkstatt ihren eigenen Bernstein auf Usedom bearbeiten und anschließend als Unikat mit nach Hause nehmen. Gegen ein kleines Entgelt sind Sie eingeladen, am Workshop teilzunehmen. Weiterführende Informationen zum Veranstalter gibt es auf dieser Homepage.

Bernstein auf Usedom - Verwechslungsgefahr mit Phosphor

Immer wieder werden anstelle von Bernstein kleine Phosphor-Teilchen angespült. Phosphor-Anspülungen sehen dem echten Bernstein ähnlich und es kommt immer wieder zu Verwechslungen. Da Phosphor im trockenen Zustand die Eigenschaft hat, sich zu entzünden, ist beim Transportieren in der Hosentasche Vorsicht geboten. Sie sollten ihr Fundstück beim Sammeln am besten in einem separaten Beutel oder Einmachglas transportieren.

Donnerstag, 29 November 2018 16:20

Nordic Walking auf Usedom: Sanfte Fitness

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"Ran an die Stöcke" lautet das Motto der beliebten Sportart Nordic Walking. Die Insel Usedom bietet durch ihre langen, breiten Sandstränd in Kombination mit frischer Meeresluft optimale Voraussetzungen zum Nordic Walking. Die ursprünglich aus Finnland stammende Sportart ist angesagt wie nie zuvor. Langlauf und Biathlon-Athleten nutzen Nordic Walking immer noch als Sommertrainingsmethode. Auch für Fitnesseinsteiger, ältere Menschen, Personen mit Gelenkproblemen und Übergewichtige ist Nordic Walking auf Usedom ein gutes Gesundheitstraining - auch im Winter.

Mit Nordic Walking auch im Winter in Bewegung bleiben

Nordic Walking gilt als Ganzsjahressport und bietet daher auch im Winter die besten Möglichkeiten, um körperlich fit zu bleiben. Besonders reizvoll sind für viele dabei die eisigen Temperaturen sowie eine mit Frost und Schnee bedeckte Winterlandschaft. Wichtig ist, in der kalten Jahreszeit mit den passenden Nordic Walking Stöcken Halt zu finden. Das kann bei schneebedecktem Untergrund ein praktischer Vorteil sein. Vorsichtiger sollte man jedoch bei Glatteis sein, da dann selbst gute Nordic Walking Spitzen an ihre Grenzen stoßen und auf der glatten Oberfläche abrutschen.
Aus diesem Grund sollten eher sonnige Strecken zum Nordic Walking im Winter genutzt werden. Dort lässt sich das Glatteis besser erkennen und der Schnee schmilzt schneller. Usedoms Strände bieten daher einen optimalen Ort zum Nordic Walking im Winter. Weniger gut eignen sich Strecken in den Wäldern, da sich dort bei Frost das Glatteis am hartnäckigsten hält.

Klimawanderung und Nordic Walking auf Usedom

Nordic Walking auf Usedom hat zudem noch einen weiteren besonderen Benefit: Die körperliche Betätigung wird mit der Aufnahme wohltuender salziger Aerosolen der Meeresluft kombiniert. Aerosole sind winzige Flüssigkeitströpfchen in der Luft, von denen besonders Menschen mit Atemwegsproblemen profitieren. Die Bewegung in der aerosolhaltigen Meeresluft wird auch als Klimawanderung bezeichnet.

Usedom beherbergt insgesamt sieben ausgeschilderte Nordic Walking Strecken in den Kaiserbädern. Je nach Lust und Laune können Sie auf diesen zwischen 4 und 20 Kilometer absolvieren. Der größte Teil der Nordic Walking Strecken auf Usedom verläuft von Seebrücke zu Seebrücke am feinen Sandstrand entlang. Informationen und Kartenmaterial bekommen Sie in den Touristinformationen oder auf den Internetseiten der Kaiserbäder.

