Sturmfluten der Ostsee sind Usedoms Geschichte und Gegenwart

Die Insulaner Usedoms hatten schon oft mit den Folgen von Hochwasser und Sturmfluten der Ostsee zu kämpfen. Das Ostseehochwasser im Jahr 1872 führte sogar zu einer zwischenzeitlichen Spaltung der Insel. Und bis heute gilt: auch andere, weniger dramatische Überschwemmungen richten immer wieder Schäden an. Insbesondere in den Wintermonaten drohen vermehrt Fluten. Doch die besonders verheerenden Überschwemmungen der Vergangenheit sind, auch dank neuerer Schutzmaßnahmen, nicht an der Tagesordnung. Dennoch ist es wichtig, sich über die Wasserstände zu informieren und zu wissen, was im Falle einer erneuten Ostsee-Sturmflut zu tun ist.

 

Das verheerende Ostseehochwasser von 1872

Im November 1872 wurde nicht nur Usedoms Ostseeküste von den Wassermassen heimgesucht. Auch von Dänemark bis Pommern richtete das Hochwasser massive Schäden an. Die Wasserstände entlang der Ostseeküste erreichten zu dieser Zeit bis zu 3,3 Meter über Normalnull.

Ein Sturm blies das Wasser zunächst in eine ganz andere Richtung: nach Finnland und dem Baltikum. Das bedeutete für die deutsch-dänische Küste zunächst Niedrigwasser. In dessen Folge konnten jedoch große Wassermengen aus der Nordsee in die Ostsee fließen. Erst als die Wassermassen durch den sich drehenden Orkan zurückgetrieben wurden und das Nordseewasser nicht wieder weichen konnte, wurde die Ostseeküste von meterhohem Hochwasser bedroht.

Die Folgen des Ostseehochwassers

Die Küstenbewohner überraschte es mitten in der Nacht. Mehr als 270 Todesopfer brachte die Sturmflut mit sich. Einige Tausend Häuser wurden zerstört. Für Usedom hatte das plötzliche Hochwasser noch eine weitere gravierende Folge. Die Insel wurde zwischen Damerow und Koserow zeitweise in zwei Teile geteilt. Dort schuf das Wasser eine rund 340 Meter breite Schneise durch die Insel und überspülte Damerow fast vollständig. Von dem kleinen Fischerdorf blieben wenige Häuser stehen, die jedoch nur zwei Jahre später bei einer weiteren Flut von neuen Wassermassen niedergerissen wurden. Heute erinnert an das Dorf nur noch ein Gedenkstein.

Im Winter wird es stürmisch und die Wasserstände steigen

Der Verlauf des Ostseehochwassers aus dem Jahre 1872 zeigt, wie schnell die Gefahr einer Sturmflut für die Küsten- und Inselbewohner entstehen kann. Hochwasser und Sturmflut werden dabei häufig als Synonym verwendet. Eine Sturmflut an der Ostsee lässt sich, anhängig vom Wasserstand, in vier Klassen einteilen. Ab einem Meter über dem mittleren Wasserstand wird von einer Sturmflut gesprochen. Ab 1,25 Metern Wasserstand liegt eine mittlere Sturmflut vor, eine schwere ab 1,50 Meter. Zwei Meter über dem mittleren Wasserstand gelten sogar als sehr schwere Sturmflut. Sturmhochwasser entsteht an der Ostsee stets durch den Einfluss der Stürme. Damit ist mit einer Sturmflut vermehrt in den Wintermonaten und gehäuft in der Nacht zu rechnen. Insbesondere Temperaturunterschiede lassen schwere Sturmtiefs oder orkanartige Böen entstehen, die über die Küsten und Inseln hinwegfegen.

Schutzmaßnahmen vor Sturmfluten der Ostsee

Sturmfluten und Hochwasser sind an der Osterseeküste auch heute nichts seltenes. Doch ein Sturmhochwasser solcher Größenordnung wird als Jahrtausendereignis gewertet. Der Klimawandel trägt jedoch zu einem kontinuierlichen Anstieg des Wassers bei. Allein in den letzten 150 Jahren ist der Wasserstand der Ostsee mit rund 20 Zentimetern deutlich angestiegen. Fatal wären die heutigen Folgen: viele Küstengebiete sind mittlerweile bedeutend stärker besiedelt als noch im Jahr 1872.

Doch auch die Bewohner an den Küsten und auf den Inseln hat insbesondere die Sturmflut der Ostsee von 1872 dazu sensibilisiert, weitreichende Küstenschutz- und Hochwasserschutzmaßnahmen umzusetzen. Dazu zählt insbesondere der Deichausbau, in den bis heute investiert wird. Auch die regelmäßige Erneuerung der Buhnen gilt als weitere, wirksame Schutzmaßnahme vor Schäden durch Ostseehochwasser.

Sturmfluten der Ostsee richten immer noch Schäden an

Der Schutz der Menschen hat auch bei Sturmfluten oberste Priorität. Warndienste der Deutschen Seewarten sorgen seither dafür, dass Menschen bei ersten Anzeichen einer Sturmflut frühzeitig gewarnt werden. Eine solche Flut richtet als zufälliges und unberechenbares Phänomen dennoch häufig andere Schäden an. Dazu zählen insbesondere Sandverluste sowie unterspülte Promenaden und Wege. Vorallem der Tourismus, der auf der Insel Usedom als wichtiiger Wirtschaftsfaktor gilt, leidet unter diesen Auswirkungen.

Die Flut, die im Jahr 2017 durch das Sturmtief "Axel" ausgelöst wurde oder das Sturmtief "Kyrill" im Jahr 2007 sind beispielhaft dafür, was Sturm der Ostsee mit ihren hohen Wasserständen anrichten können. Sturmtief "Axel" sorgte dafür, dass die zweithöchste Hochwasser-Alarmstufe ausgelöst wurde. Teile von Strandpromenaden wurden weggerissen, Treppenaufgänge vernichtet und zwischen den Orten Koserow und Zempin kam es zu Steiluferabbrüchen.

Was ist bei einer Sturmflut zu beachten?

Die Stürme im Winter sind kein Grund, der Ostseeküste zu der Jahreszeit fernzubleiben - ganz im Gegenteil. Die kalte, lebendige Luft und die schäumende Gischt üben einen ganz besonderen Reiz auf die Besucher aus. Es lohnt sich, Usedom im Winter zu erleben. Die Stille sorgt dafür, dass die Naturgeräusche wie das Geschrei der Möwen, der pfeifende Wind oder das Meeresrauschen lauter werden. Zugleich treibt das schäumende Meer einige sonst im Meer verborgene Schätze an Land. Die Ruhe nach einem Sturm ist der ideale Zeitpunkt für die Suche nach Fundstücken wie Bernstein, Strandgut oder Muscheln.

Trotz der Schönheit der winterlichen und stürmischen Natur sollte die Gefahr einer Sturmflut an der Ostsee nicht außer Acht gelassen werden. Es ist ratsam, regelmäßig einen Blick auf aktuelle Sturmflutwarnungen zu rufen. Das ist in der heutigen Zeit einfach über das Internet oder mobil per App möglich. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie gibt entsprechende Warnungen aus und warnt auch auf klassischem Weg über das Radio. Im Ernstfall sind Vorsichtsmaßnahmen zu treffen:

  • - Meiden der Küsten- bzw. der angegebenen Gefahrenbereiche
  • - Radio angeschaltet lassen
  • - Eine Taschenlampe hilft bei Stromausfall
  • - Etwaigen Aufforderungen zur Räumung ist sofort nachzukommen.
  • - Lässt sich der Gefahrenbereich nicht mehr verlassen, dann sollte ein höherer Punkt aufgesucht werden, beispielsweise das Dachgeschoss des Hauses.
  • - Handgepäck mit Handy, Radio, Trinkwasser und Taschenlampe vorbereiten.
  • - Im Notfall eine der Notrufnummern wählen.

Ostseesturmflut: Sich selbst schützen und die stürmische Natur genießen

In den Sommermonaten zeigt sich die Ostsee meist von ihrer ruhigen und beschaulichen Seite. Hohe Wellen sind zu dieser Zeit kaum vorstellbar. Wer jedoch Usedom einmal im Winter besucht, wird erstaunt sein, welche gewaltigen Kräfte vom Wasser in Verbindung mit Wind ausgehen. Die Inselbewohner Usedoms wissen durch die vergangenen Sturmfluten der Ostsee um die Gefahren. Sie wissen, was im Ernstfall zu tun ist und kennen die Anzeichen. Auch Urlauber sollten auf die offiziellen Warnungen hören und sich an die Verhaltensregeln halten. Dann können sie das Meer und seine Kraft auch im Winter genießen.

Montag, 27 Januar 2020 08:53

"Villa Kunterbunt": alles frisch und Bio

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Anja Debniak betreibt den Hofladen "Villa Kunterbunt" in Neuendorf.

Hier können Einheimische und Urlauber gleichermaßen einkaufen. Auf dem Hof der Familie werden Schafe, Schweine und Rinder gezüchtet. Zweimal im Jahr veranstaltet sie ihre längst legendären Mostfeste.

Frau Debniak, wie und wann ist der Hofladen "Villa Kunterbunt" entstanden?

Der Hofladen ist 2001 entstanden. Bis 2003 war er noch ein Nebenerwerb. Dann habe ich mein Angestelltenverhältnis aufgegeben und bin von einem Tag auf den anderen in die Selbstständigkeit gegangen.
Den Hof haben wir uns seinerzeit gekauft, weil mein Mann ein paar Schafe hatte und ich ein Pferd. Außerdem bekamen wir das erste Kind. Ein guter Zeitpunkt für ein eigenes Haus. Wir haben hier im Dorf ein Haus mit einem großen Grundstück erworben. Auf dem Hof hatten wir einen Apfelbaum und irgendwann kam ein Fahrradfahrer vorbei und fragte, ob er bei uns einen Apfel kaufen kann. So haben wir unseren ersten Apfel verkauft und danach kam eins zum anderen. Aus den Äpfeln, die wir nicht verkauft haben, haben wir Marmelade gemacht. Irgendwann fingen wir an, Brot zu backen und haben das erste Schaf geschlachtet.

"Nose to tail" und alles Bio – nichts wird weggeworfen

Was bieten Sie im Hofladen alles an? Was sind die Kassenschlager?

Hauptsächlich bieten wir das Fleisch von unseren Tieren an. Wir züchten Schafe, Schweine und Rinder. Daraus werden die verschiedensten Fleischprodukte hergestellt. Unsere Schafe geben nicht nur ihr Fleisch, sondern auch ihre Wolle, so dass wir auch Wollprodukte verkaufen.
Zudem verfügen wir über Streuobstwiesen. Mit einer örtlichen Mosterei stellen wir aus der Ernte Fruchtsäfte her. Ich mache aber auch verschiedene Marmeladen. Bedingt durch die Streuobstwiese haben wir Bienen, so dass wir auch Honig verkaufen. Das Obst kann natürlich auch unverarbeitet erworben werden. Gleiches gilt für das Gemüse, das ringsum wächst. Außerdem backe ich dreimal in der Woche Vollkornbrot. Ergänzend bieten wir ein paar Milchprodukte an, die hinzugekauft sind, so dass wir ein ziemlich vollwertiges Angebot bieten können. Eine Bekannte aus dem Dorf macht sogar Schmuck aus den Knochen unserer Rinder, den man ebenfalls im Hofladen kaufen kann.

Wenn sogar die Rinderknochen noch zu Schmuck verarbeitet werden, wird bei Ihnen ja wirklich alles verwertet. Mehr noch als bei "nose to tail".

Genau. Bei uns wird auch nichts weggeschmissen. Was an Lebensmitteln wirklich nicht mehr zu verkaufen oder gar zu essen ist, das kriegen dann bei uns die Schweine.

Betreiben Sie ökologische Landwirtschaft auf Ihrem Hof?

Ja, wir sind ein ökologisch zertifizierter Betrieb. Fleisch, Obst, Gemüse – alles was von uns stammt ist Bio. Der Hofladen an sich ist jedoch nicht zertifiziert, weil wir da eben auch Produkte von anderen Höfen verkaufen.

Sommers wie winters ist die "Villa Kunterbunt" geöffnet

Wann hat Ihr Hofladen geöffnet?

In den Sommerferien habe ich sieben Tage die Woche geöffnet. Sonst, von Ostern bis Martinstag, sechs Tage die Woche. Im Sommer öffnet der Laden schon um 7:30 Uhr und den Rest des Jahres um 10:00 Uhr. Im Winter ist der Hofladen ein paar Wochen komplett geschlossen. Dann stehen hier die Arbeiten an, zu denen man im Sommer nie kommt. Da mein Mann und ich alles alleine machen, gibt es immer genug zu tun. Nur zwischen Weihnachten und Neujahr gönnen wir uns ein paar ruhige Tage und ab Januar muss schon wieder aufgestallt werden.

Wer kommt zu Ihnen in den Hofladen? Nur Einheimische oder auch Touristen?

Zu mir kommt wirklich jeder. Ich habe Kunden, die sehe ich nur einmal, und ich habe Stammgäste von der Insel und teilweise sogar aus Greifswald. Wer bei mir gekauft hat und wem es geschmeckt hat, der kommt in der Regel auch wieder. Und zu den Stammkunden zählen nicht nur die Insulaner, sondern auch viele Urlauber kommen regelmäßig wieder. Der erste Weg nach der Anreise führt sie meistens zu mir zum Einkaufen, bevor der Urlaub so richtig losgeht.