Die richtige Technik ist beim Nordic Walking entscheidend

Beim Laufen mit den Stöcken werden immer wieder Fehler begangen. Experten schätzen, dass über 80 Prozent aller Nordic Walking Läufer falsch laufen. Meist sind es Anfänger, die in Eigenregie mit der falschen Technik an den Start gehen. Mit unseren Tipps können auch Sie die Trendsportart meistern und Nordic Walking auf Usedom korrekt ausüben: Vor dem Gehen sollten Ihre Schultern und Arme zunächst eine entspannte Haltung einnehmen. Dann richten Sie den Blick nach vorne und gehen langsam los. Die Arme sollten Sie in der Vorwärtsbewegung leicht anwinkeln. Die Stöcke umschließen Sie dabei fest mit Ihren Händen. Beim Laufen stechen Sie mit Ihren Stöcken jeweils auf Höhe der Ferse des anderen Beins ein. In der Armbewegung nach hinten, strecken Sie den jeweiligen Arm komplett durch und öffnen Ihre Hände. Der linke Arm schwingt dabei stets mit dem rechten Bein und der rechte Arm mit dem linken Bein. Versuchen Sie Ihre Schultern beim Laufen zu jeder Zeit in entspannter Haltung zu belassen.
Genauso wichtig wie die richtige Ausführung der Armbewegung, ist auch das Abrollen der Fersen. Diese werden bei jedem Schritt komplett abgerollt, bevor Sie sich mit den Zehen fest abstoßen. Wenn Sie vorne mit dem Fuß aufkommen, dürfen die Knie nie komplett durchgestreckt werden. Um Knie, Hüfte und Rücken nicht zu belasten, sollten Sie zu lange Schritte vermeiden.

Was machen gute Nordic Walking Stöcke aus?

Zum richtigen Ausüben von Nordic Walking benötigen Sie spezielle Nordic Walking Stöcke. Die richtige Länge ermitteln Sie über folgende Formel: Körpergröße in Zentimetern multipliziert mit 0,7. Einige der Stöcke lassen sich sogar in der Höhe verstellen.
Neben der richtigen Länge kann sich jeder Anwender für ein Material entscheiden. Nordic Walking Stöcke werden in Aluminium, Carbon und in einem Carbon/ Glasfasergemisch fabriziert.
Die Handgriffe sind oftmals mit Kork versehen, um beim Schwitzen nicht abzurutschen. Wichtig ist eine angebrachte Handschlaufe. Durch diese werden die Hände beim Laufen geführt. Ansonsten reichen übliche Lauf- oder Trekkingschuhe, sowie Sportkleidung aus. Spezielle Walkingschuhe gibt es zwar, werden aber nicht zwingend zum Laufen benötigt.

Wie gesund ist Nordic Walking?

Im Gegensatz zum Joggen gilt Nordic Walking als äußerst schonend für Gelenke, Bänder und die Wirbelsäule. Beim gleichmäßigen Laufen schwingen zwei Stöcke neben dem Körper mit. Durch die lebhafte Bewegung straffen Sie Arme, Schultern, sowie Ihre Rückenpartien. Somit ist das Training effektiver als reines Wandern oder Walken. Selbst Probleme im Kniebereich oder an den Hüften können komplett auskuriert werden. Ebenso empfehlen viele Ärzte leichtes Nordic Walking als Reha-Programm nach Sportverletzungen.
Nordic Walking trägt auch dazu bei, Verspannungen im Bereich der Schultern und im Nacken zu lösen. Mediziner sprechen sogar von einem geringeren Risiko, an den typischen Altersbeschwerden wie Bluthochdruck, Diabetes und Osteoporose zu erkranken. Die skandinavische Sportart regt ebenso die Herz-Kreislauf-Funktionen, sowie den Stoffwechsel an.

Das regelmäßiges Training lässt auch schnell die Pfunde schmelzen! Wenn Sie mit rund 6 km/h pro Stunde unterwegs sind, können sie bis zu 400 Kilokalorien verbrennen!

Wie häufig Sie Nordic Walking machen sollten, hängt von Ihrem Trainingszustand ab. Als Einsteiger reicht es vollkommen aus, wenn Sie zu Beginn etwa zwei bis drei Mal die Woche walken. Pro Trainingseinheit sollten Sie dabei eine gute halbe Stunde einplanen. Am besten legen Sie immer einen Ruhetag ein. Trauen Sie sich In Ihrem nächsten Urlaub einfach an die erste Trainingseinheit zu Nordic Walking!