Wie locken Sie Ihre Kunden denn in Ihren Hofladen? Also wie werden die Menschen auf Sie aufmerksam?

Allein durch Entdecken, denn ich mache keine Werbung. Entweder sie entdecken mich zufällig oder ich wurde ihnen empfohlen.

Zweimal im Jahr veranstalten Sie Mostfeste. Was erwartet die Besucher da?

Wir veranstalten jeweils Ende September und Ende Oktober ein Mostfest. Dann kommt zu uns die mobile Mosterei. Jeder kann seine eigenen Äpfel mitbringen und die hier mosten lassen. Bei den Festen bieten wir natürlich auch Verpflegung an. Neben Kaffee und Kuchen gibt es zum Beispiel Bratwurst, Steak und Burger vom Grill.
Während die Erwachsenen es sich gutgehen lassen, können die Kinder auf dem Hof spielen. Dafür bauen wir extra eine Burg aus Stroh und einen Kletterparcour auf. Auf den Ponys kann geritten werden und die Kinder können die Schweine mit dem Trester füttern. Die Mostfeste gibt es schon seit 17 Jahren und viele nehmen das Angebot an.

Wie sind Sie auf die Insel gekommen?

Ich komme aus dem Tor zur Insel, aus Wolgast. Ich habe meine Kindheit hier verbracht und auf der Insel gelernt.

Was ist Ihr Lieblingsplatz auf Usedom? Wo gehen Sie hin, wenn Sie mal von der Hofarbeit entspannen wollen?

Wenn wir entspannen wollen, setzen wir uns meist einfach irgendwo hin und beobachten unsere Tiere (lacht). Aber was auch gut geht, ist nach 18 Uhr an den Strand zu fahren. Dann sind die meisten Urlauber weg und man hat am Strand noch ein bisschen seine Ruhe, bevor die Sonne untergeht.

Wo lassen Sie sich auf der Insel am liebsten kulinarisch verwöhnen, wenn Sie nicht gerade Ihre eigenen Produkte verspeisen. Haben Sie einen Gastronomietipp für Usedom-Besucher?

Wir gehen gern ins Deutsche Haus in Ückeritz. Hier schmeckt es immer gut, egal zu welcher Jahreszeit man das Restaurant besucht oder wie voll es hier ist. Außerdem bezieht das Restaurant ab und zu Lamm von unserem Hof. Normalerweis machen wir unsere Pizza immer selbst, aber wenn wir darauf mal keine Lust haben, gehen wir ins 'Stella del lago' in Karlshagen. Ein guter Italiener, der auch eine Empfehlung wert ist!

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Herr Koprek im Auftrag der SEM SEO GmbH für usedom.de am 09.12.2019.

 

Urlaubs-Tipp: Lokal und Bio: Lesen Sie, was Usedom an Hofläden und Wochenmärkten noch alles zu bieten hat.

Donnerstag, 21 November 2019 15:16

Nach dem Sturm am Strand Bernstein finden - usedom.de

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Thomas Reich spricht über seine Leidenschaft für Bernstein und gibt wertvolle Tipps für Bernsteinjäger

Thomas Reich geht in seiner Bernstein-Werkstatt in Zinnowitz einem traditionsreichen Handwerk nach, indem er Schmuck und Kunst aus dem "Gold der Ostsee" herstellt. Außerdem bietet er mit "Bern-Stein-Reich" geführte Bernsteinwanderungen und spezielle Schleifkurse an. Im Interview verrät der Experte, woher der Bernstein kommt und zu welchen Zeiten man ihn an den Usedomer Stränden am ehesten finden kann. Er erklärt auch, was bei der Suche nach Bernstein unbedingt beachtet werden sollte.

Herr Reich, Sie sind Kunsthandwerker auf Usedom und verarbeiten Bernstein. Was genau machen Sie damit?

Ich bearbeite Bernstein, den ich am Strand von Usedom finde, und mache daraus zum Beispiel Schmuck oder Skulpturen mit Schwemmholz. Wenn ich den Stein sehe, kann ich bereits ungefähr abschätzen, was daraus wird. Als ich irgendwann feststellte, dass es auch Spaß macht, mit anderen Leuten Bernstein zu bearbeiten, hat sich die Idee für die Schleifkurse entwickelt. Diese biete ich für Einheimische und Gäste an. Außerdem mache ich seit 2006 geführte Bernsteinwanderungen, bei denen ich viel Wissenswertes erzähle und natürlich auch Tipps zum Suchen und Finden von Bernstein gebe.

Wann und wie sind Sie zum Bernsteinsammeln gekommen?

Meine Vorfahren sind aus Ostpreußen – dem Bernsteinland schlechthin. Da liegt der Bernstein getreu dem Motto in Hülle und Fülle am Strand herum. Man kann sich nicht in den Sand setzen, ohne erst einmal Bernsteine an die Seite räumen zu müssen.

Ich bin also mit vielen Geschichten zum Thema Bernstein aufgewachsen. Meine Mutter hat immer einen riesigen, klaren Bernstein um den Hals gehabt, der so groß war wie meine Kinderhand. Ich konnte durch diesen Bernstein durchschauen und die Welt wurde für mich Bernstein.

Schon als Kind hat mich das Thema fasziniert und ich wollte immer so einen großen Bernstein haben, wie ihn meine Mutter getragen hat. Ich habe schon im Kindergartenalter mit dem Sammeln angefangen und Bernstein gegen Indianer eingetauscht. Mit der Bearbeitung von Bernstein habe ich 1985 begonnen. Das Atelier gibt es seit 1999.

Der Stein, der gar kein Stein ist...

Was ist Bernstein eigentlich und wo kommt er her?

Bernstein ist eigentlich gar kein Stein, sondern fossiles Harz. Hier auf Usedom haben wir es mit baltischem Bernstein zu tun, den es in sieben Hauptfarben und 250 Unterfarben gibt. Der baltische Bernstein ist 30 bis 60 Millionen Jahre alt und stammt aus dem Bereich Baltikum, also dem heutigen Russland. In der Königsberger Region ist der meiste Bernstein zu finden. Aber im Laufe der Erdgeschichte wurde der Ostseeboden mit dem Stein gut durchsetzt. Wir hier können also die Seesteine finden, wohingegen im Rest der Welt nach Bernstein gegraben wird. Es gibt ihn also nicht nur im Meer, wie viele meinen.

Suchen Sie Ihren Bernstein immer selbst?

Ja, ich suche meinen Bernstein am Strand, im Wasser und an Land selbst – überall dort, wo es erlaubt ist.

Welche Tipps können Sie Urlaubern geben, die auf Bernsteinjagd gehen wollen? Wie können sie ihre Erfolgschancen erhöhen?

Es ist immer eine gute Idee, nach den Stürmen auf die Suche zu gehen. Es sollte dabei möglichst auflandigen Wind haben. Also die See sollte auf das Land geblasen werden. Wasserstandsunterschiede sind ebenfalls ein großer Vorteil.

Ein Beispiel: Der Wind bläst drei Tage lang Land ab. Das heißt, das Wasser wird von dem Wind weggebracht und in Richtung Skandinavien gedrückt. Irgendwann kommt es dort an und dann ist auch egal, wie der Wind ist, weil das Wasser durch die Schwerkraft zurückkommt. Dann gibt es ein vermeintliches Hochwasser, das auch Bernstein mit sich bringen kann.

Wobei zu sagen ist, dass Bernstein im Ostseewasser nicht schwimmt. Das ist ein Ammenmärchen. Es kann maximal schweben und wird durch Wellen an Land gespült. Deshalb ist es auch gut, wenn ein bisschen Seetang oder das sogenannte Rollholz im Wasser ist, in dem sich der Bernstein verhängt und an Land getrieben wird. Prinzipiell kann jede Welle einen Bernstein bringen – selbst wenn die ungünstigsten Bedingungen herrschen.

Achtung: Bernstein kann leicht mit Phosphor verwechselt werden

Was muss bei der Suche nach Bernstein beachtet werden?

Bernstein kann von Laien leicht mit Phosphor verwechselt werden, der nicht natürlich in der Ostsee vorkommt, sondern aus den Brandbomben der Alliierten stammt. Das ist der Typ Brandbomben, der die großen Städte wie Berlin, Leipzig und Dresden verwüstet hat.

Bei uns auf Usedom befand sich die Heeresversuchsanstalt Peenemünde, die mittels der Bomben natürlich auch zerstört werden sollte. Einige dieser Bomben sind auch im Wasser gelandet. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, dass man mit Phosphor kontaminiert wird, noch gegeben. Der letzte mir bekannte aktenkundige Fund auf der Insel war im August 2017.

Wer aber hellwach ist beim Bernsteinsuchen, der kommt eigentlich nicht in Gefahr. Denn es gibt ein paar Anhaltspunkte, anhand derer man Phosphor von Bernstein unterscheiden kann. Phosphor stinkt zum Beispiel, während Bernstein geruchsneutral ist. Außerdem ist Bernstein durchsichtig. Und er klingt anders als Phosphor. Weil er weich ist, hat er einen dumpfen Klang, wenn man ihn gegen einen anderen Gegenstand klopft. Wer es ganz genau wissen möchte, der kann sich eine gesättigte Salzlösung anrühren und die Standfunde hineingeben. Alles, was nach oben aufsteigt, ist Bernstein und was unten liegen bleibt ist mineralisch.

Der schlaue Bernsteinjäger soll gemäß Lehrmeinung mit einem mit nassem Sand gefüllten, verschließbaren Metallgefäß auf die Suche gehen und die Funde darin aufbewahren. Handelt es sich bei dem vermeintlichen Bernstein um Phosphor und steckt man ihn sich in die Hosentasche, kann er sich dort entzünden und zu schwersten Brandverletzungen führen. Bernstein brennt zwar auch, daher hat er auch seinen Namen, man muss ihn allerdings aktiv anzünden, während Phosphor selbstständig und auch viel stärker brennt.

Gibt es heute mehr oder weniger Bernstein als früher?

Ich bin der subjektiven Meinung, dass die Funde tatsächlich etwas zurückgegangen sind. Das hat ein bisschen was mit dem Klima zu tun, das sich insgesamt verändert. Kaltes Wasser hat eine höhere Dichte als warmes Wasser, weshalb man im Winter auch mehr Bernstein finden kann als im Sommer. Wenn sich die Meere nun durch den Klimawandel erwärmen, kommt auch weniger Bernstein an Land.

Wie ist Ihre Beziehung zu Usedom? Sind sie ein gebürtiges Inselkind?

Ja, ich bin zwar ein Inselkind, allerdings wurde ich auf Rügen geboren, auch wenn viele Gäste mich als Usedomer Original bezeichnen. Die Liebe hat mich dann nach Usedom verschlagen.

Welcher ist Ihr Lieblingsplatz auf Usedom?

Ich finde den Hafen Zempin sehr schön, weil es noch ein Naturhafen ist. Ich komme aus dem maritimen Bereich und mag diese rustikalen Ecken. Hier gibt es noch Fischerboote und hier stehen Netzstangen rum. Der Hafen ist nicht so steril wie viele andere mittlerweile.

Vielen Dank für das spannende Gespräch über Bernstein!

Das Interview führte Herr Koprek im Auftrag der SEMSEO GmbH für usedom.de am 29.10.2019.

Urlaubs-Tipp: Nach der Bernsteinjagd am Strand kann man es sich auf Usedom in einem der Wellnesshotels richtig gut gehen lassen. Lesen Sie hier!

Stimmungsvolle Urlaubsfotos als wertvolle Erinnerung

Urlaubsfotos zählen zu den wohl beliebtesten Souvenirs. Mit gelungenen Urlaubsfotos bleibt die längst zurückliegende Reise noch lange in Erinnerung. Das schöne am Fotografieren ist, dass dazu nicht viel benötigt wird. Das Smartphone und eine Foto-App reichen eigentlich schon aus. Doch auch richtig fotografieren will gelernt sein. Insbesondere in der dunklen Jahreszeit gestaltet es sich häufig schwierig, scharfe Aufnahmen zu erzeugen. Einige Tipps helfen, gelungene Urlaubsfotos zu erstellen, welche die besondere Stimmung unabhängig der vorhandenen Lichtverhältnisse einfangen und damit eine gelungene Urlaubserinnerung bieten.

Tipps für schöne Urlaubsfotos

Fotos sind in der heutigen Zeit sehr weit verbreitet. Jeder kann sie mit dem Handy oder der Digitalkamera erzeugen. Doch bevor gute Fotos von der Reise erstellt werden, sollten einige Tipps beachtet werden:

  • Ausrüstung: Für professionelle Urlaubsfotos ist eine System- oder Spiegelreflexkamera von Vorteil. Private Reisefotos lassen sich auch mit einer guten Digitalkamera oder dem Smartphone bzw. Tablet erzeugen. Zusätzlich wird ein Stativ für wackelfreie Aufnahmen benötigt. Das ist insbesondere für Aufnahmen von Menschen wichtig, damit der richtige Moment in aller Ruhe abgepasst werden kann. Soll der Fotograf mit auf das Foto, dann haben sich Hilfsmittel wie Funk- oder Fernauslöser bewährt.
  • Lichtverhältnisse: Mit dem richtigen Licht lassen sich gute Aufnahmen erstellen. Das Morgenlicht, etwa eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang, bietet die idealen Bedingungen für einen Schnappschuss. Aber auch kurze Zeit vor dem Sonnenuntergang sind die Bedingungen vergleichbar.
  • ISO: Sind die Lichtverhältnisse nicht ideal, wie es in den dunklen Jahreszeiten häufig der Fall ist, dann hilft die richtige ISO Einstellung. Sie regelt die Filmempfindlichkeit. Ist wenig Licht vorhanden, muss sie besonders empfindlich eingestellt werden. Für Laien ist die ISO Automatik häufig ausreichend.
  • Maßstab: Er entscheidet über die Wirkung des Motivs. Wird eine Person neben einem imposanten Gebäude fotografiert, erscheint sie klein. Auch andersherum lässt sich dieser Effekt nutzen.
  • Perspektivenwechsel: Außergewöhnliche Fotos lassen sich produzieren, indem der Fotograf die Perspektive wechselt. Von unten nach oben hin fotografiert erlangen Menschen mehr Größe und Präsenz.
  • Belichtungskorrektur: Sie sorgt dafür, dass die Fotos heller oder dunkler aufgenommen werden. Das bietet sich bei Porträtaufnahmen an, wodurch die Gesichtshaut heller und ebenmäßiger erscheint.
  • Autofokus: Erfahrene Fotografen fokussieren gerne selbst. Dem ungeübten Auge können jedoch Details entgehen, welche der Autofokus wahrnimmt.

Wer gerne fotografiert, sollte auf jeden Fall den Speicherplatz vorab prüfen und einen zweiten Akku zur Hand haben. Das erspart lästige Wartezeiten beim Aufladen.

Die richtigen Einstellungen für verschiedene Urlaubsfotos

Porträts oder Gruppenfotos vor einer beeindruckenden Kulisse sind beliebt. Wackelfrei werden sie durch die Verwendung von Stativen. Die richtigen Einstellungen von Licht, Blende und Tiefenschärfe geben den Aufnahmen die richtige Wirkung. Mit größeren Blendzahlen werden höhere Schärfetiefen erzielt. Wird die Belichtungszeit zeitgleich verlängert, lassen sich selbst größeren Gruppen bis in die hintersten Reihen scharf ablichten. Je höher die Belichtungszeit gewählt wird, desto größer ist jedoch auch die Gefahr, dass kleinste Bewegungen für Verzerrungen sorgen. Ebenso sind die ISO-Werte entsprechend anzupassen. Zu hohe Einstellungen sorgen an dieser Stelle für unerwünschtes Bildrauschen.

Tipp:
Insbesondere bei Gruppenfotos kann es dauern, den richtigen Moment zum Fotografieren abzupassen. Die Serienbildfunktion kann an dieser Stelle Abhilfe schaffen. Damit lassen sich innerhalb kurzer Zeit viele Fotos erzeugen und man kann anschließend das schönste auswählen.

Besonderheiten bei schwierigen Lichtverhältnissen

Im Herbst und Winter ist es häufig dunkel, wodurch zusätzliche Beleuchtung notwendig wird. Sollen die Aufnahmen bei künstlichem Licht im Innenraum erzeugt werden, sind Einstellungen der Farbtemperatur hilfreich. Sie verhindern unschöne Farbstiche. Eine besondere Herausforderung sind neben Aufnahmen von Menschen Schnappschüsse bei schwierigen Lichtverhältnissen, beispielsweise von einem Feuerwerk. Mit der richtigen Einstellung gelingen auch diese Aufnahmen. Bewährt haben sich eine geringe ISO-Zahl gegen das Bildrauschen, lange Belichtungszeiten von 10 bis 30 Sekunden, ein großer Blendwert und möglichst viele Aufnahmen. Der sonst so beliebte Autofokus ist bei schwierigen Lichtverhältnissen nicht immer ideal. Die Dunkelheit ist an dieser Stelle Teil der Aufnahme. Probeaufnahmen vor dem eigentlichen Feuerwerk helfen, die richtige Schärfe für die Dunkelheit und die Umgebung zu ermitteln.

Foto-Apps zur Fotooptimierung

Foto-Apps zählen mit zur Ausrüstung. Wer häufig Fotos mit dem Smartphone oder Tablet erstellt, wird bereits eine passende Foto-App benutzt haben. Mit diesen lassen sich die erstellten Aufnahmen optimieren und kleine Fehler beseitigen. Für Laien ist es jedoch oftmals schwer, aus der schier unendlichen Auswahl an Foto-Apps die passende auszuwählen. Bewertungen anderer Nutzer und Foto-App-Tests bieten eine gute Entscheidungshilfe.

Zu den bekannten Foto-Apps zählen Adobe Photoshop, PicsArt, PhotoDirector und andere. Sie enthalten Tools zur nachträglichen Bildoptimierung. Filter und Effekte verleihen den Urlaubsbildern den besonderen Schliff. Fotos lassen sich aufwerten oder künstlerisch gestalten. Kontrast, Sättigung, Helligkeit und Farbton werden automatisch aufgepeppt, wodurch manuelle Korrekturen überflüssig werden.

Richtig Fotografieren mit Hilfe von Tipps und Tools

Urlaubsfotos sind in der heutigen Zeit Bestandteil einer jeden Reise. Teure Kameras liefern besonders gute Ergebnisse. Mit günstigen Digitalkameras und Smartphones lassen sich auch gute Urlaubsfotos erzeugen. Wer einige Tipps und Hilfestellungen befolgt, erhält die Möglichkeit, die Stimmungen der Reise anhand der selbst erzeugten Aufnahmen einzufangen. Eine nachträgliche Bearbeitung ist dank Foto-Apps möglich. Aber letztendlich gilt auch auf dem Weg zum richtigen Fotografieren, dass die Übung den Meister macht. Der Umgang mit der Kamera sollte bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen erprobt werden. Dann steht gelungenen Urlaubserinnerungen nichts im Wege.

Beliebte Cocktails zum Entspannen am Abend

Während der Aperitif zu einem guten Essen dazu gehört, verbinden viele einen Cocktail mit Freizeit und Urlaub. Mixgetränke, egal ob mit oder ohne Alkohol, sind nicht nur lecker, sondern können eigentlich überall genossen werden und den Moment zu etwas Besonderem machen. Insbesondere der Aperitif hat sich vor dem Essen als Appetitanreger etabliert. Kalte und Warme Drinks werden gerne in angesagten Bars genossen. Sie können aber auch einfach zu Hause oder während des Urlaubs im Ferienhaus zubereitet und genossen werden.

Cocktails bestellt oder selbst gemixt

Wer einen entspannten Abend mit einem leckeren Cocktail verbinden möchte, kann eine der angesagten Bars aufsuchen oder sich einen leckeren Drink einfach selbst zubereiten. Dazu werden gerne Knabbereien gereicht wie klassische Snacks oder Fingerfood, wodurch der besondere Geschmack des Cocktails im Vordergrund steht. Als Apéro sind Cocktails und Fingerfood jedoch nicht nur zum Entspannen am Abend beliebt, sondern ein gesellschaftlicher Anlass. Anders sieht es mit Aperitifs aus. Sie sind einfach der Klassiker vor einer Mahlzeit.