Erfahrene Walker können dagegen bis zu vier Mal in der Woche zwischen 45 bis 60 Minuten antreten. Beim regelmäßigen Laufen regeneriert sich der Körper schneller und Muskelkater kommt nur selten vor.

Tipp: Möchten Sie in Ihrem nächten Urlaub Sport und Entspannung kombinieren? Usedom bietet vielfältige Möglichkeiten für einen individuellen Aktivurlaub!

Manchmal genügt bereits ein einzelner Tag Wellness als Auszeit vom Alltag. Day Spa nennt sich das und ist kurzfristig und spontan möglich. Um es sich mal so richtig gutgehen zu lassen, muss es nicht immer der mehrtägige Wellness-Urlaub sein. Usedom bietet Ihnen zahlreiche Gelegenheiten für einen Day Spa. Gönnen Sie sich im Rahmen eines Wellnesstages einen belebenden Saunagang mit Meerblick, eine wohltuende Massage oder eine professionelle Schönheitsbehandlung. Wir sagen Ihnen wo!

Day Spa – Auszeit vom Alltag

Wenn Sie keine Zeit für einen ausgedehnten Urlaub im Wellness-Hotel haben, heißt das nicht, dass Sie auf Entspannung und Erholung verzichten müssen. Wie wäre es stattdessen mit einem Tag Wellness pur auf Usedom? Nutzen Sie doch einfach mal einen freien Tag, um bei einem Wellnesstag Kraft zu tanken und die Work-Life-Balance wieder in die Waage zu bringen.

Auf keiner anderen Ostseeinsel gibt es eine so außergewöhnlich hohe Dichte an Wellness-Hotels wie auf Usedom. So gut wie alle Hotels bieten ihr Wellness-Programm auch Tagesgästen an. Bei der Gestaltung Ihres Day Spas haben Sie die Qual der Wahl. Das Angebot ist überwältigend. Packen Sie ein Saunatuch, Bademantel, Badelatschen und 2-3 weitere Handtücher ein und los geht's. Wenn Sie möchten, können Sie sämtliche Badeutensilien auch in den Hotels und Thermen vor Ort leihen.

Die Sauna gehört für viele zum Wellness einfach dazu. In der Sauna können Sie Ihren Stress regelrecht herausschwitzen. Das Wechselspiel aus hohen Temperaturen und anschließender Abkühlung im Eisbecken stärkt die Abwehrkräfte und hält Sie langfristig gesund. Aber Sauna ist nicht gleich Sauna. Verschiedene Aufgüsse sorgen nicht nur dafür, dass es niemals langweilig wird, sondern wirken jeweils ganz unterschiedlich.

Massagen von klassisch bis exotisch

Auch die Auswahl an Massagen lässt keine Wünsche offen. Genießen Sie zum Beispiel eine entspannende Ganzkörpermassage oder lassen Sie gezielt Verspannungen von meisterhaften Händen lösen. Mit einer Reflexzonenmassage tun Sie Ihren strapazierten Füßen etwas Gutes.

Eine exotische Thai-Massage entführt Sie in eine andere Welt. Die Klangschalenmassage hingegen eignet sich durch ihre entspannende und beruhigende Wirkung perfekt zur Stressreduktion. Zum Angebot gehören zudem die beliebten Hot-Stone-Massagen, Hamam-Packungen, spezielle Wellness-Rituale oder eine hawaiianische Tempelmassage. Lassen Sie sich doch einmal inspirieren von unserem Wellness-Lexikon.

Heringsdorfer Jodsole im Day Spa macht schön und gesund

Die OstseeTherme Usedom im Kaiserbad Ahlbeck bietet in ihrer Saunawelt zahlreiche verschiedene Saunen. Die Mitternachtssauna ist ein regelmäßiges Event und stellt jedes Mal ein anderes Thema in den Mittelpunkt. In der überregional bekannten Therme sollten Sie unbedingt auch die Badewelt mit den Jodsole-Becken ausprobieren.

Jodsole ist ein heimisches Heilmittel, das sowohl die Gesundheit als auch die Schönheit fördert. Das heilsame Thermalwasser stammt aus 408 Metern Tiefe und wird in der Nähe der Heringsdorfer Seebrücke gefördert. Die 4%-ige jodhaltige Sole enthält wertvolle Mineralstoffen und Spurenelemente, die im Rahmen verschiedener Wellness-Anwendungen zum Einsatz kommen. Viele Gäste kommen jedoch auch wegen der medizinischen Wirkung der Usedomer Jodsole und nutzen ihre lindernde Wirkung bei chronischen Erkrankungen.

Auch die Bernsteintherme im Seebad Zinnowitz hat ein attraktives Badeparadies zu bieten. Neben dem Meerwasser- und Thermalbad gibt es auch mehrere Saunen. Das Highlight hier ist die Strandsauna. Die Saunaterrasse bietet einen direkten Blick auf das offene Meer und ist deshalb perfekt zum Ausspannen nach einem heißen Aufguss geeignet.

Privates Day Spa für zweisame Stunden

Eines der größten und zudem noch schönsten Spas auf ganz Usedom bietet DAS AHLBECK HOTEL & SPA. Hier im Kaiserbad Ahlbeck wird das komplette Wellness-Programm auf 1.250 Quadratmetern angeboten. Eine Besonderheit des Komforthotels ist der Private Spa, der Ihnen und Ihrem Partner einen exklusiven und persönlichen Rückzugsort bietet. Serailzeremonie, Dampfbad, Doppel-Whirlwanne, warme Steinliegen und ein Bad inbegriffen.

Saunieren mit Meerblick

In Heringsdorf gehört das Strandhotel Heringsdorf zu den ersten Anlaufstellen für einen ausgiebigen Day Spa. Auch hier können Sie sich mit Heringsdorfer Jodsole und Natur-Fangopackungen behandeln lassen. Ein echtes Highlight ist die orientalisch gestaltete Sindbad Therme, die einen Innenpool mit Massagedüsen und eine Gegenstromanlage bietet. Das Wasser hat eine Temperatur von angenehmen 28 Grad Celsius. In den Behandlungsräumen werden Hamam-Bäder angeboten und sogar eine Bio-Sauna gibt es.

Das Strandhotel Heringsdorf wartet außerdem mit einem Sole-Außenpool auf, der ganzjährig eine Temperatur von konstanten 30 Grad Celsius misst. Rund um den mit Jodsole angereicherten Pool gibt es ein Sonnendeck und einen Ruhebereich. Wem es draußen zu kalt ist, dem sei der Ruheraum im vierten Stock des Hotels empfohlen. Von dort aus hat man einen grandiosen Panoramablick auf die Ostsee. So fühlen Sie sich auch im Day Spa wie im Wellness-Urlaub.

Die ebenfalls hier vorhandene Panoramasauna mit 90 Grad Celsius ist im Winter besonders gemütlich, wenn der Wind draußen auf dem Meer die Wellen aufpeitscht. Nach dem Saunieren können Sie es sich auf den speziellen Wasserliegen gemütlich machen, die einmalig auf ganz Usedom sind.

Abgestimmte Pakete für einen Wellnesstag im Day Spa

Eines der besten Wellness-Hotels auf der gesamten Ostseeinsel ist laut dem Deutschen Wellness Verband das Strandhotel Ostseeblick. Das im Seebad Heringsdorf gelegene Hotel bietet ein vielfältiges Day-Spa-Angebot mit verschiedenen Paketen. Der "Relaxte Tagesstart" zum Beispiel beinhaltet ein Croissant-Frühstück im Spa, eine individuelle Massage und Entspannung im Spa-Bereich. Das Hotel stellt auch Tagesgästen kostenlose Bademäntel und Handtücher zur Verfügung.

Egal ob zu zweit, mit Freunden oder einfach mal ganz allein – mit einem Day Spa können Sie Stress abbauen. Sie können dabei Verspannungen lösen und Ihren Vorrat an Glückshormonen auffüllen. Zudem bietet jedes der größeren Hotels einen vollausgestatteten Fitnessraum und ein vielfältiges gastronomisches Angebot. Nutzen Sie die Gelegenheit der kleinen Wellness-Auszeit und lassen Sie sich beim Day Spa verwöhnen.