Beliebte Cocktails und Longdrinks

Cocktails und Longdrinks werden in vielen Ländern gerne getrunken. Damit gibt es einige Mixgetränke, die weltbekannt sind. Zu diesen zählen beispielsweise:

  • Aperol Spritz: Nur wenige Zutaten wie Aperol, Prosecco, Soda und Eis sind für diesen beliebten Cocktail notwendig.
  • Hugo: Holünderblütensirup und Minze in Prosecco verleihen diesem Cocktail den Geschmack.
  • Bloody Mary: Ein kräftiger Drink, der auch als Katerdrink bekannt ist. Er enthält neben Wodka und Zitronensaft auch Tabasco, Pfeffer, Salz und Worcestersauce. Sellerie und Tomatensaft sorgen für eine interessante Note und Farbe.
  • Cosmopolitan: Neben den Alkoholanteilen aus Wodka und Orangenlikör enthält der leckere Drink frisch gepressten Limettensaft, Cranberrysaft und wird mit einer Limettenspalte serviert.
  • Cuba Libre: Drei einfache Zutaten enthält dieser Cocktail: Rum, Cola und Limette.
  • Kir und Kir Royal: Seit 1910 bekannt, wird dieser Cocktail mit Creme de Cassis, gemischt mit Weißwein oder Champagner, hergestellt.
  • Pina Colada: Charakteristisch für einen Pina Colada ist der sahnige Kokosgeschmack mit einem Rumgemisch und Ananas.
  • Sex on the beach: Ein fruchtiges Getränk mit Hang zum Longdrink. Pfirsichlikör, Zitronen- und Cranberrysaft sowie Grenadinensirup und Wodka sind in diesem Drink enthalten.

Besonders gut schmecken die leckeren Drinks, wenn sie von erfahrenen Barkeepern zubereitet werden. Einige lassen sich mit wenigen Handgriffen auch in der Ferienwohnung mixen, beispielsweise der Aperol Spritz. Einfach 4cl Aperol, 6cl Prosecco und Soda in ein Weinglas mit Eiswürfeln füllen und mit einer Orangenscheibe dekorieren. Schnell wird auch der Cuba Libre gemixt: 5cl weißer Rum und eine geachtelte Limette in ein Glas mit Eiswürfeln, aufgefüllt mit Cola.

Heiße Mixgetränke für die kalte Jahreszeit

In der kälteren Jahreszeit werden neben kalten Cocktails immer mehr heiße Getränke angeboten wie der Glühwein. Die Kombination aus aromatischem Wein und wärmendem Getränk kann klassisch pur oder auch mal in aufgepeppter Variante genossen werden. Wie wäre es beispielsweise mit einer Glühweinvariante mit Aperol oder Gin? Ebenso gibt es den klassischen Hugo als heiße Wintervariante. Hot Hugo wird er genannt und besteht aus Weißwein, Holunderblütensirup, etwas Zitrone und frischer Minze.

Alkoholfreie Cocktails als gesunde Alternative?

Auch wenn Cocktails gerne mit frischen Früchten zubereitet oder dekoriert werden, gelten sie nicht als gesunde Getränke. Vielmehr dienen sie dem Wohlbefinden. Genauso sieht es mit Aperitifs aus. Sie machen Appetit auf mehr und sind deshalb vor einem guten Essen gern gesehen.

Enthalten sie jedoch keinen Alkohol, können sich so manche Cocktails als wahre Powergetränke erweisen. In der heutigen Zeit gibt es viele alkoholfreie Cocktails, welche den klassischen Drinks in nichts nachstehen. Viele dieser alkoholfreien Cocktails werden auf der Basis von Fruchtsäften hergestellt. Insbesondere frischgepresste Säfte verleihen diesen Drinks einen besonders frischen Geschmack. Ein Klassiker unter den alkoholfreien Drinks ist beispielsweise der Banana Jack, welcher mit Bananen-, Orangen-, Maracuja- und Grenadinen-Saft hergestellt wird. Gemixt im Shaker mit Eiswürfeln wird der Drink kühl genossen. Noch exotischer ist ein Frucht-Punsch aus Bananen-, Orangen- und Grenadinen-Saft, gemixt mit Kokosmilch.

Cocktails auf Usedom genießen

Viele der weltbekannten Drinks können in einer der zahlreichen Bars und an den Hotelbars auf Usedom genossen werden, wie in der Coco Lounge, der Bar 59 in Bansin oder dem Sixties American Diner in Zinnowitz. Neben bekannten Klassikern bieten sie Drinks an, die eher regionale Bekanntheit genießen. Eigene Kreationen der Bars wurden sogar prämiert, beispielsweise der sogenannte „B 111“. Ein Drink eines Barmanns der Heringsdorfer Bar Tapa Tapa, der 2006 im Rahmen der Usedomer Cocktail Convention den ersten Platz erlangte. Darüber hinaus verfügen die Hotelbars vieler Hotels über ein großes Angebot an Cocktails und anderen Mixgetränken. Ein besonderes Highlight ist für viele Urlauber der Cocktail im Strandkorb, mit Blick auf die Ostsee.

Entspannte Abende mit einem Cocktail abrunden

Mit einem Cocktail lässt sich ein entspannter Abend im Urlaub abrunden. Professionell gemixte Drinks werden in den Bars in einer großen Auswahl angeboten. Wer den Abend lieber entspannt in der Ferienwohnung ausklingen lassen möchte, kann sich auch für einen eigenen Mix entscheiden. Der Vorteil dabei ist, dass die Wahl bei Eigenkreationen nicht immer auf die originalen Zutaten und Rezepte fallen muss. Der Kreativität sind beim Mixen eigentlich keine Grenzen gesetzt. Letztendlich entscheiden Geschmack und persönliche Vorlieben über die Zusammensetzung der Cocktails.

Additional Info

  • Anrede Männlich
  • Straße Friedensstr. 23
  • Postleitzahl 17424
  • Stadt Heringsdorf
  • E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Telefonnummer +49 (0) 38378 - 22384

Additional Info

  • Anrede Männlich
  • Straße Neue Strandstrasse 29
  • Postleitzahl 17454
  • Stadt Zinnowitz
  • E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Telefonnummer +49 (0) 38377 - 36520

Pilze sammeln auf Usedom – was ist zu beachten?

Herbstzeit ist Pilzzeit und so zieht es viele Liebhaber regelmäßig zum Pilze sammeln nach Norddeutschland und speziell nach Usedom. Auf der Ostseeinsel gibt es einige Waldgebiete, die hervorragend für die Pilzsuche geeignet sind. Damit ist es nicht verwunderlich, dass pünktlich zur Pilzsaison überall in den Wäldern Pilzsammler mit Körben zu sehen sind. Viele der dort wachsenden Pilzarten sind essbar, andere sollten jedoch lieber stehen gelassen werden. Wer nicht über entsprechende Fachkenntnisse verfügt, kann sich einer geführten Pilzwanderung anschließen oder an anderen Veranstaltungen rund um das Thema Pilze auf Usedom teilnehmen.