Im Restaurant Remise, das zum Schloss Stolpe gehört, bietet Lars Lindemann seinen Gästen allerlei kulinarische Genüsse. Das Highlight auf der Karte sind die Pommern Tapas, die es Einheimischen und Urlaubern ermöglichen, möglichst viel der Pommerschen Küche zu schmecken. Im Interview hat uns der Gastronom außerdem verraten, was seine Besucher sonst noch erwartet und was er an Usedom besonders schätzt.

Pommern Tapas im Restaurant Remise am Schloss Stolpe

Herr Lindemann, Ihr Restaurant Remise in Stolpe ist berühmt für seine Pommern Tapas. Worum genau handelt es sich dabei?

Die Pommern Tapas sind im Prinzip ein Auszug aus der Pommerschen Küche. Der Hintergedanke ist, dass der Gast die Möglichkeit hat in ganz kleinen Portionen ganz viele verschiedene Geschmäcker zu probieren. Wir haben zum Beispiel kleine Königsberger Klopse, ein Senfei von der Wachtel und Blutwursttaler auf einem Apfelragout auf der Karte. Serviert werden die Köstlichkeiten in kleinen Schüsseln. Der Gast entscheidet selbst, ob der drei, sechs oder neun Schlüsselchen mit Tapas seiner Wahl haben möchte.

Wie kamen Sie auf die Idee mit den Pommern Tapas und seit wann gibt es diese bei Ihnen?

Ich habe mir zusammen mit meinem Küchenchef bereits vor Eröffnung des Restaurants überlegt, was wir hier in Stolpe Besonderes und Einmaliges anbieten können, das die Gäste auch in unser Haus lockt. Dabei kam uns die Idee, einfach ein paar regionale Tapas-Varianten auszuprobieren, die die mecklenburgische Küche aufgreifen. Die Tapas gibt es also seitdem wir das Restaurant 2013 eröffnet haben. Und sie waren von Anfang an der Renner, weil es damals etwas ganz Neues war. Im Laufe der Zeit sind immer wieder weitere Kreationen hinzugekommen.

Welche Zutaten sind denn typisch für die Region und werden bei Ihnen zu landes- und inseltypischen Tapas verarbeitet?

Ganz typisch sind natürlich Matjes und Hering aus der Ostsee, die wird zu Matjeshäckerle und gefüllten Heringsröllchen verarbeiten. Die Zutaten für unsere Wildbratwurst mit Preiselbeersenf beziehen wir vom benachbarten Jäger, der das Wild dafür in den Wäldern von Usedom schießt. Gerade diese Tapas laufen besonders gut.

Ein Trip quer durch die Mecklenburgische Küche

Welche Tapas würden Sie einem Gast empfehlen, der zum ersten Mal auf Usedom ist und sich mit der regionalen Küche vertraut machen möchte? Und welches ist Ihr ganz persönliches Lieblingstapa?

Mein persönlicher Favorit sind die geschmorten Spanferkelbäckchen – sehr köstlich! Ich empfehle aber auch gern den Blutwursttaler und den Käse aus Züssow. Drei Tapas eignen sich hervorragend als Vorspeise im Rahmen eines Menüs.

Bieten Sie auch vegetarische Tapas an? Ja, selbstverständlich. Wir haben zum Beispiel eine Minibacktüfte, also Kartoffel, mit Kräuterquark und Leinöl im Programm, die sehr gut ankommt. Auch wenn man den Touristen oftmals erst erklären muss, was eine Tüfte ist. Das ist eben Plattdeutsch für Kartoffel. Und auch das bunte Gartengemüse mit Frischkäse-Kräuterdip ist vollkommen fleischfrei. Und was trinkt man zu den Pommern Tapas?

Ganz ehrlich? Bier! Aber natürlich passen auch Rot- oder Weißwein hervorragend. Es hängt letztlich auch von der Zusammenstellung der Tapas ab. Vor allem aber muss es schmecken. Was schmeckt, passt immer.

Wie entstand die Idee zum Restaurant Remise am Schloss Stolpe?

Wie sind Sie zum Restaurant Remise gekommen?

Nachdem ich meinen Hotelbetriebswirt gemacht habe, habe ich viele Jahre bei einer großen Hotelkette gearbeitet. Zuvor habe ich eine Ausbildung als Kellner absolviert. Der Branche bin ich mein ganzes Leben treu geblieben. Als ich 40 wurde, fing ich jedoch an alles in Frage zu stellen und habe hinterfragt, ob es noch richtig ist, was ich mache. Dabei wurde der Wunsch nach Selbstständigkeit immer größer.

Wie es der Zufall so wollte, hat das Gebäude, in dem das Lokal heute untergebracht ist, einer ehemaligen Arbeitskollegin gehört, die darin ein Restaurant unterbringen wollte und dafür einen Betreiber gesucht hat. Trotz des Risikos hatte ich ein positives Bauchgefühl und habe das Abenteuer Selbstständigkeit gewagt. Auch dank der Unterstützung meiner Frau, die ebenfalls aus der Gastronomie kommt.

Was macht Ihr Restaurant sonst aus? Abgesehen von den Pommern Tapas.

Das Restaurant befindet sich in einer alten Wagenscheune, die zum Schloss Stolpe gehört. Ursprünglich wurden hier die Kutschen der Gräfin von Schwerin untergebracht. Man weiß zwar nicht genau, wann die Scheune errichtet wurde, aber wir schätzen etwa 1850. Als ich vor sechs Jahren zum ersten Mal hier war, war das eine einzige Ruine. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass das mal ein ansehnliches Lokal wird. Nach der Wende wurde das Gebäude einfach sich selbst überlassen.

Erst ab 2012 wurde damit begonnen die Scheune zu entkernen und wiederherzurichten. Dabei haben wir darauf geachtet, dass das Ambiente ein Stück weit erhalten bleibt. Uns ist eine gute Mischung aus Alt und Neu gelungen. So konnten wir einige der alten Dachbalken retten, die man nun in der Dekoration des Restaurants wiederfindet. Die sind heute zum Beispiel Teil des Bartresens oder zu großen Kerzenständern umfunktioniert.

Viele Gäste fragen uns, welcher Architekt die Inneneinrichtung übernommen hat. Aber das habe ich mir in der Tat alles selbst ausgedacht und mit einigen wenigen Handwerkern zusammen umgesetzt. Vor allem die gemütliche Atmosphäre wissen auch viele Stammgäste zu schätzen.

Was verbindet Sie mit Usedom, Herr Lindemann?

Wie stark ist Ihre Verbundenheit zu Usedom und was schätzen Sie an der Insel?

Ich komme ursprünglich aus Eberswalde bei Berlin. Aber meine Großeltern sind mit uns als Kinder immer ins Kaiserbad Ahlbeck in den Urlaub gefahren. Während dieser Urlaube habe ich meine Liebe zur Ostsee entdeckt. Als ich dann, längst im Beruf stehend, hörte, das in Heringsdorf ein neues Hotel eröffnet werden soll, habe ich sofort den Finger gehoben und wollte hier arbeiten. So bin ich 1997, vor über 20 Jahren, auf die Insel gekommen und geblieben.

Mittlerweile schätze ich Usedom also vor allem als meine Heimat. Auch wenn ich nicht jeden Tag die traumhafte Natur genießen kann – weil ich hier nun mal nicht nur lebe, sondern auch arbeite – liebe ich die landschaftliche Idylle. Vor allem die Luft ist wunderbar und auch die Menschen sind sehr nett.

Welcher ist Ihr Lieblingsplatz auf Usedom?

Ich habe sogar mehrere Lieblingsplätze. Zum einen den Wolgastsee, mit seinem sehr sauberen Wasser. Hier ist es nicht so überfüllt, sondern sehr heimelig. Aber auch auf dem Gnitz, gegenüber von Zinnowitz, gibt es direkt am Achterwasser wunderschöne Stellen, die überhaupt nicht überlaufen sind. Und in Pudagla, auch am Achterwasser, gibt es eine bezaubernde Badestelle, die ich empfehlen kann.

Vielen Dank für das Gespräch!

Dieses Interview führte Matthias Koprek für Usedom.de.

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