Speisepilze der Saison in Norddeutschland und auf Usedom

Mit dem Spätsommer beginnt in Norddeutschland die Pilzsaison. Dann sprießen überall im Wald Pilze aus dem Boden. Sie bevorzugen je nach Art waldreichen oder sandigen Boden. Häufig wachsen sie an den Füßen großer Bäume oder unter Farn. Dazu zählen in Norddeutschland beispielsweise:

  • Steinpilze
  • Maronen
  • Rotfußröhrlinge
  • Täublinge
  • Butterpilze
  • Birkenpilze
  • Pfifferlinge
  • Krause Glucken
  • Wiesenchampignons
  • Stockschwämmchen

Die Wälder Usedoms bieten diesen Pilzen ideale Bedingungen zum Wachsen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und einer zugleich milden Witterung gedeihen sie besonders gut. Ein beliebtes Pilzgebiet auf Usedom ist beispielsweise der Lieper Winkel. Zwischen Rankwitz und Liepe wachsen inmitten der Laub- und Kiefernmischwälder viele der schmackhaften Speisepilze. Besonders beliebte Pilze Usedoms sind Steinpilze. Ebenso zu finden sind Maronen, Schirmpilze, Täublinge und Stockschwämmchen.

Welche Giftpilze sollten nicht gesammelt werden?

Dass Fliegenpilze giftig sind, wissen wohl die meisten Pilzsammler. Daneben gibt es weitere Arten, die unscheinbar aussehen, aber dennoch giftig sind:

  • Kahle Krumplinge: Ein sehr giftiger Pilz, der lange Zeit als essbar galt.
  • Kartoffelboviste: Auch als falscher Trüffel bekannt, dessen Verzehr zu Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen bis hin zum Kollaps führen kann.
  • Gallenröhrlinge: Diese Pilzart wird häufig mit Steinpilzen verwechselt.
  • Fichten-Porling: Er ist auch als Rotrandiger Baumschwamm bekannt und nicht essbar.
  • Falscher Pfifferling: Ein ungenießbarer Pilz, der sich vom Echten Pfifferling insbesondere durch die Farbe unterscheidet. Der Falsche Pfifferling ist orange, der Echte Pfifferling gelb.
  • Pantherpilz: Der Verzehr kann tödlich wirken. Es besteht Verwechslungsgefahr mit dem Perlpilz.
  • Knollenblätterpilz: Er ist hochgiftig und wird leicht mit einem Champignon verwechselt.
  • Hallimasch: Der Hallimasch ist roh giftig. Abgekocht ist er nur bedingt essbar. Er ist damit nur für Kenner geeignet, die wissen, was bei der Zubereitung zu beachten ist.
  • Gifthäuptling: Ein Giftpilz, der Stockschwämmchen zum Verwechseln ähnlich sieht.

Veranstaltungen rund um das Pilze sammeln

Für Pilzsammler stellt sich die Frage, welche Pilzarten essbar sind. Eine exakte Pilzbestimmung ist für Laien häufig nicht möglich. Deshalb ist hilfreich, sich an Experten zu wenden. Sie bieten geführte Pilzwanderungen durch die Wälder Usedoms an. Dabei erhalten die Teilnehmer wertvolle Informationen, welche Pilzarten essbar sind und bei welchen es sich um Giftpilze handelt. Zu den Pilzexperten Usedoms zählt beispielsweise Winfried Dinse. Darüber hinaus werden regelmäßig Pilz- und Kräuterwanderungen angeboten und bei Vorträgen erhalten Pilzsammler alle notwendigen Informationen. Die Termine der Wanderungen und Führungen findet man im Veranstaltungskalender unter "Führungen und Exkursionen".

Was ist beim Pilze sammeln zu beachten?

Erfahrene Pilzsammler warten auf den Regen und die Sonne. Dann sprießen sie besonders üppig aus dem Boden. Zum Pilze sammeln wird nicht viel benötigt: Ein Korb, ein Küchenmesser sowie ein Bestimmungsbuch oder eine entsprechende App auf dem Smartphone. Damit lässt sich die Gefahr verringern, Giftpilze zu ernten. Wer einen Pilz entdeckt hat, kann diesen auf zwei Arten ernten:

  • Schneiden: Dabei wird er einige Zentimeter über dem Boden gerade abgeschnitten.
  • Drehen: Der Pilz wird vorsichtig aus dem Boden gedreht und das Loch anschließend mit Erde verschlossen.

Anschließend gehört der Pilz in den Sammelbehälter. Zum Schutz vor Beschädigungen des Pilzfleisches sollte er locker liegen ohne gedrückt zu werden. Giftpilze, sowie junge und sehr alte Pilze gehören nicht in den Behälter.

Hinweis:
Wildpilze sind geschützt und gemäß dem Landeswaldgesetz nur in geringen Mengen zu sammeln. Die Menge ist auf den Eigenbedarf beschränkt. Eine Obergrenze ist nicht genau festgelegt. Wer zu viel sammelt, riskiert Bußgelder von mehreren Tausend Euro.

Pilze sammeln und richtig verarbeiten

Nach dem Pilze sammeln steht die richtige Zubereitung an. Unabhängig davon, ob sie gekocht, im Ofen gratiniert oder gebraten werden ist, dass sie nur gegart und nicht roh verzehrt werden sollten. Der rohe Verzehr kann zu leichten bis schweren gesundheitlichen Beschwerden führen.

Folgende Tipps helfen bei der Zubereitung:

  • überprüfen, ob die gesammelten Pilzarten essbar sind
  • nur frische Pilze zubereiten
  • sorgfältig putzen
  • von schlechten und glasigen Stellen befreien
  • Pilze nicht in Wasser legen: Sie saugen sich voll und verlieren ihr Aroma

Pilzreste sind im Kühlschrank aufzubewahren und spätestens am nächsten Tag gut durcherhitzt zu verzehren.

Pilze sammeln ist ein Natur-Vergnügen für jedermann

Pilze sammeln auf Usedom ist eine gute Möglichkeit, Zeit in der Natur zu verbringen und unterwegs die Pilze Usedoms zu entdecken. Besonders beliebt sind zur Herbstzeit geführte Pilzwanderungen und die anderen Veranstaltungen rund um den Pilz. Eine geführte Pilzwanderung lässt sich ideal mit einem Ausflug in die Natur verbinden. Groß und Klein können an den Veranstaltungen teilnehmen und erhalten teils spannende Fakten über die Gift- und Speisepilze der Insel. Anschließend steht natürlich der Genuss der gesammelten Pilze im Vordergrund. Auch bei der Zubereitung kennen sich die Pilzexperten aus und geben Ratschläge.

Additional Info

  • Kategorie Café
  • Anrede Männlich
  • Name Hofladen Villa Kunterbunt
  • Straße Zinnowitzer Str. 6
  • Postleitzahl 17440
  • Stadt Neuendorf
  • Telefonnummer +49 (0) 38377 - 43018
  • Latitude 54.03467
  • Longitude 13.888993

Im Oktober wird es auf der sonst so beschaulichen und ruhigen Ostseeinsel Usedom laut und bunt. Das XXL Feuerwerk Usedoms zum Tag der Deutschen Einheit, die Pyrogames Usedom in Zinnowitz sowie das Usedomer Drachenfestival locken die Besucher auf die Insel. Das sind gleich drei gute Gründe für ein verlängertes Wochenende auf der Sonneninsel! Der Strand sowie die Orte Zinnowitz und Karlshagen stehen dann im Zentrum der Aufmerksamkeit. Diese Veranstaltungen sind für Jung und Alt ein Erlebnis.

Faszinierendes XXL-Feuerwerk auf Usedom

Ein Strandfeuerwerk ist ein besonderes Erlebnis, das Einheimische und Gäste in seinen Bann zieht. Auf Usedom erleuchtet es den Himmel nicht nur an einem Ort. Das XXL Feuerwerk auf Usedom zieht sich jedes Jahr am 3. Oktober kilometerweit entlang der Küste. Im 10-Minuten Takt erhellt spektakuläre Pyrotechnik für die Dauer von rund 90 Minuten den Himmel von Nord nach Süd oder von Süd nach Nord. Im Jahr 2019 beginnt die atemberaubende Feuerwerkskette in Karlshagen und nimmt folgenden Verlauf:

Das Strandfeuerwerk zieht sich damit über rund 42 Kilometer entlang der Küste. Das Finale der Show findet schließlich in den drei Kaiserbädern statt. Besucher sowie Einheimische folgen dem Spektakel am Himmel am besten von einem der Orte am Strand oder genießen den Anblick von einem Adler-Schiff aus. Von der Seeseite bietet sich dem Betrachter ein besonders beeindruckendes Bild. Die Schiffe starten wahlweise von Peenemünde oder Karlshagen. Ab Peenemünde führt die Fahrt entlang der Küste und ab Karslhagen fährt das Schiff hinaus in die Ostsee. Von dort aus bietet sich den Teilnehmern ein guter Blick auf das Licht-Spektakel. Ein DJ sorgt während der Fahrt für Stimmung. Um etwa 20:40 Uhr endet die Tour in Karlshagen.

Boden- und Höhenfeuerwerke bei den Pyrogames Usedom

Ein weiteres Highlight einer jeden Saison sind die Pyrogames. Auch bei dieser Veranstaltung steht der Himmel über der Insel im Vordergrund. Denn bei dieser Veranstaltung sorgen aufleuchtende Kometen, schillernde Sterne und mehr im Oktober abermals für Licht und Farben am Himmel. 2019 geschieht dies im Rahmen der Pyrogames auf Usedom, die vom 11. bis 12. Oktober veranstaltet werden. Gleich drei professionelle Pyroprofis beweisen an diesen Tagen ihr Können und möchten die goldende Trophäe gewinnen. Um diese zu bekommen, müssen sie die Gunst der Zuschauer gewinnen. Denn diese entscheiden letztendlich über Sieg und Niederlage. Wer am Ende durch die Pyroshow und besonderen Lichteffekte überzeugen konnte und die Trophäe erhält, entscheidet das Publikum am Samstagabend. Ein weiteres Highlight der Pyrogames sind die lodernden Flammen der Flammenakrobaten. Die Artisten präsentieren atemberaubende Feuerspiele der besonderen Art und Multimedia-Laser-Feuerkünstler verwandeln die Strandpromenade in ein buntes Farbenmeer.

Was wird beim Drachenfestival auf Usedom geboten?

Beim Drachenfestival geht es nicht um Pyrotechnik, sondern um Drachen der verschiedensten Art, welche die Insel und den Himmel darüber als riesige Aeroskulpturen verschönern. Jedes Jahr in den Herbstferien fliegen bunte Drachen über den Küstenbereich oder wandeln als riesige Figuren auf der Insel umher. Sie sind teils meterhoch und begeistern die Betrachter durch ihre ausgefallenen Formen und Farben. Die großen Drachen werden in professioneller Arbeit hergestellt. Zugleich sind Besucher dazu eingeladen, das Festival um einen selbst gebastelten Drachen zu bereichern. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser groß oder klein ist. Jeder Drache ist willkommen und trägt dazu bei, das Drachenfestival möglichst bunt und originell zu gestalten. So kann man seinen selbst gebastelten Drachen im Anschluss direkt am Strand ausprobieren.

Hinweis:
Das Drachenfestival wird vom 5. bis 6. Oktober in Karlshagen veranstaltet. Darüber hinaus gibt es auch am 12. Oktober in Trassenheide und auch vom 18. bis 20. Oktober ein Drachenfest in Bansin direkt am Hauptstrandaufgang.

Welche Aktivitäten für Groß und Klein gibt es?

Abgerundet wird das Programm der drei Veranstaltungen durch ein buntes Rahmenprogramm. Für Groß und Klein wird viel geboten. Dazu zählt beispielsweise Live-Musik am Abend, und für das leibliche Wohl wird natürlich ebenso gesorgt. Kleine Gäste können sich beispielsweise schminken lassen und sich so in einen niedlichen oder gruseligen Drachen verwandeln. Auch hüpfen auf einer großen Hüpfburg steht zur Auswahl, Basteln und zahlreiche weitere Mitmachaktionen. Das Drachenfestival wartet zudem mit einer Minidisko auf und sorgt durch Aktionen mit Drachen- und Rittergeschichten für Spannung.

Eine feurige Woche: Die Feuerwerke auf Usedom

Es lohnt sich also, vom 3. bis 6. Oktober ein verlängertes Wochenende auf Usedom zu verbringen. So kann man das XXL Feuerwerk auf Usedom sowie das Drachenfestival mit den kleinen und großen Drachen hautnah erleben. Das XXL-Feuerwerk auf Usedom zieht in jedem Jahr viele Besucher für einen Aufenthalt auf die Insel. Insbesondere bei klarem Wetter ist der Blick über den bunten, erhellten Himmel entlang der Ostseeküste ein besonderes Erlebnis. Wer den Aufenthalt im Oktober noch verlängert, kann auch noch den Pyrogames Usedoms und dem Drachenfest in Bansin und Trassenheide beiwohnen. Durch das vielfältige Rahmenprogramm werden die Veranstaltungen zu einem Erlebnis für die ganze Familie.